Die International Computer Music Conference (ICMC) kommt nach Hamburg-Harburg. Vom 11. bis 16. Mai 2026 findet die Off-ICMC statt: Das kostenlose Begleitprogramm rund um das Thema „Musik in unserer digitalen Zeit“.

Die Konferenz, die von vier Hamburger Universitäten ausgerichtet wird und sich um das interdisziplinäre Zentrum ligeti in Harburg dreht, lädt zu neuen Formen der Zusammenarbeit, des Zuhörens und des Engagements im Bereich der Computermusik ein.
Auch ausgewählte Konzerte, Workshops und Installationen der Konferenz sind für die Öffentlichkeit zugänglich!
PROGRAMM-SHORTLIST | TIPPS
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- Mo, 11. Mai 2026 | Installationen, Tag 1
- Mo, 11. Mai 2026 | Workshop: Code the Beat. Programmieren lernen durch Musik
- Mo, 11. Mai 2026 | Stelzenperformance: Insect-o-lectic
- Di, 12. Mai 2026 | Installationen, Tag 2
- Di, 12. Mai 2026 | Workshop: Eine neue Perspektive auf Virtual Reality (Audio-VR-Spiel SONA „Diving in the Dark“)
- Di, 12. Mai 2026 | Strg+Alt+Musik: Der Science-Slam über Musik in unserer digitalen Zeit
- Mi, 13. Mai 2026 | Interaktive Installation: Anouk Kellner
- Mi, 13. Mai 2026 | Installation & Performance: Andrea Mancianti & Tom De Cock
- Mi, 13. Mai 2026 | Konzert: Florentin Ginot
- Do, 14. Mai 2026 | Proben- & Konzertbesuch für Familien
- Do, 14. Mai 2026 | Klangspaziergang: Robert Cole Rizzi
- Do, 14. Mai 2026 | Radioballett: Körperfunkkollektiv. Fragment
- Do, 14. Mai 2026 | Kreative Film- & Medien-Highlights aus der ICMC
- Fr, 15. Mai 2026 | Soundbar: „Sono, ergo sum.“ Ich klinge, also bin ich.
- Sa, 16. Mai 2026 | Aftershowparty: Live Electronics & DJ-Sets
Die Konferenz konzentriert sich hauptsächlich auf den Stadtteil Harburg, mit Veranstaltungen an der TU Hamburg, im ligeti zentrum und in nahegelegenen Kulturstätten. Neben einem vielfältigen Programm aus Konzerten, Vorträgen, Installationen, Workshops und Performances lässt die ICMC HAMBURG 2026 die Tradition des Off-ICMC wieder aufleben: eine Reihe von Begleitveranstaltungen für die breite Öffentlichkeit, die die lokale Bevölkerung in Harburg und der gesamten Hamburger Metropolregion einbeziehen.
Musik
in unserer digitalen Zeit.
OFF-ICMC | Das Programm
MO 11.05.2026
Installative Einblicke
in die International Computer Music Conference, Tag 1
Stellwerk | 12 – 20 Uhr
Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 5 Jahren .
Freies Kommen und Gehen .
Ohne Anmeldung.
Ausgewählte Installationen von internationalen Künstler:innen, Musiker:innen und Wissenschaftler:innen können am 11. und 12. Mai im Stellwerk besichtigt und ausprobiert werden.
Henry Windish, Tristan Peng & Henrik von Coler: MËSH
MËSH ist ein immersives Musik- und Mediensystem, das interaktive Klangkunst und Live-Performance verbindet. Acht Knotenpunkte im Netzwerk verarbeiten Bewegungsdaten, die von Kameras erfasst und mithilfe eigens entwickelter Computer-Vision-Software analysiert werden. Diese steuern die Klangerzeugung, werden im Netzwerk räumlich verteilt und formen so eine sich kontinuierlich wandelnde Klanglandschaft, die direkt durch die Interaktion des Publikums geprägt wird.
Rafaela Blanch Pires & Adriano Monteiro: DE/RE:GENERATION
Skulpturen aus biologisch abbaubarem Bioplastik erinnern an brasilianische Zikaden und deren leere Häutungsreste – fragile Exoskelette, die für Abwesenheit, Transformation und Fortbestand stehen. Als berührungsempfindliche Schnittstellen verwischen sie die Grenzen zwischen Hören und Fühlen, organischem Material und technologischen Systemen.
