Stadtmuseum Harburg

Stadthistorische Keimzelle: Harburger Schloss um 1850
Hier soll im historischen Keller eine Außenstelle 
des Stadtmuseums Harburg ( vormals Helms-Museum ) entstehen.
Foto: Stadtmuseum Harburg

Ende 2018 wurde der ursprüngliche Name der stadtgeschichtlichen Sammlung von „Helms-Museum“ in das „Stadtmuseum Harburg“ geändert.





SONDERAUSSTELLUNGEN

des Stadtmuseums Harburg und des Archäologischen Museums finden im Haupthaus, Museumsplatz 2 statt. Dort befinden sich zudem der Saal des Harburger Theaters und ein Restaurant.

AKTUELL

Einstellung des Ausstellungsbetriebs

Aufgrund der Corona-Epidemie sind in Hamburg alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen, unabhängig von der Teilnehmerzahl, vorerst bis zum 30. April 2020 untersagt. Bitte wenden Sie sich im konkreten Fall an den Veranstalter des Events.

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Der Publikumsverkehr für Kneipen, Clubs, Spielhallen, Spielbanken, Messen, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen wird eingeschränkt oder verboten. Dasselbe gilt für Kinos, Theater, Konzerthäuser, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen.


VIDEO | SAT1

 

hot stuff – Archäologie des Alltags

Sollte der Ausstellungsbetrieb ab Sommer wieder erlaubt werden, ist diese Ausstellung dann bis zum 16. August 2020 zu sehen.

Erinnert werden soll an die Zeit, in der der Walkman, der Ghettoblaster oder der iPod stilprägend für eine ganze Generation waren! Insbesondere technische Geräte waren Ausdruck des Lifestyles und der Abgrenzung zur älteren Generation. Heute sind diese Dinge aus dem Alltag verschwunden, der immer schneller voranschreitende technologische Fortschritt lässt diese Objekte wie Relikte aus der Steinzeit anmuten.

VORSCHAU

Gladiatoren – Helden des Kolosseums

Fällt aus / oder wird verschoben.

Die neue Sonderausstellung im Archäologischen Museum gibt einen Blick in die Welt römischer Kampfarenen und ihrer Helden. Wie und wann entwickelte sich die Gruppe der Gladiatoren? Wer konnte Gladiator werden und wie lebten sie? Diese und viele weiter Fragen beantwortet die beeindruckende Schau mit originalen römischen Fundstücken und wissenschaftlich fundierten Rekonstruktionen.

Ursprünglich konzipiert wurde die Ausstellung in Italien, unter dem Titel „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ tourte sie bereits einige Jahre durch Europa und war etwa im niederländischen Nijmegen zu sehen. In verkleinerter Form kommt sie nun – nach einer Station im Neanderthal-Museum – nach Hamburg.


Ein kulturpolitischer Rückblick

Auf dem Hamburger Kulturgipfel im Oktober 2010 wurde der Erhalt des Altonaer Museums und die Verschiebung weiterer Sparauflagen ausgehandelt. Die Stiftung Historische Museen musste allerdings bei allen zugehörigen Häusern ( auch Archäologisches Museum Hamburg & Helms-Museum ) im nächsten Jahr 500 000 Euro einsparen. In den darauffolgenden drei Jahren erhöhte sich die Summe um je eine Million Euro, bis 2014 dann 3,5 Millionen Euro erreicht wurden, die ursprünglich vorgesehene Auflage.

Da die Museumsstiftung keinen Cent weniger sparen musste und 3,5 Millionen, wie die Betroffenen vorrechneten, für alle Häuser nicht reichten, mussten „kreative Lösungen“ gefunden werden. Betroffen war dann das Harburger Helms-Museum/Stadtgeschichte.

Nach der vorläufigen Rettung des Altonaer Museums könnte nun das Helms-Museum fällig werden

Petra Schellen für die TAZ | Artikel lesen
[ Interview vom 28. 11. 2010 mit Rainer-Maria Weiss, Direktor des ( damaligen ) Helms-Museums. Zuvor Kustos am Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte ]

taz: Herr Weiss, seit dem Kulturgipfel steht nicht mehr das Altonaer Museum auf der Abschussliste, sondern eventuell das Helms-Museum. Wie stehen Sie dazu?

Rainer-Maria Weiss: Auf einer potenziellen Liste standen alle Häuser der Stiftung Historische Museen. Die Frage ist, an welcher Stelle man steht. Bisher wurde nur über Platz eins gesprochen, und da stand offenbar das Altonaer Museum. Von Kürzungs- oder gar Schließungsplänen für das Helms-Museum weiß ich allerdings nichts.

