Caspar Merian Prospect der Statt undt Vestung Harburg, 1654 Eine Stadtansicht Harburgs aus der Vogelschau vom Schwarzenberg aus | Stadtmuseum Harburg
Inhaltliche Zusammenfassung dieses Artikels
Die Seite informiert über das Stadtmuseum Harburg (ehemals Helms-Museum), dessen Standorte, aktuelle Termine und die historische Entwicklung des Hauses. Nach Sparauflagen der Stadt Hamburg wurde das ursprüngliche Museum umstrukturiert und verkleinert; die stadtgeschichtliche Ausstellung befindet sich nun im Wandel und ist auf verschiedene Orte aufgeteilt.
Die wichtigsten Kernpunkte:
Standorte & Ausstellungen: Sonderausstellungen finden im Haupthaus (Museumsplatz 2) statt. Seit 2025 gibt es zudem die neue Dependance „PLANET HARBURG“ im ehemaligen Karstadt-Gebäude, die regionale Themen bei freiem Eintritt zeigt.
Zukunftsprojekt Harburger Schloss: Seit Jahren ist eine Außenstelle im historischen Gewölbekeller des Schlosses geplant, um die frühe Stadtgeschichte bis zur Industrialisierung darzustellen. Das Projekt ist jedoch seit 2016 unvollendet.
Kritik am Museumsabbau: Der Text beleuchtet kritisch, dass durch politische Sparbeschlüsse das einstige Helms-Museum umbenannt, die Sparte Stadtgeschichte stark eingeschränkt und wichtige Exponate (wie ein 22 Meter langes historisches Diorama) an das Altonaer Museum abgegeben werden mussten.
Ende 2018 wurde der ursprüngliche Name der stadtgeschichtlichen Sammlung von „Helms-Museum“ in das „Stadtmuseum Harburg“ geändert.
SONDERAUSSTELLUNGEN des Stadtmuseums Harburg und des Archäologischen Museums Hamburg finden im Haupthaus, Museumsplatz 2 statt. Dort befinden sich zudem der Helms-Saal des Harburger Theaters und ein Restaurant.
PLANET HARBURG / Ex-Karstadt-Gebäude, Erdgeschoss Öffnungszeiten Mittwoch + Donnerstag Samstag + Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr
Wiedereröffnung des Gebäudes am 17. Juni 2026.
Seit Februar 2025 befindet sich mit „PLANET HARBURG“ eine Zweigstelle / Dependance des Stadtmuseums Harburg im Erdgeschoss des ehemaligen Karstadt-Hauses mit einer Dauerausstellung wechselnder regionaler Themen, Sonderausstellungen, Vorträgen und Lesungen | Der Eintritt dort frei.
liest aus seinem Buch: DIE SPUR DES SILBERS. Wie die Jagd nach dem Edelmetall unsere Welt verändert hat
Do., 25.06.2026, 18 Uhr Kostenfrei, ohne Anmeldung
In der Lesung „Die Spur des Silbers“ beschäftigt sich der Journalist und promovierte Historiker eingehend mit einem Element, das die Welt, wie wir sie kennen, geprägt und immer wieder verändert hat. Silber spielt bis heute eine wichtige Rolle, als Rohstoff und als Wertanlage.
Der Referent erzählt von der Jagd nach dem Edelmetall und verfolgt die Spur des Silbers rund um die Welt: von der Ausbeutung der amerikanischen Silberminen durch die Spanier, den Silberflotten und der Sklaverei, vom globalisierten Handel über das NS-Raubsilber bis zum Familiensilber unserer Zeit. Sie handelt von Königen und Sklaven, von Konquistadoren, Piraten und Kaufleuten. Ohne die faszinierende Geschichte des Silbers ist die Welt von heute nicht zu verstehen.
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SONDERAUSSTELLUNG | Planet Harburg
6. Mai 2026 bis 30. August 2026
Hamburg von oben. Ein historischer Rundflug (1954-1969) mit Fotos von Günther Krüger
Das Stadtmuseum Harburg im Rahmen des Hamburger Architektur Sommers 2026 eine Schatzkiste für alle, die Hamburgs Entwicklung in den 50er- und 60er-Jahren interessiert.
Die Bilder des Fotografen, der damals mit dem Hubschrauber oder der Cessna in die Luft gegangen ist, um die Hansestadt und ihre Umgebung von oben zu dokumentieren, zeigen einen Flug über eine Stadt, in der aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs das heutige Stadtbild entstand. Wie im Zeitraffer entwickelte sich Hamburg unter dem Sucher von Günther Krügers Kamera zu der Metropole, die wir heute kennen.