MO 11.05.2026
Workshop:
CODE the BEAT.
Programmieren lernen durch Musik
TUHH | 13 – 15.30 Uhr
Ein Workshopformat des ligeti zentrums.
Für Jugendliche von 10 bis 14 Jahre.
Um kostenlose Anmeldung via Pretix wird gebeten.
Mach aus Code Musik! In diesem Workshop wird mit dem Programm Sonic Pi eigene Musik komponiert. Du bist musikbegeistert? Dann findest Du hier eine neue Ausdrucksform und lernst nebenbei programmieren. Du kannst schon ein bisschen programmieren? Dann lernst Du hier Musikmachen von einer anderen Seite kennen. Von Techno bis Klassik, alles ist erlaubt. Am Ende des Workshops hast Du ein Lied komponiert und etwas Neues über Programmieren gelernt.
VIDEO | Insect-o-lectic
MO 11.05.2026
Stelzenperformance:
INSECT-o-LECTIC
Harburger Innenstadt | 16 – 18 Uhr
Für alle ab 0 Jahren, ohne Anmeldung.Eine summende Käferperformance auf Stelzen. Das Projekt „Insect-o-lectic“ bespielt das Thema Insektensterben.
https://projekt-rezepte.de/insect-o-lectic/
Eine Mischung aus Stelzentanz, Bodypercussion und vollkommen neuer Soundtechnologie, das ist insect-o-lectic. Die Straßenperformancegruppe Oakleaf Streetshow kommt mit einem interaktiven Walkact in die Innenstadt von Harburg. Auf Stelzen schwirren bizarre, farbenfrohe Wesen durch die Hölertwiete und die Lüneburger Straße. Sie sehen nicht nur aus wie Käfer, sondern klingen auch so. Eine Stelzenperformance, die eigene Sounds und Melodien selbst erschafft und dabei jede Menge Spaß produziert. Zum Staunen, Lachen und Mitmachen.
Ein Experiment der Stelzen-Show-Gruppe Oakleaf Streetshow in Zusammenarbeit mit den Künstler:innen Joana Welteke und Keo Hundius in dem Große Kostüme, Stelzen, Bodypercussion und Soundinstallationen eine gewagte Allianz eingehen.
Besonders an diesem Format ist die elektronisch gestützte Aktivierung von Soundsamples. In dem Kostüm angebrachte Sensoren lösen bei Druck spezielle Sounds aus, die in dem Programm MPC hinterlegt sind. Durch diese Möglichkeit können eingeübte Rhythmen und Stücke live performt werden und bieten eine unendliche Kombinatorik an verschiedenen Klängen. Außerdem können sich die Performer:innen autonom bewegen, da mit Sendestrecken und portablen, selbst gestalteten Lautsprecherboxen pro performende Person, gearbeitet wird. Zuschauende haben dadurch die Möglichkeit, den direkten Zusammenhang von Bewegung der performenden Person und erklingendem Soundeffekt zu erkennen und herzustellen. Die Performance findet am Platz und in der Fortbewegung statt, dabei agieren zwei Personen auf Stelzen und eine dritte auf dem Boden.
DIE 12.05.2026
Installative Einblicke
in die International Computer Music Conference, Tag 2
Stellwerk | 12 – 23 Uhr
Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 5 Jahren.
Freies Kommen und Gehen.
Ohne Anmeldung.
Ausgewählte Installationen von internationalen Künstler:innen, Musiker:innen und Wissenschaftler:innen können am 11. und 12. Mai im Stellwerk besichtigt und ausprobiert werden.
Henry Windish, Tristan Peng & Henrik von Coler: MËSH
MËSH ist ein immersives Musik- und Mediensystem, das interaktive Klangkunst und Live-Performance verbindet. Acht Knotenpunkte im Netzwerk verarbeiten Bewegungsdaten, die von Kameras erfasst und mithilfe eigens entwickelter Computer-Vision-Software analysiert werden. Diese steuern die Klangerzeugung, werden im Netzwerk räumlich verteilt und formen so eine sich kontinuierlich wandelnde Klanglandschaft, die direkt durch die Interaktion des Publikums geprägt wird.
