Architektur Sommer 2026 | Festival der Baukultur | Das Harburger Programm

Das Festival der Baukultur setzt auf Teilhabe. Aktionen im Stadtraum laden zum Mitmachen ein. Temporäre Installationen, Interventionen oder offene Formate bringen neues Leben ins Stadtbild. Bleiben Sie stehen und schauen Sie zu.


DAS PROGRAMM in HARBURG
(Hamburger Süden)

David Valerian Schmitt

Lichtinstallation
01.04. – 31.08.2026
10 – 22 Uhr
Kiosk7, Kalischerstraße 7 (Phönix-Viertel)
Eintritt frei

Zugänglichkeit: Rollstuhlgerechte Anfahrt und Benutzbarkeit

Eine ortsspezifische Lichtinstallation auf dem Herrmann-Krüger-Platz im Phönix-Viertel Harburg verwandelt im Quartier gesammelten Straßenabfall in solarbetriebene Lichtobjekte. Das Projekt thematisiert die gestalterische Aneignung öffentlichen Raums und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Die Installation entstand ortsspezifisch im Laufe einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Phönix-Viertel. Dabei sammelte der Künstler über einen längeren Zeitraum Abfall von den umliegenden Straßen, sortierte und reinigte die Fundstücke, um sie dann als Material in solarbetriebene Leuchten zu transformieren. Anschließend installierte er sie wieder am Herrmann-Krüger-Platz, einem zentralen Ort der Begegnung und des sozialen Lebens des Viertels.

Das Werk ermutigt zu Aneignung des öffentlichen Raumes im gemeinnützigen Sinne und spiegelt die lebendige Atmosphäre des Ortes und seine Funktion wieder. Gleichzeitig erzählen die Lichter von Nachhaltigkeit, Transformation und Schönheit, Hoffnung und von der Liebe zum Detail.


Hamburg von oben.
Mit Fotos von Günther Krüger

Veranstaltet von
Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg

BIS AUF WEITERES LEIDER GESCHLOSSEN

Ausstellung
07.05. – 30.08.2026
Öffnungszeiten: Mi & Do, Sa & So, 10-17 Uhr,
Planet Harburg, Herbert-und-Greta-Wehner-Platz,
eine Museumsdependance des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg
Eintritt frei

Zugänglichkeit: Rollstuhlgerechte Anfahrt und Benutzbarkeit

Von 1954 bis 1969 hielt Günther Krüger mit der Kamera die Entwicklung Hamburgs aus der Luft fest. Seine Fotos dokumentieren eine städtebauliche Zäsur: den Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und das Entstehen einer neuen Großstadtarchitektur in der Zeit des Wirtschaftswunders.

Der „Planet Harburg” ist ab dem 7. Mai 2026 eine Schatzkiste für alle, die sich für die Stadtentwicklung Hamburgs in den 1950er- und 1960er-Jahren interessieren. Gezeigt wird die Ausstellung „Hamburg von oben – Ein historischer Rundflug (1954–1969) mit Fotos von Günther Krüger“. Die Bilder des Fotografen, der damals mit dem Hubschrauber oder der Cessna in die Luft ging, um die Hansestadt und ihre Umgebung von oben zu dokumentieren, zeigen einen spannenden Flug über eine Stadt, in der aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs das heutige Stadtbild entstand.

Auf den Kriegsbrachen ließ der moderne Städtebau eine neue, ganz andere Stadt entstehen. Hochhäuser zum Arbeiten und Wohnen gehörten bald wie selbstverständlich zum Stadtbild. Auch die Anpassung der Großstadtarchitektur an neue Verkehrskonzepte wird sichtbar. Die Vogelperspektive erzeugt dabei eine besondere Faszination.

Wie im Zeitraffer entwickelte sich Hamburg unter dem Sucher von Günther Krügers Kamera zu der modernen Metropole, die wir heute kennen. Das macht neugierig, nachdenklich und ist Bild für Bild faszinierend. Es ist dem Hamburger Fotografen Jürgen Joost zu verdanken, dass dieser Schatz gehoben wurde. Gemeinsam mit ihm hat das Stadtmuseum Harburg nun diese Ausstellung zusammengestellt.


Walls Can Dance

Veranstaltet von
Urban Art Institute Hamburg e.V.

Rundgang, Exkursion
28.06.2026
15 Uhr / Treffpunkt: https://maps.app.goo.gl/n3v6r8FWwe2ZFtR9A
Herbert-Wehnert-Platz (vor Ex-Karstadt Gebäude in Harburg)
Eintritt frei / Spenden erwünscht

Anmelden: https://wallscandance.de/mural-walks/
Zugänglichkeit: Familienfreundlich

Gemeinsam mit den Initiator:innen von Walls Can Dance entdecken Sie zu Fuß eine Freiraumgalerie für Urban Art. Den Kunstwerken folgend, geht es von der Harburger Innenstadt in den Binnenhafen und Sie erfahren dabei Insights zu den einzelnen Kunstwerken und Künstler:innen.

Der Hamburger Stadtteil Harburg steht seit Jahren vor einer großen Herausforderung: Wie lässt sich die räumliche Trennung der zwei zentralen Stadtteile „Innenstadt“ und „Binnenhafen“ durch eine Bahn- und Autotrasse aufheben? Mit Walls Can Dance entstehen beidseitig der Trasse künstlerische Fassadengestaltungen und schaffen so symbolisch eine Verbindung. Während des Mural Walks geht es den Kunstwerken folgend, von der Harburger Innenstadt hinüber in den Binnenhafen. Die Macher:innen berichten dabei über Hintergründe und Wissenswertes zu den einzelnen Kunstwerken und den Künstler:innen.


