Harburger Theater 2018 / 2019

Die Spielzeit des Harburger Theaters auf einer Übersichtsseite. Die technisch moderne Privatbühne der Hansestadt bietet auch ein einladendes Foyer mit integrierter Helms-Lounge, in der Besucher vor und nach der Vorstellung in gemütlichem Ambiente Speisen und Getränke genießen können.

Der Spielplan der Saison 2019

Im Januar schlüpfen Caroline Kiesewetter und Tim Grobe in der rasanten Komödie Tour de Farce in insgesamt zehn Rollen und durchleben in einem Hotelzimmer alle Höhen und Tiefen des Lebens.

Einen Monat später kommt Aldous Huxleys Weltbestseller auf die Bühne. In Schöne neue Welt gibt es Wohlstand, Glück und Frieden. Der Preis dafür ist der völlige Verlust der Individualität. Kann dieses Konzept aufgehen? Auch 85 Jahre nach seinem Erscheinen sind die Themen dieses Romans überraschend und erschreckend aktuell.

Eine irre Flucht durch Schweden gibt es ab Ende Februar in Die Analphabetin, die rechnen konnte von Jonas Jonasson zu sehen : Mit viel Tempo und Humor wird die Geschichte der Südafrikanerin Nombeko erzählt, die eben sehr gut rechnen kann und daher zur unfreiwilligen Leiterin eines Atomwaffenstützpunktes wird. Als sie vor zwei Mossad Agenten fliehen muss, begegnet sie nicht nur ihrer großen Liebe, sondern auch dem schwedischen Ministerpräsidenten und dem König selbst…

Das Saisonende bildet das Ein-Personen-Stück Place of Birth – Bergen Belsen mit Peter Bause. Wer dachte, mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sei der Nazi-Spuk in Deutschland vorbei gewesen, der irrte. Nach wahren Begebenheiten entstand die Geschichte von dem Wanderführer Jakob Weintraub, der als Sohn jüdischer Eltern nach dem Krieg im Lager Bergen-Belsen geboren wurde und ergreifend von seinen konfrontierenden Erinnerungen und der Scheinheiligkeit seiner Mitbürger erzählt.


Spielzeit 2019


PROGRAMM

Tour de Farce | Foto: Anatol Kotte

Tour de Farce

Von Kingsley Day und Philip LaZebnik

Die Hamburger Kammerspiele zu Gast in Harburg

Programmheft ansehen

Regie: Axel Schneider
Bühne: Birgit Voß
Musik: Mathias Christian Kosel
Mit Tim Grobe und Caroline Kiesewetter

Termine / Tickets im VVK

Premiere am 10. Januar 2019
Vorstellungen bis zum 19. Januar 2019

Sechs Frauen-Figuren und vier Männer-Figuren, gespielt von zwei Schauspielern (Caroline Kiesewetter und Tim Grobe), durchleben in einem Hotelzimmer alle Höhen und Tiefen des Lebens. Der perfekte Mix für eine völlig verrückte Komödie.

Der Autor Herb und seine Gattin Rebecca checken im Hotelzimmer einer namenlosen amerikanischen Kleinstadt ein. Sie befinden sich auf Promotiontour für sein Buch Ehe währt für immer, nur dass über die 10jährige Arbeit an dem Bestseller, seine eigene Beziehung den Bach runter gegangen ist, darf die Öffentlichkeit natürlich nicht wissen. Seine Frau, die cholerische Rebecca, wahrt den schönen Schein lediglich aus Tantieme-Gründen. Das ahnt die sensationslüsterne Boulevardreporterin Pam Blair und postiert sich, zusammen mit ihrem schwedischen Kameramann im Wandschrank, um die Lebenslüge des Autors zu enthüllen. Als dann kurz darauf noch der korrupte Senator Grant Ryan, Rebeccas Jugendliebe, die Nachbarsuite bezieht, um sich mit seiner Geliebten zu treffen, scheint das Chaos perfekt…

Aber wir befinden uns erst am Anfang einer aberwitzigen Tour de Farce, die ihr Tempo zusehends steigert und die Verwicklungsspirale und rasanten Rollenwechsel in ungeahnte Höhen schraubt. Es ist ein amüsanter Ritt durch menschliche Abgründe und sicher ein Riesenspaß für die zwei grandiosen Darsteller und das Publikum.


