Stadtmuseum Harburg

Stadthistorische Keimzelle: Harburger Schloss um 1850
Hier soll im historischen Keller eine Außenstelle 
des Stadtmuseums Harburg ( vormals Helms-Museum ) entstehen.
Foto: Stadtmuseum Harburg

Ende 2018 wurde der ursprüngliche Name der stadtgeschichtlichen Sammlung von „Helms-Museum“ in das „Stadtmuseum Harburg“ geändert.





SONDERAUSSTELLUNGEN

des Stadtmuseums Harburg und des Archäologischen Museums finden im Haupthaus, Museumsplatz 2 statt. Dort befinden sich zudem der Saal des Harburger Theaters und ein Restaurant.

AKTUELL

ERÖFFNUNG DES AUSSTELLUNGBETRIEBES

Wieder offen! Hamburger Museen und Ausstellungshäuser nehmen am DO., 7. Mai 2020 Publikumsbetrieb auf

Die Häuser können ab diesem Zeitpunkt wieder unter besonderen Vorkehrungen zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen innerhalb der üblichen Öffnungszeiten zu den normalen Eintrittspreisen besucht werden. Veranstaltungen und Führungen werden jedoch bis auf Weiteres nicht stattfinden.


VIDEO | SAT1

 

hot stuff – Archäologie des Alltags

Ausstellung vom 7. Mai bis zum 16. August 2020

Erinnert werden soll an die Zeit, in der der Walkman, der Ghettoblaster oder der iPod stilprägend für eine ganze Generation waren! Insbesondere technische Geräte waren Ausdruck des Lifestyles und der Abgrenzung zur älteren Generation. Heute sind diese Dinge aus dem Alltag verschwunden, der immer schneller voranschreitende technologische Fortschritt lässt diese Objekte wie Relikte aus der Steinzeit anmuten.

Stadt – Land – Foto | Harburger Geschichten

Schnappschuss aus 1950er Jahren
von Gerhard Beier, Fotograf der damaligen Lokalzeitung „Harburger Anzeigen und Nachrichten“

Das Fotoarchiv von Gerhard Beier (1927–2010)

Die 50er-Jahre

Auftakt zu einer Reihe von fotografischen Ausstellungen, die jeweils eine Auswahl des Nachlasses Gerhard Beier präsentieren.

Mit der Wiederöffnung des Museums startet auch eine weitere neue Sonderausstellung: Das Stadtmuseum Harburg zeigt eine Ausstellung in der neuen Reihe „Stadt. Land. Foto“. Unter dem Titel „Harburger Geschichten: Die 50er-Jahre“ sind mehr als 50 Schwarz-Weiß-Fotografien aus den reichhaltigen Sammlungsbeständen des Museum zu sehen, die einen lokaljournalistischen Blick auf die Dekade in Hamburgs Süden ermöglichen.

Wie wohnte und arbeitete man damals in Harburg? Wie sah ein Einkaufsbummel aus? Wie gestalteten die Harburger ihre Freizeit? Gerhard Beier – Fotograf der Harburger Anzeigen und Nachrichten – hielt seinerzeit diese Momente mit der Kamera in Zehntausenden Aufnahmen fest. Seien es Straßenszenen, Bilder vom Vogelschießen auf dem Schwarzenberg oder Sportwettkämpfe aus dem Nachkriegs-Harburg – die Aufnahmen bilden ein interessantes alltags- und zeitgeschichtliches Fotoarchiv.

Kommentar: „Es wäre besser, das Archiv über das Internet für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das erwarten wir von einer stadtgeschichtlichen Sammlung, die schon seit Jahren die Kosten für ernstzunehmende eigenständige Ausstellungen einspart. Bis dahin empfehlen wir das Fotobuch HARBURG von 1970 bis heute | Wolfgang Becker und Gerhard Szczepaniak und RAINER JOGSCHIES – 21 Hamburg 90


VORSCHAU

Gladiatoren – Helden des Kolosseums

Ausstellung ab ca. September 2020

Die neue Sonderausstellung im Archäologischen Museum gibt einen Blick in die Welt römischer Kampfarenen und ihrer Helden. Wie und wann entwickelte sich die Gruppe der Gladiatoren? Wer konnte Gladiator werden und wie lebten sie? Diese und viele weiter Fragen beantwortet die beeindruckende Schau mit originalen römischen Fundstücken und wissenschaftlich fundierten Rekonstruktionen.

Ursprünglich konzipiert wurde die Ausstellung in Italien, unter dem Titel „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ tourte sie bereits einige Jahre durch Europa und war etwa im niederländischen Nijmegen zu sehen. In verkleinerter Form kommt sie nun – nach einer Station im Neanderthal-Museum – nach Hamburg.


Ein kulturpolitischer Rückblick

Auf dem Hamburger Kulturgipfel im Oktober 2010 wurde der Erhalt des Altonaer Museums und die Verschiebung weiterer Sparauflagen ausgehandelt. Die Stiftung Historische Museen musste allerdings bei allen zugehörigen Häusern ( auch Archäologisches Museum Hamburg & Helms-Museum ) im nächsten Jahr 500 000 Euro einsparen. In den darauffolgenden drei Jahren erhöhte sich die Summe um je eine Million Euro, bis 2014 dann 3,5 Millionen Euro erreicht wurden, die ursprünglich vorgesehene Auflage.

Da die Museumsstiftung keinen Cent weniger sparen musste und 3,5 Millionen, wie die Betroffenen vorrechneten, für alle Häuser nicht reichten, mussten „kreative Lösungen“ gefunden werden. Betroffen war dann das Harburger Helms-Museum/Stadtgeschichte.

