KULTUR PALAST Rieckhoffstraße | Bürgerhaus Harburg

Der neue Betreiber ist die Stiftung Kultur Palast Billstedt: Für das Kulturzentrum in Harburg soll es künftig einen Mix geben aus neuen kulturellen Formaten und Altbewährtem aus Rieckhof-Zeiten.

Kultur Palast color 1200 2 - KULTUR PALAST Rieckhoffstraße | Bürgerhaus Harburg
Aus dem Rieckhof wurde der KULTUR PALAST

Das Bezirksamt Harburg suchte ein neues Konzept für sein Bürgerhaus ( ehemals Rieckhof, jetzt Kultur Palast Rieckhoffstraße ). Gemeinnützige Träger waren aufgerufen, ihr Interesse zu bekunden, ein neues Konzept für das Bürgerhaus zu erarbeiten und das Haus mit dem Konzept anschließend zu betreiben.


Die Jury entschied sich für das Konzept der Stiftung Kultur Palast Billstedt.

Die Auswahl erfolgte mit Hilfe eines Interessenbekundungsverfahrens (IBV). Die Umsetzung des neuen Konzeptes startet ab dem 1. Juli 2022. Hierfür sollen im Jahr 2022 ca. 237.698 Euro zur Verfügung stehen. Ab dem Jahr 2023 wird der Betrieb des Bürgerhauses voraussichtlich mit ca. 482.500,- Euro pro Kalenderjahr gefördert. Das Gebäude in der Rieckhoffstraße 12, 21073 Hamburg samt Einrichtung wird zudem vom Bezirksamt gestellt.

„„Leider wurde auch im Fragenkatalog für die Jury an keiner Stelle die relevante Frage gestellt, was Harburg hat bzw. NICHT hat. Geschweige denn, was Harburg künftig eigentlich bräuchte“, kritisiert Heiko Langanke von der DIE LINKE.-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg.

Der Prozess der Partizipation sollte ferner hergestellt sein durch einen Beirat, der durch Vertreter*innen von Schüler*innen, Studierenden und etwa Senior*innen bestückt war. Konterkariert und ad absurdum geführt wurde diese angebliche Partizipation dadurch, dass die stimmberechtigten Jurymitglieder (nur Fraktionsvertreter*innen und Verwaltung!) ihre Punktvergabe einzureichen hatten, bevor es zu einem Austausch mit eben den Beiratsvertreter*innen kommen konnte. „Das ganze Verfahren war, was den Punkt der Partizipation gesellschaftlicher Akteur*innen angeht, pure Demokratiesimulation“, so Langanke.

Zu Recht hatte in der Jurysitzung ein Studierendenvertreter angemerkt, dass seine Einschätzung ja wohl gänzlich irrelevant sei.“

Die Kulturszene Harburg nimmt schon jetzt großen Schaden | Heiko Langanke [ Artikel lesen ]

Im April 2021 war dem bisherigen Träger/Betreiber des Kulturzentrums „Rieckhof“ mitgeteilt worden, dass die Trägerschaft für das Haus in einem Interessenbekundungsverfahren neu ausgeschrieben würde.


Typisch Harburger Abgang

Darijana Hahn für die TAZ, 8.5.2021

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„Nach 37 Jahren soll dem Betreiberverein des Rieckhofs die Trägerschaft für das Harburger Kulturzentrum entzogen werden – offenbar grundlos. Verein und Opposition sind empört.“


Der „Rieckhof“ wurde seit 1984 vom Verein Freizeitzentrum Harburg betrieben, der zuvor von 1978 bis 1984 das FZ Freizeitzentrum Nöldekestraße betreute. Die Schließung des FZ – als unabhängigem, selbstorganisierten freien Kulturort – blieb damals vielen als schmerzhafter Verlust von Subkultur im Hamburger Süden im Gedächtnis. Der als Ersatz errichtete „Rieckhof“ konnte diese Lücke nie füllen. Konsequent wurde jetzt auf harmlosen Mainstream gesetzt. Konsequent war dann auch die fast vollständige Abwanderung subkulturellen Potentials in Richtung Altona und Schanze, was wohl politisch auch so gewollt war. Der Aufbruch war vorbei.