Am Ende gab’s stehende Ovationen – vor allem für die Mammutleistung der beiden Darsteller. DIE WELT

Fazit: unbeschwerter aberwitziger Rollenspielulk, begleitet von Szenenapplaus und dem Gelächter des Publikums. HAMBURGER MORGENPOST


Rüdiger Hoffmann

ALLES MEGA – Gut ist nicht gut genug

Das neue Comedy Live Programm ab 2019!

Termin / Tickets im VVK

So 27.01. 19:00

Versprochen: ab jetzt ist alles mega. Auch bei Ihnen! Ob Partnerschaft, Power-Diät, Pärchenclub oder Pubertät: Rüdiger Hoffmann geht dahin, wo es weh tut. Und zwar vor Lachen. In seinem inzwischen 13. Programm „Alles Mega“ stellt sich der Godfather of Slow-Comedy den ganz großen Fragen der Menschheit: Wer sind wir? Muss das sein? Und: Was soll der Quatsch? Scheitern als Schicksal und Chance


Schöne neue Welt

nach dem Klassiker von Aldous Huxley

Das Altonaer Theater zu Gast in Harburg

Regie: Jean-Claude Berutti
Ausstattung: Birgit Voss
Choreographie: Rainer Wolke
Mit Sebastian Herrmann, Frank Jordan, Angelina Kamp, Thomas Klees, Johan Richter, Jacques Ullrich, Julia Weden, Verena Wolfien

Termine / Tickets im VVK

Premiere am 31. Januar 2019
Vorstellungen bis zum 09. Februar 2019

In SCHÖNE NEUE WELT gibt es Wohlstand, Glück und Frieden. Der Preis dafür ist der völlige Verlust der Individualität. Kann dieses Konzept aufgehen?

Kein Krieg mehr, keine Langeweile, keine materiellen Sorgen! Diese vermeintlich perfekte Welt baut und beschreibt uns Aldous Huxley schon 1932 in seinem Weltbestseller! Doch jedes Ideal hat auch seinen Preis. Keine individuelle Freiheit, ein „von Oben“ vorbestimmtes Leben, keine Mutterschaft, sondern Geburten aus der Retorte – das sind die Schattenseiten dieser perfekt funktionierenden „schönen Welt“. Die Menschen werden nach Arbeits-Kasten stigmatisiert und genetisch beeinflusst. Jemand wie Bernard Marx, der aus der Norm herausfällt, der sich nicht mit der Droge „Soma“, die einem jeden Kummer nimmt, befriedigen lässt, eckt da schnell an. Er verliebt sich in eine einzelne Frau, auch das eine Ausnahme, er verhilft John Savage, einem Menschen aus der „äußeren Zone“,  zu großer Popularität, indem jener den Bewohnern der neuen Welt wie in einem Zoo vorgeführt wird. John, der „Wilde“, hat seine Bildung durch die Lektüre von Shakespeare erfahren. Die Gedanken und Verse dieses großen Poeten, die John in vielen Momenten zitiert, prallen mit aller Kraft gegen die Mauern einer dauerbefriedigten Gesellschaft und verursachen ein Echo, das nicht ohne Konsequenzen bleibt.

Natürlich überhöht, gelingt Huxley damit die Interpretation einer Gesellschaft, in der wir uns auch 85 Jahre nach Erscheinen des Romans überraschend und erschreckend wiederfinden können.


Jörg Jará – Der Puppen-Psychologe

Auch Puppen haben Probleme

Termin / Tickets im VVK

Fr 15.02. 20:00

Herr Jensen fühlt sich zu wenig beachtet, Olga vermisst den Elektriker und Herr Niemand hat so viele kleine Wehwehchen, dass er vergessen hat, was ihm eigentlich fehlt. Gut, dass im Puppenkosmos auch andere zu Wort kommen: Psychologie-Professor Jensen gibt Tipps, Ex-Knacki Lutz-Maria punktet mit einer Entspannungsübung und Telefonseelsorgerin Hilde Sommer löst Konflikte im Publikum. Jörg Jará macht aus der Puppen eine Gruppen-Therapie, bei der sich die Zuschauer bestens amüsieren. Lachen ist eben die beste Medizin. Ein Abend voller witziger Dialoge und absurder Momente – Puppen-Comedy pur! Jörg Jará ist einer der gefragtesten deutschen Bauchredner und unter seinem bürgerlichen Namen Hans Jörg Pütz zugleich Transaktionsanalytiker für Beratung und Coaching.

