Stadtmuseum Harburg

Helms-Museum vor dem Umbau | Foto: Stadtmuseum Harburg

Ende 2018 wurde der ursprüngliche Name der stadtgeschichtlichen Sammlung von „Helms-Museum“ in das „Stadtmuseum Harburg“ geändert.


SONDERAUSSTELLUNGEN

des Stadtmuseums Harburg und des Archäologischen Museums finden im Haupthaus, Museumsplatz 2 statt. Dort befinden sich zudem der Saal des Harburger Theaters und ein Restaurant.


Orte jüdischen Lebens in Harburg

Ausstellung 22. Juli 2021 bis 13. Februar 2022

Das Stadtmuseum Harburg zeigt die neue Sonderausstellung „Orte jüdischen Lebens in Harburg“. Die Ausstellung „Orte jüdischen Lebens in Harburg“ ist Teil des bundesweiten Themenjahres „2021 – Jüdisches Leben in Deutschland“ und bietet eine gute Gelegenheit, das jüdische Leben in Harburg besser kennenzulernen. Sie macht sich auf die Suche nach Orten, Personen und Ereignissen aus der über 300 Jahre langen jüdischen Geschichte Harburgs und stellt das bewegende Schicksal der jüdischen Gemeinde und einzelner Gemeindemitglieder vor.

Die kleine jüdische Gemeinde in Harburg zählte im frühen 20. Jahrhundert noch 335 Mitglieder, bis sie 1938 nach dem Novemberprogrom der Nationalsozialisten ganz verschwand und heute fast in Vergessenheit geraten ist. Doch etliche Orte in Harburg erinnern an sie, wie zum Beispiel der Ende des 17. Jahrhunderts gegründet Jüdische Friedhof. Der religiöse Mittelpunkt der Gemeinde lag seit 1863 mit der Synagoge in der Eißendorfer Straße. An den ehemaligen Standort der Harburger Synagoge erinnert heute noch ein Nachbau des Eingangsportals. In der Ausstellung werden erstmals Fragmente der Harburger Thora, die in der Progromnacht beschädigt wurde und zunächst verschwand, präsentiert.

Die Ausstellung „Orte Jüdischen Lebens in Harburg“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtmuseums Harburg, der Geschichtswerkstatt Harburg und der Initiative Gedenken in Harburg.

Informationen:

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahre frei
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00 – 17.00 Uhr
Ort: Stadtmuseum Harburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

Führungen durch die Ausstellung im Rahmen der Harburger Gedenktage 2021

Termine: vom 1. bis 27. November 2021, jeweils freitags, 14 – 15 Uhr
Kosten: 3 Euro
Anmeldung erforderlich: [email protected]

Es gelten die 2G-Corona-Regeln.


Abb.: Synagoge Harburg an der Elbe, etwa 1900
Autor unbekannt, Public domain, via Wikimedia Commons

Mahnmal ehemalige Synagoge Harburg

„Im Jahr 1690 richtete die jüdische Gemeinde in Harburg/Wilhelmsburg einen Friedhof ein, im Jahr 1862 eine Synagoge. Mit Beginn des NS-Regimes änderten sich die Lebensverhältnisse der Harburger Jüdinnen und Juden schlagartig. Aufgrund von Repressalien emigrierten viele von ihnen, so dass ab 1936 aufgrund der geringen Zahl von Gemeindemitgliedern keine Gottesdienste mehr in der Harburger Synagoge gefeiert wurden.

Beim Pogrom vom 9. November 1938 zunächst noch verschont, wurden eine Nacht später Inneneinrichtung und Eingangstüren der Synagoge durch SA-Angehörige zerstört. Das Gebäude wurde 1941 abgerissen, das Gelände an eine Autowerkstatt verkauft.

Nach dem Krieg entstanden auf dem Gelände Wohnhäuser. In Erinnerung an die Synagoge befindet sich seit 1988 an der Außenfassade eines der neuen Wohnblöcke das rekonstruierte Portal der Synagoge. Auf zwei Gedenktafeln wird die Geschichte der Synagoge erläutert.“

via https://gedenkstaetten-in-hamburg.de

Denk-/Mahnmahl – Harburger Synagoge:

Foto: Jens Ullheimer

(Eißendorfer Str. 19)
Portal, Gelber Klinker,
1988 Errichtung und Einweihung des Mahnmals. Eisengitter in Türform –
gestaltet von H.A. Schulz.

Die Synagoge Harburg an der Elbe wurde 1863 in der Eißendorfer Str. 15 eingeweiht und vom Harburger Bauunternehmener J. Fricke geplant und ausgeführt. Am 10.11.1938 verwüstet und später durch Bomben stark beschädigt, dann abgerissen.


BURGEN in Hamburg.

