PLANET HARBURG | Das Programm

Die neue Zweigstelle des Stadtmuseums Harburg im Erdgeschoss des ehemaligen Karstadt-Hauses | Eintritt frei

Ex-Karstadt-Gebäude | Aus einem Lost Place wird Raum für "kulturelle" Zwischennutzung | Foto: AMH

Mitten im Herzen von Harburg verwandelt sich ein ehemaliges Kaufhaus: Das Stadtmuseum zieht mit einer großen Zweigstelle in das Erdgeschoss des einstigen Konsumtempels ein. Die Zwischennutzung der Karstadt-Immobilie ist für ungefähr acht Jahre geplant. Für die Realisierung des Projektes hat die Stadt dem Museum 300.000 Euro zugesagt.


Der Bezirk Harburg förderte bereits 2024 mit 30.000 Euro die Beklebung von 42 Schaufenstern des Gebäudes mit farbigen Folien zur Harburger Geschichte und Gegenwart.

Unter dem Namen „Planet Harburg“ präsentiert das Museum im Erdgeschoss, bei freiem Eintritt, mehrere Ausstellungen rund um die Harburger Stadtgeschichte und lädt künftig alle Interessierten ein, den Hamburger Süden und das Museum auf neue Weise zu entdecken. Ergänzt wird die 400 Quadratmeter große Ausstellungsfläche um einen Vortrags- und Veranstaltungsraum, dessen Blickfang die historische Einrichtung des Harburger Darboven-Kaffeeladens von 1895 ist.


Die Termine in der Shortlist


TERMINE

AUSSTELLUNGEN

Harburg von oben, Orte des jüdischen Lebens und mehr.

Eine Zeitreise in die 1970er

1975. Harburg vor 50 Jahren

11.09.2025 – 03.05.2026

Das Stadtmuseum Harburg zeigt im Planet Harburg die Ausstellung „1975 – Harburg vor 50 Jahren“. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums eines Fotowettbewerbs, der 1975 von der „Werbegemeinschaft City-Harburg“ ins Leben gerufen wurde, stellt das Museum erstmals die Aufnahmen dieses Projektes vor.

Im Jahr 1975 war Harburg im Wandel begriffen. Mit dem Bau der S-Bahn, des Harburger Rings und der Fußgängerzone in der Lüneburger Straße erlebte die Innenstadt einen tiefgreifenden Umbruch, während zugleich zahlreiche gesellschaftliche Veränderungen das Land prägten. Vor diesem Hintergrund bot der Fotowettbewerb „Werbegemeinschaft City-Harburg“ den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Sicht auf das Leben in Harburg festzuhalten. Fast 1000 Fotos wurden eingereicht, die das Stadtleben und die persönlichen Geschichten jener Zeit widerspiegeln.

Die jetzt aus dem Archiv des Stadtmuseums hervorgeholten Fotografien atmen den Zeitgeist der 1970er Jahre und zeigen, wie Harburg in einer Zeit des Wandels und der Herausforderungen aussah. Die Bilder erzählen von der Alltagskultur und ganz individuellen Momenten, die Harburgs Bewohnerinnen und Bewohnern damals erlebten.


VORTRAG

Referent: Dr. Frank Hildebrandt, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

DO 26.02.2026, 18 Uhr
Kostenfrei
Ohne Anmeldung

Neben den Göttern sind es vor allem die Helden, die uns in Literatur und Ikonografie der Antike entgegentreten. Mit herkulischen Kräften ausgestattet, listig und erfolgreich sind sie auf den ersten Blick, zugleich aber auch Gefangene eines unentrinnbaren Schicksals, das die Menschen der Antike berührt. An ausgewählten Beispielen geht Dr. Frank Hildebrandt dem Dilemma antiker Helden und der Sehnsucht nach dem Besonderen nach: Sind sie reale Gestalten oder Chiffren menschlicher Hoffnungen, Ängste und Wünsche? Vasenbilder und Statuen der Antike vermitteln einen lebhaften Einblick in die Welt der Heroen.

VORTRAG

Referentin: Prof. Astrid Böger, Universität Hamburg

DO 26.03.2026, 18 Uhr
Kostenfrei
Ohne Anmeldung

Der Vortrag spürt den verschiedenen Superheldinnen und Superhelden nach, die sich ausgehend von den USA seit den 1930er Jahren weltweit dafür einsetzen, dass das Gute über das Böse siegt und die Menschheit vor großem Unheil bewahrt wird. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den Superkräften liegen, mit denen Superman, Wonder Woman & Co. ihre jeweiligen Gegner am Ende besiegen.