Von der denkmalgeschützten Fabrikhalle zum Ausstellungshaus.
Roger Bundschuh
und die Sammlung Falckenberg

Veranstaltet von
Deichtorhallen Hamburg

Rundgang, Exkursion
20.06.2026
12 – 13.30 Uhr

Die Ausstellungen der Sammlung Falckenberg sind jeden Sonntag von 12-17 Uhr geöffnet. Sowie samstags und an Feiertagen im Rahmen von Führungen, für die eine vorherige Anmeldung erforderlich ist.

Sammlung Falckenberg, Wilstofer Str. 71, Tor 2
Eintritt: 16 € / ermäßigt 13 €

Aufgrund begrenzter Teilnahmezahl ist eine Anmeldung erforderlich.
Anmelden: https://tickets.deichtorhallen.de/#/product/event/1020?date=2026-06-20&date_id=8353

Die Sammlung Falckenberg in den Phoenix Fabrikhallen Harburg wurde als Privatsammlung von Harald Falckenberg (1943–2023) gegründet und umfasst 2.400 Werke der Gegenwartskunst. Der Architekt Roger Bundschuh spricht über den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes zum heutigen Ausstellungshaus.

Das Ausstellungshaus der Sammlung Falckenberg in den Phoenix Fabrikhallen in Hamburg-Harburg wurde 2008 eröffnet und ist seit 2011 wichtiger Bestandteil der Deichtorhallen Hamburg. Auf über 6.000 qm und fünf Etagen werden dort wechselnde Ausstellung sowie die Privatsammlung von Harald Falckenberg (1943–2023) gezeigt, deren Schwerpunkt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst ab den 1980er-Jahren liegt.

Den architektonischen Rahmen für die Sammlung geben die vom Berliner Architekten Roger Bundschuh umgestalteten Räume der Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts. Durch das kaskadenartige Treppenhaus und die offene Gestaltung ergeben sich nicht nur spannende architektonische Perspektiven, sondern auch immer wieder neue Sichtweisen auf die Kunstwerke der aktuellen Themen- und Sonderausstellungen. Das großzügige Raumkonzept ermöglicht darüber hinaus die dauerhafte Präsentation von beeindruckenden Installationen und multimedialen Projekten internationaler Künstler*innen wie Sarah Lucas, Jonathan Meese, Jon Kessler oder John Bock.

In dieser Architekturführung spricht Roger Bundschuh über den Umbau der denkmalgeschützten Fabrikhalle zum heutigen Ausstellungshaus und gibt seltene Einblicke in die damit verbundenen Herausforderungen. In der Vergangenheit kooperierte er mit international renommierten Künstler:innen sowie als Ausstellungsarchitekt mit Isa Genzken für den Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2007.


Rethinking Karstadt

Veranstaltet von
HafenCity Universität Hamburg, Henning-Voscherau-Platz 1,
Wahlpflichtkurs Rethinking Karstadt
Eintritt frei
Zugänglichkeit: Rollstuhlgerechte Anfahrt und Benutzbarkeit

Ausstellung
15.07. – 17.07.2026
13:00 – 19:00 Uhr

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Studierenden des Wahlpflichtkurses „Rethinking Karstadt“ an der HafenCity Universität Hamburg. Im Fokus stehen Strategien zur Umnutzung, Transformation und zirkulären Weiterentwicklung des ehemaligen Karstadt Gebäudes in Hamburg Harburg.

Der Wahlpflichtkurs „Rethinking Karstadt“ an der HafenCity Universität Hamburg widmet sich der Transformation großmaßstäblicher Bestandsgebäude am Beispiel des ehemaligen Karstadt-Gebäudes in Hamburg-Harburg. Studierende der Architektur, des Bauingenieurwesens und der Stadtplanung untersuchen Strategien der Umnutzung, der Zwischennutzung und des zirkulären Bauens und entwickeln interdisziplinäre Konzepte für den Umgang mit innerstädtischem Leerstand. Dabei untersuchen sie räumliche, konstruktive und strategische Ansätze, die Ressourcen schonen, bestehende Strukturen aktivieren und neue Nutzungen ermöglichen.

Die Ausstellung präsentiert Entwürfe, Analysen und Transformationsstrategien aus dem Kurs. Sie macht sichtbar, wie akademische Lehre, Forschung und aktuelle Fragen der Stadtentwicklung miteinander verknüpft werden, und lädt dazu ein, den universitären Diskurs über Bauen im Bestand in die Stadtöffentlichkeit zu tragen.


Der Hamburger Architektur Sommer

Mai bis Juli 2026

https://www.architektursommer.de

Wird seit 1994 alle drei bis vier Jahre ausgetragen und ist eine feste Größe im Hamburger Kulturleben. Träger ist der Verein Initiative Hamburger Architektur Sommer e.V. In seinem Selbstverständnis als baukulturelle Bürger*inneninitiative steht dieser in der Tradition hanseatisch-bürgerschaftlichen Engagements.

Der Hamburger Architektur Sommer ist Plattform für eine Vielzahl von Veranstaltungen unterschiedlicher Formate zu Architektur, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur, Stadtentwicklung und Ingenieurbau unter Einbeziehung aller künstlerischen Disziplinen.

PRGRAMM-BOOKLET

Das umfangreiche und vielfältige Programm wird von Architekturbüros, Berufsverbänden, Museen, Behörden, Galerien, Vereinen, Hochschulen und Einzelpersonen gestaltet.


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