Rafaela Blanch Pires & Adriano Monteiro: DE/RE:GENERATION
Skulpturen aus biologisch abbaubarem Bioplastik erinnern an brasilianische Zikaden und deren leere Häutungsreste – fragile Exoskelette, die für Abwesenheit, Transformation und Fortbestand stehen. Als berührungsempfindliche Schnittstellen verwischen sie die Grenzen zwischen Hören und Fühlen, organischem Material und technologischen Systemen.
VIDEO | SONA. Seeing Sound, Trailer
DIE 12.05.2026
Workshop:
Eine neue Perspektive auf Virtual Reality
mit dem Audio-VR-Spiel SONA „Diving in the Dark“
TUHH | 16 – 18 Uhr
Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.
Deutsch & Englisch.
Um kostenlose Anmeldung ab Mitte April via Pretix wird gebeten.
Virtual-Reality-Anwendungen sind für blinde und sehbehinderte Menschen meist nicht zugänglich, weil sie stark auf Sehen ausgerichtet sind. Gleichzeitig nutzen blinde Menschen Klang gezielt zur Orientierung im Raum. Der Workshop geht der Frage nach, wie VR ohne visuelle Informationen gestaltet werden kann, mithilfe von Spatial Audio als zentrales Mittel für Orientierung und Interaktion. Neben Einblicken in die künstlerische und technische Arbeit können die Teilnehmenden das Audio VR-Spiel „SONA – Diving in the Dark“ selbst ausprobieren.
DIE 12.05.2026
Strg+Alt+Musik:
Der SCIENCE-SLAM
über Musik in unserer digitalen Zeit
Kulturpalast Harburg | 19.30 – 21 Uhr
Rieckhoffstraße 14Für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren.
Deutsch & Englisch.
Um kostenlose Anmeldung via Pretix wird gebeten.Simultan-Übersetzung: Die Veranstaltung findet hauptsächlich auf Deutsch statt. Zwei der Beiträge werden auf Englisch sein und mithilfe von Bluetooth-Kopfhörern simultan (gleichzeitig) übersetzt. Daher könnt Ihr bei der Ticketbuchung auswählen, welche Sprachen ihr versteht und ob ihr einen Kopfhörer benötigt oder nicht.
Vorhang auf für neue Klänge, Wissenschaft und Forschung! Bei unserem Science-Slam werden komplexe Themen in verständlichen, kurzweiligen und unterhaltsamen Vorträgen präsentiert. Zehn Minuten haben die Vortragenden Zeit und müssen unter Einsatz von PowerPoint-Präsentation und (Live-)Musik versuchen, möglichst viele Punkte abzusahnen. Das Publikum entscheidet, wer gewinnt.
MI 13.05.2026
Frequenz__ @ Off-ICMC
Eine Kooperation zwischen dem ligeti zentrum und dem Frequenz Festival in Kiel.
Seit 2018 bringt Frequenz__ experimentelle Musik und audiovisuelle Kunst unter die Menschen.
Interaktive Installation:
ANOUK KELLNER.
Airchoir inter/reactive
Planet Harburg | 12 – 19 Uhr
Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 5 Jahren.
Freies Kommen und Gehen.
Ohne Anmeldung.
Die begehbare Klanginstallation Airchoir besteht aus acht aufblasbaren Körpern, die wie lebende Lungen ein- und ausatmen. Sie machen ihre Stimmen durch die Orgelpfeifen hörbar, mit denen sie verbunden sind. Wie ein Chor fügen sich diese zu einem vielschichtigen Klangfeld zusammen, das sich mit der Bewegung der Besucher:innen ständig verändert.
Anouk Kellner
Anouk Kellner schafft Klanginstallationen, Kompositionen, Feldaufnahmen und Klangdokumentationen. Dabei arbeitet sie experimentell mit Texturen. Mit dem Fokus auf Themen wie Klangökonomie und Nostalgie nimmt sie die Hörer:innen mit in die von ihr geschaffenen Soundscapes, in denen der Sinn für Zeit verloren geht. Ihre jüngsten Arbeiten drehen sich oft um die Pfeifenorgel. Dieses Interesse zeigt sich auch im The Airchoir-Projekt.
MI 13.05.2026
Frequenz__ @ Off-ICMC
Eine Kooperation zwischen dem ligeti zentrum und dem Frequenz Festival in Kiel.
