Die letzte Fahrt der Straßenbahn – HARBURG 1971

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„HHA.11.Elbbrck.3200“ von Voogd075 - Eigenes Werk. 
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Ca. 70 Jahre lang fuhren die Straßenwagen durch die Straßen von Harburg nach Bostelbek, Heimfeld, Appelbüttel und Rönneburg. Ab 31. Mai 1970 bis 22. Mai 1971: vom Hamburger Rathausmarkt über Hbf – Klostertor – Veddel – Wilhelmsburg – Harburg – Wilstorf bis nach Rönneburg.


Vor mehr als 40 Jahren rumpelte die letzte Straßenbahn durch Harburg.

Am Sonntag, 23. Mai 1971 fuhr die letzte Straßenbahn der Linie 12 durch Harburg. Viele Tausend Menschen standen an den Straßen, die Rönneburger Schützen und der Fanfarenzug marschierten und Holsten und Astra schenkten Freibier aus.

VIDEO | Thomas Lüders dokumentierte dieses Ereignis in einem Dokumentarfilm:


BUCHTIPPS

Harburg – die verlorene Stadt? Glaubt man Zeitzeugen, so hatte das einstige hannoversche Provinzstädtchen vor dem Zweiten Weltkrieg noch Flair und Atmosphäre. Nach dem Krieg und dem Wiederaufbau sei es in den 1970er Jahren erneut „zerstört“ worden – diesmal von den Stadtplanern, die den Innenstadtring und die S-Bahn bauen ließen.

Dieses Buch will mit dem Mythos vom „alten, schönen“ Harburg aufräumen. Der heimische Fotograf Gerhard Sczcepaniak zeigt, dass Harburg nicht nur verloren, sondern an vielen Stellen auch gewonnen hat – eine Reise in die jüngere Vergangenheit mit vielen Schlaglichtern auf die Gegenwart.

Die Analyse einer umwälzenden Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen ist, liefert der HAN-Journalist Wolfgang Becker. Eine kurze Chronik von Ralf Busch bietet den Einstieg in Harburgs wechselvolle Geschichte.

FOTOBUCH | Harburg
von 1970 bis heute

Mit Fotografien von Gerhard Szczepaniak,
Texten von Wolfgang Becker und
einer Chronik von Ralf Busch

Gebundene Ausgabe, Hardcover

LESEPROBE mit Fotos

96 Seiten
ca. 130 farb. Fotos
Verlag: Medien-Verlag Schubert (1. Januar 2000)
Sprache: Deutsch
21,5 x 1,5 x 28,7 cm


Alexander Braun
5,0 von 5 Sternen | Sehr interessantes Buch
Rezension vom 25. April 2008

„Dieses Buch zeigt in sehr vielen tollen Bildern, wie sich Harburg in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Vor allem wenn man diese Zeit nicht miterlebt hat führt es einen gut vor Augen, wie Harburg früher aussah. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es fast keine Entwicklung in dem Zeitraum auslässt. Einzig den Bau der Harburger Umgehung in den 80ern hab ich vermisst, was aber den Eindruck keineswegs trübt. Auf jeden Fall eine Pflichtlektüre für jeden Harburger.“

Die Texte und Kommentare zu den Fotos hat der gebürtige Harburger Wolfgang Becker, Jahrgang 1957, geschrieben. Der ehemalige Redakteur der Harburger Anzeigen und Nachrichten verfolgte seit Jahren die Harburger Stadtplanung und die politische Wegbereitung aus nächster Nähe.  Unter dem Titel „Harburg, wie hast du dich verändert“ hat er 1997 ein Buch veröffentlicht, in dem historische Harburger Ansichten den aktuellen Gegebenheiten gegenübergestellt werden.

Der Bildband „Harburg – die verlorene Stadt?“ beruht auf der umfangreichen Foto-Sammlung, die der Bostelbeker Gerhard Szczepaniak in mehreren Jahrzehnten zusammengetragen hat. Der gebürtige Harburger, Jahrgang 1926, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die architektonische und städtebauliche Entwicklung „seiner Stadt“ festzuhalten und zu dokumentieren. Sein Archiv umfasst mehrere 1000 Fotografien. Sie belegen die Entwicklung Harburgs ab 1960. Für sein fotografisches Gespür wurde Gerhard Szczepaniak mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet.


Reise in das alte Hamburg-Harburg

Harburg war zu Beginn des 20. Jahrhunderts die größte Industrie- und Hafenstadt der preußischen Provinz Hannover, bevor sie im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 gemeinsam mit Wilhelmsburg zur Freien- und Hansestadt Hamburg kam. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich das an der Süderelbe gelegene Harburg innerhalb weniger Jahrzehnte von einem kleinen Landstädtchen zu einer florierenden Industriemetropole entwickelt.

Mit über 200 historischen Fotografien und Postkarten dokumentiert Sibylle Küttner, ehemalige Leiterin der Abteilung Harburger Stadtgeschichte des Helms-Museums, in diesem liebevoll zusammengestellten Bildband das Leben der Menschen in der einstigen Industriestadt.

FOTOBUCH | Hamburg – Harburg

LESEPROBE

Taschenbuch
128 Seiten
ca. 200 Abbildungen
Verlag: Sutton
Sprache: Deutsch
16,6 x 1,5 x 23,3 cm

Die Bilder aus dem Stadtmuseum Harburg (Helms-Museum) sowie aus anderen öffentlichen und privaten Archiven zeigen die Entwicklung Harburgs von der Zeit um 1900 bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonderes Augenmerk legt Sibylle Küttner auf prägende Ereignisse und das alltägliche Leben der Bewohner.

Dieser Spaziergang durch Harburgs Geschichte weckt Erinnerungen an längst Vergangenes und gibt die Möglichkeit, die Geschichte dieses Hamburger Stadtteiles neu zu entdecken.

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