Harburg – die verlorene Stadt? Glaubt man Zeitzeugen, so hatte das einstige hannoversche Provinzstädtchen vor dem Zweiten Weltkrieg noch Flair und Atmosphäre. Nach dem Krieg und dem Wiederaufbau sei es in den 1970er Jahren erneut „zerstört“ worden – diesmal von den Stadtplanern, die den Innenstadtring und die S-Bahn bauen ließen.
Mit Fotografien von Gerhard Szczepaniak, Texten von Wolfgang Becker (HAN) und einer Chronik von Ralf Busch (Helms-Museum)
Der Arbeiter-Radfahrer-Bund »Solidarität« bei einem Ausflug im Harburger Umland.
Das Stadtmuseum Harburg präsentiert eine gut gemachte, wenn auch rennsportlastige, regionale WebStory zum Thema Fahrrad.
Mit Glück entwickelt sich hier das öffentlich frei zugängige zukünftige digitale Foto-Archiv Harburg an der Elbe.
BUCH | Verborgene Schätze in den Sammlungen. 100 Jahre Helms-Museum
(Hamburger Museum für Archäologie und die Geschichte Harburgs; Nr. 79) Ralf Busch und Rüdiger Articus
Hardcover, Leinen Bildband mit Schutzumschlag 28 cm x 22 cm 221 Seiten Zahlr. meist farb. Abb. Verlag: Wachholtz (1998) Sprache: Deutsch
Kulturpolitik des geringsten Widerstands
Ein Rückblick
Auf dem Hamburger Kulturgipfel im Oktober 2010 wurde der Erhalt des Altonaer Museums und die Verschiebung weiterer Sparauflagen ausgehandelt. Die Stiftung Historische Museen musste allerdings bei allen zugehörigen Häusern ( auch Archäologisches Museum Hamburg & Helms-Museum ) im nächsten Jahr 500 000 Euro einsparen. In den darauffolgenden drei Jahren erhöhte sich die Summe um je eine Million Euro, bis 2014 dann 3,5 Millionen Euro erreicht wurden, die ursprünglich vorgesehene Auflage.
Da die Museumsstiftung keinen Cent weniger sparen musste und 3,5 Millionen, wie die Betroffenen vorrechneten, für alle Häuser nicht reichten, mussten „kreative Lösungen“ gefunden werden. Betroffen war dann das Harburger Helms-Museum/Stadtgeschichte.
Nach der vorläufigen Rettung des Altonaer Museums könnte nun das Helms-Museum fällig werden
Petra Schellen für die TAZ | Artikel lesen [ Interview vom 28. 11. 2010 mit Rainer-Maria Weiss, Direktor des ( damaligen ) Helms-Museums. Zuvor Kustos am Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte ]
taz: Herr Weiss, seit dem Kulturgipfel steht nicht mehr das Altonaer Museum auf der Abschussliste, sondern eventuell das Helms-Museum. Wie stehen Sie dazu?
Rainer-Maria Weiss: Auf einer potenziellen Liste standen alle Häuser der Stiftung Historische Museen. Die Frage ist, an welcher Stelle man steht. Bisher wurde nur über Platz eins gesprochen, und da stand offenbar das Altonaer Museum. Von Kürzungs- oder gar Schließungsplänen für das Helms-Museum weiß ich allerdings nichts.
Wir sind das Hamburger Museum für Archäologie mit bedeutenden Beständen aus ganz Norddeutschland.
taz: Und damit kein lokal verankertes Museum, das bei Schließungsplänen eine Lobby hätte.
Rainer-Maria Weiss: Doch, die hat es. Wenn Sie in der Bezirksversammlung Harburg, an der TU, beim Wirtschaftsverein oder anderen auch nur andeuteten, dass das Helms-Museum schließen könnte, bräche ein Proteststurm los. Denn für die Harburger ist das “ihr” Museum, das hat auch mit ihrem Selbstverständnis gegenüber Hamburg zu tun. Wer diesem Haus Böses will, der lernt den Süden kennen.
Die Harburger Stadtgeschichte konnte Herr Weiss damit wohl nicht gemeint haben. Aktueller Stand: Das Helms-Museum gibt es nicht mehr und wurde umbenannt in „Stadtmuseum Harburg“, eine Institution mit eingelagertem Sammlungsbestand und eingeschränkten Dauerausstellungsräumlichkeiten (Ex-Karstadt-Gebäude). Die Feuerwache wurde geschlossen und die stadtgeschichtliche Sparte damit eingespart. Einen Proteststurm hat es nicht gegeben. Von den regionalen Medien wurde das Thema interessanterweise nicht aufgegriffen.