Seit 2018 bringt Frequenz__ experimentelle Musik und audiovisuelle Kunst unter die Menschen.
Installation, Performance:
ANDREA MANCIANTI
& TOM DE COCK.
Autophagy III
Stellwerk | 17.30 – 19.15 Uhr
Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 10 Jahren.
Freies Kommen und Gehen.
Ohne Anmeldung.
Autophagy III ist das letzte Kapitel des Autophagy-Zyklus, den Tom De Cock und Andrea Mancianti gemeinsam entwickelt haben. Es handelt sich um eine performative Installation, die aus dem Dialog zwischen Tom De Cocks Mikro-Perkussions-Setup und einem multikanaligen, immersiven System angesteuerter Perkussionsinstrumente entsteht, die rund um das Publikum verteilt sind. Das Mikro-Perkussions-Setup umfasst eine Reihe kleiner, verstärkter und elektronisch bearbeiteter Instrumente wie Crotales, tibetische Klangschalen, Rahmentrommeln, Becken sowie quadratische Platten aus Materialien wie Holz, Stein und Metall.
Der Zyklus setzt die gemeinsame Forschung zu selbstregulierenden akustischen Systemen, elektroakustischem Instrumentenbau und instabilen DIY-Instrumenten fort. Die Uraufführung fand 2024 im Concertgebouw Brugge statt und reflektiert die fortlaufende künstlerische Forschung beider Beteiligten.
Das Publikum wird in ein sich ständig veränderndes Klangfeld eingebettet, das durch die Interaktion mit sechzehn hängenden, angesteuerten Perkussionsinstrumenten entsteht. Jedes Instrument verhält sich wie ein Element in einem künstlichen Ökosystem: Es verfügt über individuelle Verhaltensweisen, kann Mechanismen der Selbstregulation einsetzen und ist gleichzeitig in der Lage, das Ensemble mit einfachen Analyseverfahren wahrzunehmen. Die Installation wird durch ein interaktives Lichtsystem ergänzt, das gemeinsam mit Roberto Fusco entwickelt wurde.
Andrea Mancianti ist Komponist, Klangkünstler und Forscher. Seine Praxis umfasst neben kollaborativen Prozessen vor allem ortsspezifische Installationen in ungewöhnlichen akustischen Räumen und das Experimentieren mit erweiterten Instrumenten und DIY-Elektronik. Dabei schöpft er aus seinem gemischten Hintergrund aus klassischer und elektroakustischer Komposition und E-Gitarre.
Tom De Cock erhielt seinen Master-Abschluss in Percussion am Königlichen Konservatorium Brüssel (2005) sowie einen Master-Abschluss in zeitgenössischer Musik an der HFMDK Frankfurt am Main (2007). Im Jahr 2009 schloss er sein Konzertexamen an der HFM Detmold mit „summa cum laude“ ab und promovierte („Doctor of Arts“) an der VUB und dem Koninklijk Conservatorium Brussel (2015). Er wurde 2007 mit dem Horlait Dapsens Preis ausgezeichnet.
Neben seiner Position als Schlagzeug-Solist beim Brussels Philharmonic Orchestra arbeitet Tom als freiberuflicher Musiker in Europa, spielte unter anderem mit dem Ensemble Modern, MusikFabrik, Radio Kamer Philharmonie und ist festes Mitglied von Ictus, Nadar Ensemble, Triatu und Ensemble XII.
MI 13.05.2026
Frequenz__ @ Off-ICMC
Eine Kooperation zwischen dem ligeti zentrum und dem Frequenz Festival in Kiel.
Seit 2018 bringt Frequenz__ experimentelle Musik und audiovisuelle Kunst unter die Menschen.
Konzert:
FLORENTIN GINOT.
Disturbance
Stellwerk | 19.30 – 21 Uhr
Für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren.
Um kostenlose Anmeldung via Pretix wird gebeten.
„Disturbance“ ist eine audiovisuelle Solo-Performance an der Schnittstelle von Konzert, Videokunst und Theater. Mit Kontrabass und analogen Synthesizern lädt Florentin Ginot live zu einem nächtlichen Streifzug ein. Erinnerung und Gegenwart begegnen geisterhaften Glitches und pulsierenden elektronischen Rhythmen.