Seit 1980 beschäftigt sich der 1959 in Flensburg geborene Künstler mit Puppenspiel und Bauchreden. Nach dem Abitur studierte Jörg Jará zunächst Volkswirtschaft und Psychologie an der Uni Kiel. Die Direktorin des legendären Hamburger Hansa-Theaters entdeckte den Künstler 1984 und engagierte ihn für 60 erfolgreiche Vorstellungen. Seine Auftritte auf den großen Varieté-Bühnen und beim NDR, MDR, WDR, SWR, in der ARD und dem ZDF haben Jörg Jará einem breiten Publikum bekannt gemacht. Seit über 25 Jahren ist er der gefragte Spezialist für themenbezogene Auftritte. Gekonnt überspitzt Jörg Jará menschliches Verhalten und zeigt, dass in jeder Alltagssituation etwas Absurdes stecken kann.


Die Analphabetin, die rechnen konnte

nach dem Roman von Jonas Jonasson

Das Altonaer Theater zu Gast in Harburg
Eine Koproduktion mit den Burgfestspielen Jagsthausen, UA 10.06.2017

Termine / Tickets im VVK

Premiere am 21. Februar 2019
Vorstellungen bis zum 02. März 2019

Nach „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ erzählt Bestsellerautor Jonas Jonasson nun die Geschichte der jungen Nombeko. Und dabei geht es um nichts Geringeres als noch einmal die Welt zu retten. Oder zumindest Schweden. Oder zumindest einen Teil von Schweden. Dazu braucht es eine emigrierte Schwarzafrikanerin, schwedische Zwillingsbrüder namens Holger (ja, beide heißen so) mit sehr unterschiedlichem Intelligenzquotienten und eine zornige Frau, die eigentlich auf alles zornig ist, was in Schweden nicht links von linksradikal ist. Ach ja, und natürlich eine Atombombe, die braucht es bei Jonasson auch wieder, aber sehen Sie selbst…

Mit viel Tempo und Humor wird die Geschichte der Südafrikanerin Nombeko erzählt, die eben sehr gut rechnen kann und daher nach vielen Irrwegen unfreiwillige Leiterin eines Atomwaffenstützpunktes wird. Mit einer Atombombe im Gepäck, die eigentlich nach Israel geschickt werden sollte, findet sich Nombeko in Schweden wieder. Sie trifft auf Holger, der ihr hilft die Bombe zu verstecken. Es gibt nur ein Problem, nämlich Holger, der Bruder von Holger – Der möchte mit der Bombe das Königtum in Schweden abschaffen.

Eine irre Flucht beginnt vor den Mossad Agenten A und B, zusammen mit Holger, Holger und dessen Freundin Celestine und am Ende gar mit dem Ministerpräsidenten Schwedens und dem König selbst. Dabei möchte Nombeko die ganze Zeit nur eines: die Bombe loswerden, ach ja: und eine Familie gründen. Ob ihr beides gelingt?


Peter Bause | Foto: Anatol Kotte

Place of Birth: Bergen-Belsen

Nach Motiven und Texten von Peter Schanz

Die Hamburger Kammerspiele zu Gast in Harburg

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Premiere am 04. April 2019
Vorstellungen bis 19. April 2019

Das Stück ist der dritte Teil dieser „ungeplanten Trilogie“: wieder mit Peter Bause, wieder in der Regie von Axel Schneider. Die beiden sind eine Zeitreise angetreten mit ganz unterschiedlichen Stücken, von sehr unterschiedlichen Autoren und auch unterschiedlichen inszenatorischen Handschriften.

Während Jugend ohne Gott noch vor dem Krieg eine Jugend mit schwindenden moralischen Ansprüchen zeigt, beschäftigt sich Die Judenbank mit dem fast schon absurden Vorgang, während des Krieges Jude werden zu wollen. In Place of Birth: Bergen-Belsen geht es um das Leben im Nachkriegsdeutschland.

Wer dachte mit dem Ende des Krieges sei der Nazi-Spuk in Deutschland vorbei gewesen, der irrte. Nach wahren Begebenheiten entstand die Geschichte von dem Wanderführer Jakob Weintraub. Dieser wurde als Sohn jüdischer Eltern nach dem Krieg im Lager Bergen-Belsen geboren. Obwohl er kein direktes Opfer des Nazi-Regimes war, wird er die Schatten der Vergangenheit nicht los. Seine Eltern hatten das KZ überlebt, mussten aber, wie viele andere Juden in Deutschland, nach der Befreiung am Ort des Schreckens als displaced persons leben, weil sie nicht sofort ausreisen durften. Bis zum heutigen Tag wird Weintraub mit seinen Erinnerungen konfrontiert und mit der Scheinheiligkeit seiner Mitbürger.