Wir wollen FREIE MENSCHEN sein! Der DDR-Volksaufstand

Vom 13. Juni 2022 ab 10 Uhr bis zum 7. Juli 2022 können Interessierte im Harburger Rathaus die Ausstellung „DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur besichtigen. Eintritt frei.

Foto: DDR, 1957 | Bundesregierung Perlia-Archiv

Zwanzig großformatige Plakate erzählen die Geschichte des DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953. Neben Bildikonen präsentiert die Schau weithin unbekannte Bilder aus allen Regionen der DDR sowie Ausstellungstexte des renommierten Historikers und Publizisten Dr. Stefan Wolle.


Am 17. Juni 2013 jährte sich der Volksaufstand in der DDR zum 60. Mal. Aus diesem Anlass wurde die Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die die Geschichte dieser gescheiterten Revolution erzählt, bereits im Sommer 2013 für einige Tage im Harburger Rathaus gezeigt.

In jenen Tagen um den 17. Juni 1953 gingen eine Million Menschen in mehr als 700 Städten und Gemeinden in der DDR auf die Straße. Was als sozialer Protest begonnen hatte, entwickelte sich rasch zur politischen Manifestation: Der massenhafte Ruf nach Freiheit, Demokratie und deutscher Einheit ließ die SED-Diktatur de facto kapitulieren. Es waren Panzer der Sowjetunion, die den Aufstand alsbald im Keime erstickten.

Autor der Ausstellungstexte ist der renommierte Historiker und Publizist Dr. Stefan Wolle. Für die Ausstellung wurden 130 Fotos und Dokumente aus 25 Archiven ausgewählt. Neben Bildikonen, die in das öffentliche Gedächtnis eingegangen sind, präsentiert die Schau weithin unbekannte Bilder aus allen Teilen der einstigen DDR.


VIDEO | BRITISH PATHÉ


Harburger Rathaus

Wir wollen FREIE MENSCHEN sein!
Eine Ausstellung über die Geschichte des DDR-Volksaufstands vom 17. Juni 1953.

Die kostenlose Ausstellung kann vom 13. Juni bis 07. Juli 2022 grundsätzlich montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr im Foyer des Harburger Rathauses besichtigt werden. Ein barrierefreier Zugang über den Rathaus-Innenhof ist per Fahrstuhl möglich. Insbesondere Lehrerinnen und Lehrer der Harburger Schulen sind eingeladen, die Ausstellung mit ihren Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Unterrichts zu besuchen, um dem Vergessen vorzubeugen.

Weitere Informationen / (Unterrichts-)Materialien

Begleitheft zur Ausstellung downloaden


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