Disturbance – das ist auch der Wunsch, die gedanklichen Wanderungen einer Kamera zu teilen, die unsere menschliche Einsamkeit befragt. In einer Nacht entstehen mehrere stumme Figuren: eigentümliche, alt wirkende Gestalten, die aufeinandertreffen und durch die Stimme des Performers zum Leben kommen.
Florentin Ginot nahm mit 8 Jahren das erste Mal Cellounterricht, mit 9 Jahren entdeckte er sein Interesse für den Kontrabass. Dabei ist für ihn das körperliche Verhältnis des Musikers zu seinem Instrument von großer Bedeutung, was sich darin ausdrückt, dass der Kontrabass auf Grund seiner Größe, der tiefen Frequenzen und dem Widerstand der Saiten eine intensive Energie des Musikers voraussetzt, um eine Resonanz zu erzeugen: „Die Arbeit mit dem Kontrabass ist ein nicht endender Forschungsprozess, der sich mit den Resonanzen und den natürlichen Klängen des Instruments auseinandersetzt. Um Kontrabass zu spielen, bedarf es einer Beziehung zu dem Instrument. Eine Beziehung zwischen meinem Körper, dem Kontrabass und meinen Händen.“ ist ein viel gepriesener Multi-Instrumentalist und Komponist. Als bemerkenswerter Solist und einer der führenden Interpreten zeitgenössischer Musik widmet er sich stetig der Erweiterung von den Grenzen von Genres und Medien in seiner Kunst. Ginot schafft kollaborativ hybride Projekte zwischen zeitgenössischer Musik, elektronischer Musik und weltweiten Traditionen.
DO 14.05.2026
Proben- & Konzertbesuch für Familien
TUHH | 12 – 14 Uhr
Für Familien mit Kindern ab 7 Jahren.
Um kostenlose Anmeldung via Pretix wird gebeten.
Wie klingt zeitgenössische Musik? Wie entsteht sie im Probenprozess? Und welche Schwierigkeiten gibt es dabei? Beim gemeinsamen Proben- und Konzertbesuch für Familien, gehen wir diesen Fragen nach. Wir besuchen gemeinsam eine Generalprobe von Ensemble 404 – einem Ensemble mit großer Freude an Technologie und Klangexperimenten. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, den beteiligten Künstler:innen Fragen zu stellen und mehr über ihre Arbeit zu erfahren. Nach einer kurzen Pause besuchen wir das Mittagskonzert der ICMC HAMBURG 2026 und erleben Ensemble 404 noch einmal: diesmal auf der Bühne. So lässt sich der Unterschied zwischen Probe und Konzert unmittelbar beobachten.
DO 14.05.2026
Klangspaziergang:
ROBERT COLE RIZZI.
Die Kunst des Zuhörens
TUHH | 16 – 17.30 Uhr
Für Erwachsene, Jugendliche und Familien mit Kindern ab 10 Jahren.
Englisch & Deutsch.
Um kostenlose Anmeldung ab Mitte April via Pretix wird gebeten.
Unser Gehör ist immer aktiv, doch vieles filtern wir unbewusst aus und überhören die reiche Klanglandschaft, die uns umgibt. Dieser Workshop lädt dazu ein, neu zuzuhören und den kreativen Reichtum alltäglicher Klänge zu entdecken.
Mit einfachen Hörübungen, einem gemeinsamen Soundwalk und kleinen kreativen Aufgaben schärfen wir unsere Aufmerksamkeit für Geräusche, Orte und Stimmungen. Gehörtes wird in Worte, Zeichnungen und schließlich in Musik übersetzt – ganz ohne Vorkenntnisse. Der Workshop richtet sich ausdrücklich auch an Menschen, die denken: „Ich bin nicht musikalisch“ oder „Ich kenne mich mit Klangkunst nicht aus“. Alles, was es braucht, ist Neugier und Lust am Ausprobieren.