FILMPROGRAMM

KURBEL 1979 – 1988 Reloaded

Die KURBEL war Harburgs Programmkino. Es wurde 1987 geschlossen. „Zum Abschied wurden Ende April 87 noch einmal die „Cannes-Rolle von 1987″, „Dirty Dancing“, „The Rocky Horror Picture Show“, „Blues Brothers“, „Die Ritter der Kokosnuss“ und Loriots Publikumserfolg „Ödipussi“ gezeigt. Am 1. Mai 1988 fand der Ausverkauf des Inventars statt.“ [ Marion Temme ]

Jetzt gibt es eine kleine Fortsetzung mit dem

METROPOLIS Resident-Kino | Pop-up-Cinema
Filme im Veranstaltungsraum mit ca. 90 Sitzplätzen
Zukünftig sollen Filme aus ganz unterschiedlichen Genres über die Leinwand flimmern. Neben Filmen aus dem aktuellen Angebot des Metropolis Kinos werden in Harburg auch Programminhalte gezeigt, die extra für den Stadtteil neu kuratiert werden. Zusätzlich zu den Filmvorführungen sind Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Einführungen und Publikumsgespräche mit Filmgästen geplant.

Eintritt: 9,- / 6,- ermäßigt
Eintritt Nachmittagskino: 8,- / 5,- ermäßigt
Es gilt für alle Veranstaltungen auch das Kino-Abo „Cineville“.
Tickets sind auch an der Kinokasse im Planet Harburg erhältlich. Die Kinokasse öffnet eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn.


Samstag, 07.02. 18:30 Uhr | TICKETS
HARRY UND SALLY
US 1989, Regie: Rob Reiner, 95 Minuten, FSK: 16 Jahre
Mit Meg Ryan, Billy Crystal, Carrie Fisher
Deutsche Fassung

Harry nervt Sally und Sally nervt Harry. Schon während ihrer unfreiwilligen 18-stündigen Reise nach New York geraten sie aneinander. Fünf Jahre später treffen sie sich zufällig im Flugzeug wieder. Weitere fünf Jahre danach, beide frustriert von gescheiterten Beziehungen, kommen sie sich näher. Eine ikonische Romantikkomödie mit pointierten Dialogen und einer legendären Szene, die zu den 100 besten Filmzitaten aus US-Filmen aller Zeiten gehört.


VIDEO | STILLER, Trailer


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Sonntag, 08.02. 18:00 Uhr | TICKETS
Samstag, 14.02. 18:00 Uhr | TICKETS
STILLER
DE 2025, Regie: Stefan Haupt, 99 Minuten, FSK: 12 Jahre
Mit Albrecht Schuch, Paula Beer

In der Schweiz wird ein Amerikaner namens James White überraschend festgenommen, da die Behörden ihn für den verschwundenen Künstler Anatol Stiller halten. Trotz seiner wiederholten Beteuerungen, er sei tatsächlich James White, bleiben Zweifel an seiner Identität. Im Verlauf der Ermittlungen entsteht eine besondere Beziehung zwischen James und Julika, der Ehefrau von Stiller. Doch mit jedem Moment ihrer Nähe wächst die Unsicherheit: Wer ist James White wirklich, und welche Verbindung hat er zu dem verschwundenen Bildhauer? – Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Max Frisch.


Die Welt vor 50 Jahren.
Eine Zeitreise in die 1970er.

Sonntag, 15.02. 18:00 Uhr | TICKETS
HÄNDLER DER VIER JAHRESZEITEN
BRD 1972, Regie: Rainer Werner Fassbinder, 88 Minuten, FSK: 16 Jahre
Mit Hans Hirschmüller, Irm Hermann, Hanna Schygulla

Nachdem Hans Epp aus der Fremdenlegion zurückkehrt, findet er sich in seinem alten Leben nicht mehr zurecht. Seinen alten Job als Polizist muss er aufgeben und nach dem gesellschaftlichen Abstieg folgt der private Ruin. Schließlich versucht er sich als Obsthändler durchzuschlagen, doch obwohl der Handel gut läuft, findet er keinen Platz in der Gesellschaft. Er verfällt einer selbstzerstörerischen Resignation, die ihn trotz seines äußeren Erfolges innerlich erdrückt.


VIDEO | KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN, Trailer


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Sammlung Falckenberg präsentiert „Essen im Film“,
im Rahmen der aktuellen Ausstellung über DANIEL SPOERRI:
Mitbegründer der Künstlergruppierung Nouveau Réalisme und Erfinder der Eat-Art.

Sonntag, 22.02. 18:00 Uhr | TICKETS
KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN
JP/DE/FR 2025, Regie: Naomi Kawase, 113 Minuten, FSK: 0 (empfohlen ab 14 Jahren)
Mit Kiki Kirin, Masatoshi Nagase
Deutsche Fassung

Sentaro betreibt in Tokio einen Imbiss, der vor allem für seine mit süßer Bohnenpaste gefüllten Dorayaki-Pfannkuchen bekannt ist. Als sich eines Tages eine alte Dame namens Tokue um eine Aushilfsstelle bewirbt, lehnt Sentaro zunächst ab – bis er ihre selbst gemachte Bohnenpaste probiert, die besser schmeckt als alle, die er je gegessen hat. Die Pfannkuchen mit einer Füllung aus Tokues Paste werden schnell zu einem stadtbekannten Verkaufsschlager. Zugleich entwickelt sich zwischen Sentaro und Tokue eine ganz besondere Freundschaft. Aber es stellt sich heraus, dass die eigenwillige alte Dame ein Geheimnis hütet, das alles zunichte zu machen droht.