Vermutlich waren die geringen Besucherzahlen der regionalen Zielgruppe und der erwartete geringe Widerstand der Harburger Bevölkerung verantwortlich für diese Entscheidung, transparent wird diese Entwicklung von den Verantwortlichen des Archäologischen Museums Hamburg nicht kommuniziert.
Diorama der Jahrtausende
Das über viele Jahre im mittlerweile geschlossenen Harburger Helms-Museum aufgestellte raumfüllende, 22 Meter lange Diorama der Jahrtausende von HEINO JAEGER und Harold Müller, das in 17 Bildern die landschafts- und kulturgeschichtliche Entwicklung Harburgs von der Eiszeit bis in die 1970er Jahre zeigt, musste im Zuge der „Umgestaltung“ der Dauerausstellung (Schließung der Museumsräumlichkeiten in der Alten Feuerwache) leider an das Altonaer Museum abgegeben werden.
Stadthistorische Keimzelle: Harburger Schloss um 1850
Hier soll im historischen Keller eine Außenstelle
des Stadtmuseums Harburg ( vormals Helms-Museum ) entstehen.
Foto: Stadtmuseum Harburg
Ein Plan für die stadtgeschichtliche Zukunft
Re-Vitalisierung des historischen Kellers im Restgebäude „HARBURGER SCHLOSS“
Innerhalb des regional abgefeierten Projektes der Neuerschließung der “SCHLOSSinsel” spielte das Schloss selbst bislang keine, seiner historischen Bedeutung entsprechende, Rolle. Das soll sich jetzt ändern.
In der Mitte der Schlossinsel befindet sich das im 19. Jahrhundert zum Wohngebäude degenerierte Restgebäude Harburger Schloss. Hier soll im historischen Keller eine Außenstelle des Stadtmuseums Harburg (Helms-Museums) entstehen. Seit Herbst 2017 sollte in den historischen Räumlichkeiten die Geschichte Harburgs bis zur Industrialisierung präsentiert werden. Bislang konnte dieser Plan nicht realisiert werden.
Drei Räume mit insgesamt 120 Quadratmetern ! Fläche stehen im Keller zur Verfügung, darunter das letzte noch vorhandene gotische Gewölbe, das als ältester erhaltener Raum Hamburgs gilt.
Mit einer Re-Vitalisierung des historischen Kellers würde das quasi „tote“ Helms-Museum ( Stadtmuseum Harburger Stadtgeschichte ) zumindest zu einem kleinen Teil wieder lebendig.
Stadthistorische Keimzelle: Harburger Schloss
Historischer Keller | Foto: Stadtmuseum Harburg
Dauerausstellung [ in Planung ]
HARBURGER STADTGESCHICHTE
Auch wenn es noch nicht ganz so weit ist, möchte das Stadtmuseum Harburg Sie schon jetzt zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung zur frühen Harburger Stadtgeschichte einladen, die im Gewölbekeller des Harburger Schlosses zu sehen sein wird. Der Eröffnungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben!
Das seit 2016 angekündigte Projekt ist bislang unvollendet.
Anhand von Modellen, historischen Ansichten, Stadtplänen und einer Vielzahl anderer historischer Objekte will die neue Ausstellung künftig die Anfänge der bis 1937 selbständigen Stadt Harburg zeigen.
Harburg soll, auf „ambitionierten“ 120 Quadratmetern,in seinen unterschiedlichen historischen Facetten: Als Residenzstadt, als Garnisonsstadt, als Stadt auf dem Weg zur Moderne und als Arbeiterstadt dargestellt werden.
Ab 20.02.2025: Dependance „PLANET HARBURG“ im Erdgeschoss des ehemaligen Karstadt-Hauses
Mittwoch + Donnerstag Samstag + Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr
Eintritt frei
geplant Dependance HARBURGER „SCHLOSS“
An der Horeburg 8a 21079 Hamburg-Harburg ( Binnenhafen )
Ausstellungsraum STADTMUSEUM HARBURG Archäologisches Museum Hamburg
Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
Eintritt / Sonderausstellungen: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder- und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Jens Ullheimer ist als freier Journalist im Bereich Kultur tätig. Für die HARBURGER KULTUR berichtet er seit vielen Jahren mit Tipps & Terminen über kulturelle Aktivitäten jenseits des Mainstreams im Hamburger Süden. Auf KUNSTPRESSESCHAU dokumentiert er das zeitgenössische Ausstellungsgeschehen mit einem präzisen Blick für künstlerische Positionen, aktuelle Diskurse und museale Retrospektiven. Seine fundierten Berichte schlagen eine Brücke zwischen dem Kulturbetrieb und einem kulturbegeisterten Publikum.