Robert Cole Rizzi arbeitet an der Schnittstelle von Klang, Raum und Co-Kreation. Durch ortsspezifische Arbeiten erforscht der dänische Professor für Electronic Music And Sound Art, wie Klang unsere Erfahrung mit vertrauten und neuen Räumen verändern und bereichern kann. Kooperativ mit Künstler*innen oder Workshop-Teilnehmenden arbeitet er im Dialog mit Architektur, Geschichte und Atmosphäre eines Ortes und kombiniert dabei elektronische Musikkomposition mit Field Recordings und Live-Performance. Seine Arbeit entsteht im Spannungsfeld zwischen dem Geplanten und dem Improvisierten.
DO 14.05.2026
Radioballett:
KÖRPERFUNKKOLLEKTIV.
Fragment
Harburger Rathausplatz | 18 – 19 Uhr
Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 8 Jahren.
Deutsch & Englisch.
Um kostenlose Anmeldung via Pretix wird gebeten.
Das Radioballett ist eine interaktive Performance, bei der die Teilnehmer:innen mit Funkkopfhörern in eine andere Welt eintauchen und gemeinsam den Raum kreativ gestalten. Durch das Befolgen von Handlungsanweisungen entsteht eine Performance, die überrascht und herausfordert. So werden neue Zugänge zu Themen eröffnet und facettenreiche Perspektiven geschaffen.
Das Stück „Fragment“ erforscht die Trennlinien zwischen privatem und öffentlichem Leben anhand menschlicher Erfahrungen in der realen und virtuellen Welt. Die Teilnehmenden sind eingeladen, die Gratwanderung zwischen digitaler und „Offline“-Existenz zu erkunden und sich mit der Verschmelzung von sozialem Miteinander und Netzwerken auseinanderzusetzen. Es stellt Fragen wie: Was ist öffentlich, was privat? Wie wirken sich Handlungen im digitalen Raum auf unsere physischen Lebenswelten aus? Und wie wandeln sich Informationen auf Bildschirmen in körperliche Wahrnehmungen?
Das Körperfunkkollektiv ist ein Zusammenschluss freier Künstlerinnen, die mit partizipativen, auditiven Vermittlungsformaten zum Nachdenken anregen möchten. Mit ihren performativen Interventionen waren sie erstmals 2014 auf dem lunatic Festival zu erleben und sind seither auf zahlreichen weiteren Festivals, Bildungsveranstaltungen und Konferenzen vertreten. In ihren Arbeiten tauchen die Teilnehmerinnen in Geschichten ein, die mal unterhaltsam, mal gesellschaftskritisch oder provokant sind.
VIDEO
DO 14.05.2026
Kreative Film- & Medien-Highlights aus der ICMC
Planet Harburg | 19.30 – 21 Uhr
Freies Kommen und Gehen.
Deutsch & Englisch.
Eintritt frei.
Ohne Anmeldung.Eine Kooperation mit der Kinemathek Hamburg e.V.
Im Kinosaal im ehemaligen Karstadt-Kaufhaus präsentieren wir eine Auswahl aktueller Fixed-Media-Arbeiten von internationalen Teilnehmenden der International Computer Music Conference 2026.
Fixed Media sind elektroakustische Musikstücke, die als feste Aufnahmen existieren. Sie verzichten auf Live-Performance und werden direkt über Lautsprecher wiedergegeben – ein Konzept, das auf die Musique concrète zurückgeht und die Unveränderlichkeit des Klangs betont.
Eines der Highlights ist der animierte Kurzfilm „The Man in the Mangroves Counts to Sleep”, der auf dem gleichnamigen Gedicht der Dichterin Donna Decker aus Florida basiert. Ausgangspunkt ist eine reale Begegnung mit einem obdachlosen Mathematiker, der in Key West, USA, in einem Mangrovensumpf lebt. Ausgehend von Decker’s Gedicht entwickelte der Komponist James A. „Andy“ Moorer eine neuartige musikalische Form. Mithilfe digitaler Sprachsynthese verwandelte er die Stimme des Erzählers in eine vielschichtige Klangkomposition – vollständig ohne traditionelle Instrumente. So entstand eine „Opern-Novelle“: ein Werk, das literarische Erzählung und musikalische Dramaturgie in einer synthetisch erzeugten Klangwelt verbindet.
FR 15.05.2026
SOUNDBAR:
„Sono, ergo sum.“
Ich klinge, also bin ich.
ligeti zentrum, 10. Stock, production lab
Freies Kommen und Gehen.