Wir sind das Hamburger Museum für Archäologie mit bedeutenden Beständen aus ganz Norddeutschland.

taz: Und damit kein lokal verankertes Museum, das bei Schließungsplänen eine Lobby hätte.

Rainer-Maria Weiss: Doch, die hat es. Wenn Sie in der Bezirksversammlung Harburg, an der TU, beim Wirtschaftsverein oder anderen auch nur andeuteten, dass das Helms-Museum schließen könnte, bräche ein Proteststurm los. Denn für die Harburger ist das “ihr” Museum, das hat auch mit ihrem Selbstverständnis gegenüber Hamburg zu tun. Wer diesem Haus Böses will, der lernt den Süden kennen.

Die Harburger Stadtgeschichte konnte Herr Weiss damit wohl nicht gemeint haben. Der Stand in 2019 scheint zu sein, das das Stadtmuseum Harburg eine Institution mit eingelagertem Sammlungsbestand und ohne Dauerausstellungsräumlichkeiten ist. Die Feuerwache wurde geschlossen und die stadtgeschichtliche Sparte damit eingespart. Einen Proteststurm hat es nicht gegeben. Damit hat man den zahnlosen kulturellen Süden wahrlich kennengelernt.

Vermutlich waren die geringen Besucherzahlen der regionalen Zielgruppe verantwortlich für diese Entscheidung, transparent wird diese Entwicklung von den Verantwortlichen des Archäologischen Museums Hamburg leider nicht kommuniziert.


Ein Plan für die stadtgeschichtliche Zukunft

Re-Vitalisierung des historischen Kellers im Restgebäude „HARBURGER SCHLOSS“

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Innerhalb des regional abgefeierten Projektes der Neuerschließung der “SCHLOSSinsel” spielte das Schloss selbst bislang keine, seiner historischen Bedeutung entsprechende, Rolle. Das soll sich jetzt ändern.

In der Mitte der Schlossinsel befindet sich das im 19. Jahrhundert zum Wohngebäude degenerierte Restgebäude Harburger Schloss. Hier soll im historischen Keller eine Außenstelle des Stadtmuseums Harburg (Helms-Museums) entstehen. Seit Herbst 2017 soll in den historischen Räumlichkeiten die Geschichte Harburgs bis zur Industrialisierung präsentiert werden. Bislang konnte auch dieser Plan nicht realisiert werden.

Drei Räume mit insgesamt 120 Quadratmetern ! Fläche stehen im Keller zur Verfügung, darunter das letzte noch vorhandene gotische Gewölbe, das als ältester erhaltener Raum Hamburgs gilt.

Mit einer Re-Vitalisierung des historischen Kellers würde das quasi „tote“ Helms-Museum ( Stadtmuseum Harburger Stadtgeschichte ) zumindest zu einem kleinen Teil wieder lebendig.



Stadthistorische Keimzelle: Harburger Schloss
Historischer Keller | Foto: Stadtmuseum Harburg

Dauerausstellung [ in Planung ]

HARBURGER STADTGESCHICHTE

Auch wenn es noch nicht ganz so weit ist, möchte das Stadtmuseum Harburg Sie schon jetzt zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung zur frühen Harburger Stadtgeschichte einladen, die im Gewölbekeller des Harburger Schlosses zu sehen sein wird. Der Eröffnungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben!

Das seit 2016 angekündigte Projekt ist bislang unvollendet.

Anhand von Modellen, historischen Ansichten, Stadtplänen und einer Vielzahl anderer historischer Objekte will die neue Ausstellung künftig die Anfänge der bis 1937 selbständigen Stadt Harburg zeigen.

Harburg soll, auf „ambitionierten“ 120 Quadratmeternin seinen unterschiedlichen historischen Facetten: Als Residenzstadt, als Garnisonsstadt, als Stadt auf dem Weg zur Moderne und als Arbeiterstadt dargestellt werden.


geplant
Dependance
HARBURGER „SCHLOSS“

An der Horeburg 8a
21079 Hamburg-Harburg ( Binnenhafen )


Ausstellungsraum
STADTMUSEUM HARBURG
Archäologisches Musem Hamburg

Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

Eintritt / Sonderausstellungen:
6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahre frei

Öffnungszeiten:
DIE 10 – 17 Uhr
MI 10 – 17 Uhr
DO 10 – 17 Uhr
FR 10 – 17 Uhr
SA 10 – 17 Uhr
SO 10 – 17 Uhr

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