Hamburg im Film

Samstag, 28.02. 18:30 Uhr | TICKETS
WIR LASSEN UNS DAS SINGEN NICHT VERBIETEN
BRD 1975 bis 1985, Regie: Tillmann Scholl, 84 Minuten
Projektion im 16mm-Format

Bittersüße Dokumentation über das Leben im Kiez von St. Pauli

Ein ganzes Jahrzehnt (1975-1985) filmte Regisseur Tillmann Scholl das Geschehen auf der sündigsten Meile der Welt und ließ dabei sowohl Kiezprominenz und Schlagerstars, als auch Entscheidungsträger und Touristen zu Wort kommen. Dabei eröffnet die mal abstrus-komische, mal traurige Züge tragende Dokumentation einen unverblümten Einblick in Kneipen-, Show- und Alltagsdasein im wohl bekanntesten Viertel Hamburgs in den wilden 1970er und 1980er Jahren. Es treten unter anderem auf: tausende Polizisten, drei Koblenzer Damen, Klaus von Dohnanyi, Bernie Fick und seine Fernfahrer, Rosa Lola, die Chefs von St. Pauli, Lederkappenheinz, Freddy Quinn und Jürgen, der Kellner im Schauermann und viele andere ehrenwerte Gäste.





HEINO JAEGER ?

Diorama der Jahrtausende

Das über viele Jahre im mittlerweile geschlossenen Harburger Helms-Museum (Feuerwache) aufgestellte raumfüllende, 22 Meter lange Diorama der Jahrtausende von HEINO JAEGER und Harold Müller, das in 17 Bildern die landschafts- und kulturgeschichtliche Entwicklung Harburgs von der Eiszeit bis in die 1970er Jahre zeigt, musste im Zuge der „Umgestaltung“ der Dauerausstellung (Schließung der Museumsräumlichkeiten in der Alten Feuerwache) leider an das Altonaer Museum abgegeben werden.

Jetzt ergibt sich die Möglichkeit, das Objekt nach Harburg zurückzuholen.




PLANET HARBURG

Ex-Karstadt-Gebäude, Erdgeschoss, Stadtgeschichte, Metropolis-Kino Harburg

Öffnungszeiten
Mittwoch + Donnerstag
Samstag + Sonntag
jeweils von 10 bis 17 Uhr

Eintritt frei

Fragen im Zusammenhang mit dem Veranstaltungsort / Nutzungsvorschläge richten Sie bitte per E-Mail an den Betreiber:

Mail-Anfrage

Neben dem Erdgeschossbereich „Planet Harburg“ könnte zukünftig das ganze Kaufhaus Raum bieten für frische Impulse in der Harburger Innenstadt: Ob Ausstellungen, temporäre Ateliers, Veranstaltungen oder Pop-Up-Stores – das seit Juni 2023 leerstehende Gebäude soll sich mit einer kreativen Zwischennutzung zu einem attraktiven Standort entwickeln.

Die Harburger Off-Kulturszene ist bislang in den Planungen nicht wahrnehmbar.


In diesem Zusammenhang interessant:

Zwischennutzung des ehemaligen Karstadtgebäudes

24.11.2025 | Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses – gemeinsam mit dem Kulturausschuss zum Thema

PROTOKOLL lesen

Wie geht es mit dem Ex-Karstadt-Gebäude in Harburg weiter?

NDR | 28.08.2025

„Seit 2023 gehören die 30.000 Quadratmeter Fläche inmitten der Harburger Innenstadt der Stadt Hamburg. Nun sollte es bis 2032 mit einer Zwischennutzung belebt werden. Doch die Pläne sind vorerst gescheitert.

Abgesehen von Museumsflächen im Erdgeschoss und einem temporären Flohmarkt ist seit dem Kauf nicht viel Sichtbares passiert. Nun ist auch die Hamburger Kreativ Gesellschaft abgesprungen, die dort im Auftrag der Stadt eine künstlerische Zwischennutzung voranbringen sollte. Seit November 2024 hatte sie dafür Vorschläge und Ideen gesammelt.

Der Grund für den Rückzug: Auch nach Monaten habe sie kein offizielles Mandat von den Verantwortlichen erhalten. Warum sei unklar.“

VIDEO | Isabelle Wildberger für das Hamburg Journal




Der Name „Planet Harburg“ erinnert an die Kultur-Website „netplanet Harburg“ 🙂 (den Vorläufer dieser Website), lehnt sich aber an das Jupiter Kreativkaufhaus am Hamburger Hauptbahnhof an. Das ehemalige Karstadt-Sport-Gebäude wurde zum Kreativplaneten „Jupiter“ umfunktioniert. Kreative Köpfe bespielten das Haus mit Kunst, Musik, Design und Aktionen auf sechs Etagen. Der Eintritt war frei. Das Jupiter war Deutschlands größte innerstädtische Zwischennutzungsfläche für Kreative. Möglich gemacht wurde das Projekt über das Programm Frei_Fläche und den Fonds für kreative Zwischennutzung, den der Senat 2021 beschlossen und mit mehreren Millionen Euro ausgestattet hat.

Kultur-Website "netplanet Harburg" | Screenshot aus dem Jahr 2013