Ohne Anmeldung.Ein Projekt vom Soundbar Kollektiv
(Marta Denker, Vanessa Könemund, Esther Wilka, Thorben Schulz, Leila Alavitabar)
Wie klingt eigentlich Dein Getränk?
Die Soundbar ist eine performative mobile Bar, die Geselligkeit, Drinks und Jam-Sessions verbindet. Sie schafft einen Raum zum Hören, Experimentieren und Zusammensein – und nimmt Dich mit auf eine facettenreiche Klangreise.
Komm vorbei, hol Dir ein Getränk und mach es Dir gemütlich. Lass Dein Glas erklingen und entlocke der Bar bisher ungehörte Klänge. Werde selbst Teil des Geschehens.
Das Soundbar Kollektiv wurde 2023 gegründet und versteht sich als performative, mobile Bar sowie als multivariables Musik- und Klanginstrument und Raum, der sich immer wieder neu vor Ort erschafft. Die Soundbar versteht sich als Werkstatt und Experimentierraum, gibt Raum für Klang-Sensibilisierung, Inspiration und Begegnung. Es entstehen offene Bühnen zum Jammen, Communities und Netzwerke, in denen kreativer Austausch stattfinden kann. Die Soundbar lädt ein, gemeinsam Klang zu erforschen und immer wieder neue Formen des Miteinanders zu entdecken.
SA 16.05.2026
AFTER-SHOW-PARTY:
Live Electronics & DJ-Sets
Stellwerk | 22 Uhr bis 02 Uhr
Tickets 12 €
Informationen zum VVK folgen in Kürze.
Vom Konferenzraum auf die Tanzfläche! Zum Abschluss der Konferenz steigt die offizielle ICMC-Aftershowparty. Den Anfang machen ausgewählte Live-Electronic-Performances – tanzbare Musik, die mit Code in Echtzeit entsteht. Danach übernehmen DJs und bitten die Gäste auf die Tanzfläche.


International Computer Music Conference | György Ligeti
Die ICMC 2026 ist ein Gemeinschaftsprojekt von vier Hamburger Universitäten: der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT Hamburg), der Hochschule für Technik und Wirtschaft Hamburg (HAW Hamburg), der Technischen Universität Hamburg (TU Hamburg) und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) – sowie des gemeinsam gegründeten ligeti center.
Weitere Informationen zu Anmeldungen, Ticketerwerb, Veranstaltungsorten sowie Programminhalten finden Sie auf der Website des ligeti zentrums.
Benannt nach dem ungarischen Komponisten und ehemaligen HfMT-Studenten György Ligeti, verbindet das interdisziplinäre Zentrum Kunst, Wissenschaft, Technologie und Gesundheit in innovativen Projekten, Workshops und Aufführungen, die den Dialog und die Teilhabe fördern. Die Kernaufgaben des ligeti center inspirierten somit das diesjährige ICMC-Thema: Innovation, Translation, Partizipation.
Vor 50 Jahren brachte György Ligeti eine visionäre Idee nach Hamburg: Inspiriert von seinem Aufenthalt an der Stanford University setzte er sich für die Gründung eines Computermusikinstituts an der damaligen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ein.
György Ligeti war ein Mann vieler Interessen. Heute gilt der österreichisch-ungarische Komponist als einer der bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts, ein Repräsentant der Neuen Musik. Großen Einfluss hatte er in Hamburg, wo er von 1973 bis 1989 an der heutigen Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) als Professor für Komposition tätig war – und schon in den 70er-Jahren ein Institut für Computermusik einrichten wollte. Während das erträumte Institut zu seinen Lebzeiten unrealisierbar blieb, setzt das ligeti zentrum diese Vision heute in seinem Namen fort.
Ausschlaggebender Impuls für Ligetis Bestrebungen war ein Besuch der US-amerikanischen Stanford University im Jahr 1972. Hier lernte er nicht nur den Komponisten John Chowning kennen. Am Stanford Artificial Intelligence Laboratory (SAIL) erhielt er erstmals Einblicke in die digitale Klangerzeugung. Die institutionellen Rahmenbedingungen für ein ähnliches Institut wollte Ligeti mit nach Hamburg bringen.
VIDEO / AUDIO | György Ligeti – Atmosphères – 2001: A Space Odyssey (Stanley Kubrick, 1968)
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