Eine Spurensuche

Ausstellung: 25. November 21 bis 17. April 2022

Mit dieser Ausstellung schlägt das Museum ein interessantes Kapitel der frühen Stadtgeschichte auf und nimmt nach neuestem Forschungsstand die mittelalterlichen Befestigungsanlagen in Hamburg in den Blickpunkt. Die historischen Überlieferungen werden mit den brandaktuellen Ausgrabungsergebnissen an der Neuen Burg verknüpft und die neuesten Forschungen zu Hamburgs „dunklen Jahrhunderten“ präsentiert.

Archäologisches Museum Hamburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg-Harburg
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder- und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 10 – 17 Uhr

Es gelten die 2G-Corona-Regeln.

Auch in Hamburg gab es Burgen, diese sind aber nicht mehr sichtbar, sondern können nur noch archäologisch erforscht werden. Die bislang „dunklen Jahrhunderte“ der Hamburger Stadtgeschichte hat das Archäologische Museum Hamburg in den letzten Jahren einer Neubewertung unterzogen. Auslöser waren die sensationellen Grabungsergebnisse der letzten Jahre an der Neuen Burg. Sie war im 11. Jahrhundert die größte Burganlage Norddeutschlands und wurde im Auftrag des Billungerherzogs Bernhard II. ab 1021 errichtet – also vor genau 1000 Jahren. Als Nachfolgebau der Hammaburg kam ihr eine Schlüsselrolle bei der Sicherung der Handelsstadt zu.

In der neuen Ausstellung erwecken jetzt Rekonstruktionen und detailreiche Illustrationen das frühe Hamburg wieder zum Leben und zeigen die Burgen der Elbmetropole, wie man sie noch nie gesehen hat. Die Schau will eine ebenso informative wie unterhaltsame Begegnungen mit den Lebenswelten der früheren Bewohner bieten und präsentiert erstmals zahlreiche Originalfunde der archäologischen Ausgrabungen.

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VIDEO | Sensationsfund in Hamburg: Hammaburg stand auf dem Domplatz

Der stellvertretende Abendblatt-Lokalchef Sven Kummereincke erklärt, was es mit der Burg, die fast schon als Mythos galt, auf sich hat.

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Führung „Burgen vor Ort – Eine Spurensuche in Hamburg“

Auf der Tour zur legendären „HAMMABURG“ und zur „Neuen Burg“ erfahren die Teilnehmer zu welchen neuen Erkenntnissen die Archäologen gelangt sind.

Termine: 28.11., 11 – 12.30 Uhr
Treffpunkt: Bei der Petrikirche 3a, 20095 Hamburg (Kita)
Kosten: 3 Euro
Anmeldung: 040 42871 2497

Es gelten die 2G-Corona-Regeln.

Wo heute moderne Bauten aus Beton und Stahl aus dem Boden wachsen, befanden sich vor 1000 Jahren mächtige Bauwerke aus Holz und Erde: Hamburgs frühe Burgen. Archäologen legten die unter Straßen, Häusern und Plätzen verborgenen Spuren der einst so mächtigen Bollwerke frei.


BUCH | Verborgene Schätze in den Sammlungen.
100 Jahre Helms-Museum

(Hamburger Museum für Archäologie und die Geschichte Harburgs; Nr. 79)
Ralf Busch und Rüdiger Articus

Hardcover, Leinen
Bildband mit Schutzumschlag
28 cm x 22 cm
221 Seiten
Zahlr. meist farb. Abb.
Verlag: Wachholtz (1998)
Sprache: Deutsch


Kulturpolitik des geringsten Widerstands

Ein Rückblick

Auf dem Hamburger Kulturgipfel im Oktober 2010 wurde der Erhalt des Altonaer Museums und die Verschiebung weiterer Sparauflagen ausgehandelt. Die Stiftung Historische Museen musste allerdings bei allen zugehörigen Häusern ( auch Archäologisches Museum Hamburg & Helms-Museum ) im nächsten Jahr 500 000 Euro einsparen. In den darauffolgenden drei Jahren erhöhte sich die Summe um je eine Million Euro, bis 2014 dann 3,5 Millionen Euro erreicht wurden, die ursprünglich vorgesehene Auflage.

Da die Museumsstiftung keinen Cent weniger sparen musste und 3,5 Millionen, wie die Betroffenen vorrechneten, für alle Häuser nicht reichten, mussten „kreative Lösungen“ gefunden werden. Betroffen war dann das Harburger Helms-Museum/Stadtgeschichte.

Nach der vorläufigen Rettung des Altonaer Museums könnte nun das Helms-Museum fällig werden

Petra Schellen für die TAZ | Artikel lesen
[ Interview vom 28. 11. 2010 mit Rainer-Maria Weiss, Direktor des ( damaligen ) Helms-Museums. Zuvor Kustos am Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte ]

taz: Herr Weiss, seit dem Kulturgipfel steht nicht mehr das Altonaer Museum auf der Abschussliste, sondern eventuell das Helms-Museum. Wie stehen Sie dazu?

