Die letzte Fahrt der Straßenbahn – HARBURG 1971

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Ca. 70 Jahre lang fuhren die Straßenwagen durch die Straßen von Harburg nach Bostelbek, Heimfeld, Appelbüttel und Rönneburg. Ab 31. Mai 1970 bis 22. Mai 1971: vom Hamburger Rathausmarkt über Hbf – Klostertor – Veddel – Wilhelmsburg – Harburg – Wilstorf bis nach Rönneburg.

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Vor mehr als 40 Jahren rumpelte die letzte Straßenbahn durch Harburg.

Am Sonntag, 23. Mai 1971 fuhr die letzte Straßenbahn der Linie 12 durch Harburg. Viele Tausend Menschen standen an den Straßen, die Rönneburger Schützen und der Fanfarenzug marschierten und Holsten und Astra schenkten Freibier aus.

VIDEO | Thomas Lüders dokumentierte dieses Ereignis in einem Dokumentarfilm:

Es gab auch Unglücke auf der „Harburger Linie“.

„Heute morgen gegen 8.50 Uhr wurde ein Straßenbahnzug der Linie 33, der auf der abschüssigen Jägerstraße in Harburg nicht mehr bremsen konnte, aus der Kurve getragen. Der Triebwagen kippte um, während der zweite Anhänger sich losriß und in eine Gastwirtschaft raste. Die Feuerwehr barg vier Schwerverletzte und 27 Leichtverletzte“, schrieb das Abendblatt am 15. Juni 1953.“

Als in Harburg noch die Straßenbahn bimmelte lesen
Andreas Schmidt für das Hamburger Abendblatt (kostenpflichtiger Artikel)


BUCHTIPP

Reise in das alte Hamburg-Harburg

Harburg war zu Beginn des 20. Jahrhunderts die größte Industrie- und Hafenstadt der preußischen Provinz Hannover, bevor sie im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 gemeinsam mit Wilhelmsburg zur Freien- und Hansestadt Hamburg kam. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich das an der Süderelbe gelegene Harburg innerhalb weniger Jahrzehnte von einem kleinen Landstädtchen zu einer florierenden Industriemetropole entwickelt.

Mit über 200 historischen Fotografien und Postkarten dokumentiert Sibylle Küttner, ehemalige Leiterin der Abteilung Harburger Stadtgeschichte des Helms-Museums, in diesem liebevoll zusammengestellten Bildband das Leben der Menschen in der einstigen Industriestadt.

Hamburg-Harburg Archivbilder

Sibylle Küttner
Hamburg – Harburg
Taschenbuch
128 Seiten
ca. 200 Abbildungen
Verlag: Sutton
Sprache: Deutsch
16,6 x 1,5 x 23,3 cm

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Die Bilder aus dem Helms-Museum sowie aus anderen öffentlichen und privaten Archiven zeigen die Entwicklung Harburgs von der Zeit um 1900 bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonderes Augenmerk legt Sibylle Küttner auf prägende Ereignisse und das alltägliche Leben der Bewohner.

Dieser Spaziergang durch Harburgs Geschichte weckt Erinnerungen an längst Vergangenes und gibt die Möglichkeit, die Geschichte dieses Hamburger Stadtteiles neu zu entdecken.

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