Nach der vorläufigen Rettung des Altonaer Museums könnte nun das Helms-Museum fällig werden

Petra Schellen für die TAZ | Artikel lesen
[ Interview vom 28. 11. 2010 mit Rainer-Maria Weiss, Direktor des ( damaligen ) Helms-Museums. Zuvor Kustos am Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte ]

taz: Herr Weiss, seit dem Kulturgipfel steht nicht mehr das Altonaer Museum auf der Abschussliste, sondern eventuell das Helms-Museum. Wie stehen Sie dazu?

Rainer-Maria Weiss: Auf einer potenziellen Liste standen alle Häuser der Stiftung Historische Museen. Die Frage ist, an welcher Stelle man steht. Bisher wurde nur über Platz eins gesprochen, und da stand offenbar das Altonaer Museum. Von Kürzungs- oder gar Schließungsplänen für das Helms-Museum weiß ich allerdings nichts.

Wir sind das Hamburger Museum für Archäologie mit bedeutenden Beständen aus ganz Norddeutschland.

taz: Und damit kein lokal verankertes Museum, das bei Schließungsplänen eine Lobby hätte.

Rainer-Maria Weiss: Doch, die hat es. Wenn Sie in der Bezirksversammlung Harburg, an der TU, beim Wirtschaftsverein oder anderen auch nur andeuteten, dass das Helms-Museum schließen könnte, bräche ein Proteststurm los. Denn für die Harburger ist das “ihr” Museum, das hat auch mit ihrem Selbstverständnis gegenüber Hamburg zu tun. Wer diesem Haus Böses will, der lernt den Süden kennen.

Die Harburger Stadtgeschichte konnte Herr Weiss damit wohl nicht gemeint haben. Der Stand in 2019 scheint zu sein, das das Stadtmuseum Harburg eine Institution mit eingelagertem Sammlungsbestand und ohne Dauerausstellungsräumlichkeiten ist. Die Feuerwache wurde geschlossen und die stadtgeschichtliche Sparte damit eingespart. Einen Proteststurm hat es nicht gegeben. Damit hat man den zahnlosen kulturellen Süden wahrlich kennengelernt.

Vermutlich waren die geringen Besucherzahlen der regionalen Zielgruppe verantwortlich für diese Entscheidung, transparent wird diese Entwicklung von den Verantwortlichen des Archäologischen Museums Hamburg leider nicht kommuniziert.


Ein Plan für die stadtgeschichtliche Zukunft

Re-Vitalisierung des historischen Kellers im Restgebäude „HARBURGER SCHLOSS“

Mehr Infos

Innerhalb des regional abgefeierten Projektes der Neuerschließung der “SCHLOSSinsel” spielte das Schloss selbst bislang keine, seiner historischen Bedeutung entsprechende, Rolle. Das soll sich jetzt ändern.

In der Mitte der Schlossinsel befindet sich das im 19. Jahrhundert zum Wohngebäude degenerierte Restgebäude Harburger Schloss. Hier soll im historischen Keller eine Außenstelle des Stadtmuseums Harburg (Helms-Museums) entstehen. Seit Herbst 2017 soll in den historischen Räumlichkeiten die Geschichte Harburgs bis zur Industrialisierung präsentiert werden. Bislang konnte auch dieser Plan nicht realisiert werden.

Drei Räume mit insgesamt 120 Quadratmetern ! Fläche stehen im Keller zur Verfügung, darunter das letzte noch vorhandene gotische Gewölbe, das als ältester erhaltener Raum Hamburgs gilt.

Mit einer Re-Vitalisierung des historischen Kellers würde das quasi „tote“ Helms-Museum ( Stadtmuseum Harburger Stadtgeschichte ) zumindest zu einem kleinen Teil wieder lebendig.



Stadthistorische Keimzelle: Harburger Schloss
Historischer Keller | Foto: Stadtmuseum Harburg

Dauerausstellung [ in Planung ]

HARBURGER STADTGESCHICHTE

Auch wenn es noch nicht ganz so weit ist, möchte das Stadtmuseum Harburg Sie schon jetzt zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung zur frühen Harburger Stadtgeschichte einladen, die im Gewölbekeller des Harburger Schlosses zu sehen sein wird. Der Eröffnungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben!

Das seit 2016 angekündigte Projekt ist bislang unvollendet.

Anhand von Modellen, historischen Ansichten, Stadtplänen und einer Vielzahl anderer historischer Objekte will die neue Ausstellung künftig die Anfänge der bis 1937 selbständigen Stadt Harburg zeigen.

Harburg soll, auf „ambitionierten“ 120 Quadratmeternin seinen unterschiedlichen historischen Facetten: Als Residenzstadt, als Garnisonsstadt, als Stadt auf dem Weg zur Moderne und als Arbeiterstadt dargestellt werden.


geplant
Dependance
HARBURGER „SCHLOSS“

An der Horeburg 8a
21079 Hamburg-Harburg ( Binnenhafen )


Ausstellungsraum
STADTMUSEUM HARBURG
Archäologisches Musem Hamburg

Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

Eintritt / Sonderausstellungen:
6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahre frei

Öffnungszeiten:
DIE 10 – 17 Uhr
MI 10 – 17 Uhr
DO 10 – 17 Uhr
FR 10 – 17 Uhr
SA 10 – 17 Uhr
SO 10 – 17 Uhr

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