Rainer-Maria Weiss: Auf einer potenziellen Liste standen alle Häuser der Stiftung Historische Museen. Die Frage ist, an welcher Stelle man steht. Bisher wurde nur über Platz eins gesprochen, und da stand offenbar das Altonaer Museum. Von Kürzungs- oder gar Schließungsplänen für das Helms-Museum weiß ich allerdings nichts.

Wir sind das Hamburger Museum für Archäologie mit bedeutenden Beständen aus ganz Norddeutschland.

taz: Und damit kein lokal verankertes Museum, das bei Schließungsplänen eine Lobby hätte.

Rainer-Maria Weiss: Doch, die hat es. Wenn Sie in der Bezirksversammlung Harburg, an der TU, beim Wirtschaftsverein oder anderen auch nur andeuteten, dass das Helms-Museum schließen könnte, bräche ein Proteststurm los. Denn für die Harburger ist das “ihr” Museum, das hat auch mit ihrem Selbstverständnis gegenüber Hamburg zu tun. Wer diesem Haus Böses will, der lernt den Süden kennen.

Die Harburger Stadtgeschichte konnte Herr Weiss damit wohl nicht gemeint haben. Aktueller Stand: Das Stadtmuseum Harburg ist eine Institution mit eingelagertem Sammlungsbestand und ohne Dauerausstellungsräumlichkeiten. Die Feuerwache wurde geschlossen und die stadtgeschichtliche Sparte damit eingespart. Einen Proteststurm hat es nicht gegeben. Von den regionalen Medien wurde das Thema interessanterweise nicht aufgegriffen.

Vermutlich waren die geringen Besucherzahlen der regionalen Zielgruppe und der erwartete geringe Widerstand der Harburger Bevölkerung verantwortlich für diese Entscheidung, transparent wird diese Entwicklung von den Verantwortlichen des Archäologischen Museums Hamburg leider nicht kommuniziert.


Stadthistorische Keimzelle: Harburger Schloss um 1850
Hier soll im historischen Keller eine Außenstelle 
des Stadtmuseums Harburg ( vormals Helms-Museum ) entstehen.
Foto: Stadtmuseum Harburg

Ein Plan für die stadtgeschichtliche Zukunft

Re-Vitalisierung des historischen Kellers im Restgebäude „HARBURGER SCHLOSS“

Mehr Infos

Innerhalb des regional abgefeierten Projektes der Neuerschließung der “SCHLOSSinsel” spielte das Schloss selbst bislang keine, seiner historischen Bedeutung entsprechende, Rolle. Das soll sich jetzt ändern.

In der Mitte der Schlossinsel befindet sich das im 19. Jahrhundert zum Wohngebäude degenerierte Restgebäude Harburger Schloss. Hier soll im historischen Keller eine Außenstelle des Stadtmuseums Harburg (Helms-Museums) entstehen. Seit Herbst 2017 soll in den historischen Räumlichkeiten die Geschichte Harburgs bis zur Industrialisierung präsentiert werden. Bislang konnte auch dieser Plan nicht realisiert werden.

Drei Räume mit insgesamt 120 Quadratmetern ! Fläche stehen im Keller zur Verfügung, darunter das letzte noch vorhandene gotische Gewölbe, das als ältester erhaltener Raum Hamburgs gilt.

Mit einer Re-Vitalisierung des historischen Kellers würde das quasi „tote“ Helms-Museum ( Stadtmuseum Harburger Stadtgeschichte ) zumindest zu einem kleinen Teil wieder lebendig.

Stadthistorische Keimzelle: Harburger Schloss
Historischer Keller | Foto: Stadtmuseum Harburg

Dauerausstellung [ in Planung ]

HARBURGER STADTGESCHICHTE

Auch wenn es noch nicht ganz so weit ist, möchte das Stadtmuseum Harburg Sie schon jetzt zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung zur frühen Harburger Stadtgeschichte einladen, die im Gewölbekeller des Harburger Schlosses zu sehen sein wird. Der Eröffnungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben!

Das seit 2016 angekündigte Projekt ist bislang unvollendet.

Anhand von Modellen, historischen Ansichten, Stadtplänen und einer Vielzahl anderer historischer Objekte will die neue Ausstellung künftig die Anfänge der bis 1937 selbständigen Stadt Harburg zeigen.

Harburg soll, auf „ambitionierten“ 120 Quadratmetern, in seinen unterschiedlichen historischen Facetten: Als Residenzstadt, als Garnisonsstadt, als Stadt auf dem Weg zur Moderne und als Arbeiterstadt dargestellt werden.


geplant
Dependance
HARBURGER „SCHLOSS“

An der Horeburg 8a
21079 Hamburg-Harburg ( Binnenhafen )


Ausstellungsraum
STADTMUSEUM HARBURG
Archäologisches Museum Hamburg

Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

Eintritt / Sonderausstellungen:
6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder- und Jugendliche unter 18 Jahren frei

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag, 10 – 17 Uhr

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