Es ist zu hoffen, dass der zukünftige Betreiber des Bürgerhauses Harburg ein glücklicheres Händchen beim Verschmelzen der verschiedenen kulturellen ( insbesondere auch migrantischen ) Akteure hat. Der jetzt begonnene Neuanfang bietet zumindest die Chance die Location vom altbackenen, langweiligen Image zu befreien und ein interessanteres Programm zu entwickeln.

KULTUR PALAST Rieckhoffstraße

Der neue Betreiber ist die Stiftung Kultur Palast Billstedt: Der Kultur Palast ist unter anderem mit seiner HipHop-Academy international erfolgreich. Für das Kulturzentrum in Harburg soll es künftig einen Mix geben aus neuen kulturellen Formaten und Altbewährtem aus Rieckhof-Zeiten.


2022 steht eine umfassende Modernisierung des Gebäudes mit monatelanger Schließung an.

Machbarkeitsstudie zur Modernisierung des Harburger Bürgerhauses

Machbarkeits Studie ansehen

Die Präsentation der Machbarkeitsstudie wurde im Auftrag des Bezirksamtes Harburg und in Zusammenarbeit mit der Gebäudemanagement Hamburg GmbH (GMH) im Frühjahr 2021 erstellt und am 27.05.2021 der Öffentlichkeit und der Politik in der gemeinsamen Sitzung des Kulturausschusses und des Regionalausschusses Harburg der Bezirksversammlung Harburg vorgestellt. Es handelt sich bei einer Machbarkeitsstudie um den allerersten Schritt der Auslotung unterschiedlicher Möglichkeiten. Die Machbarkeitsstudie hatte den Auftrag, alle möglichen Sanierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten abzubilden, ohne auf konkrete Budgets oder Absichten Rücksicht zu nehmen.


Das Sommerprogramm 2022

Kulturelle Angebote und Veranstaltungen, sofern die Umbaumaßnahmen dies zulassen.

VIDEO | South:East Festival im Kultur Palast Rieckhoffstraße
Dörte Inselmann mit Infos zu den Umbauplänen u.a.
Hamburg Journal, verfügbar bis 03.11.2022


Suli Puschban

Kinderkonzert | 05. September 2022 von 10 – 11 Uhr

Suli Puschban ist eine Ausnahmeerscheinung in der Welt der Kindermusik. Von gefühlvoller Poesie bis rockigem Powersong hat sie alles zu bieten. Einen Hasen, der in einem Cabrio fährt, besingt sie ebenso wie Lilifee, die endgültig die Schnauzevoll hat vom eindimensionalen rosa Feenleben und beschließt Raketen zu bauen. Wenn Suli mit ihrer Kapelle der guten Hoffnung rockt, erfreut sie kindliche und erwachsene Herzen, ermutigt, begeistert und lädt zum „Mitsingen, mitmachen und mitdenken“ ein.

„Ihre Texte sind eine Wohltat für Mütter, die ihre Töchter mit „Nun legt euch hin, ihr Brüder“ in den Schlaf singen müssen, mit „Jan und Hein und Klaas und Pit“ und wie die Kerle noch alle heißen. Bei Suli Puschban und ihrer Kapelle der guten Hoffnung gibt es im Piratenlied auch Schwestern, sie singt vom „Supergirl“, das den Wal am Strand zurück ins Meer wirft, und richtig rund geht es bei ihrem Evergreen „Ich hab die Schnauze voll von Rosa“.“ ( via Tagesspiegel Berlin | Artikel lesen )


Max der Kugelkäfer

Kindertheater | 13. September 2022 von 10-11 Uhr

Auf der Suche nach einem geeigneten Musikanten, mit dem er zusammen musizieren kann, erlebt Käfer Max so einige Abenteuer…Max, der Kugelkäfer ist eine Geschichte zum Staunen und Lachen, eine Geschichte, die davon handelt seinen eigenen Weg zu gehen und nicht aufzugeben, und am Ende sogar … eine Liebesgeschichte. Inszeniert mit einem Spieler, 7 Figuren und Musik. Für Kinder ab 4 Jahren, Dauer: ca. 40 Minuten


Simon sagt!

Kinderkonzert | 27. September 2022 um 10 Uhr

Liedern wie „Nase läuft“ und „Ja Nein Vielleicht“ erzählt Simon Geschichten, die jedemjeder kleinen und großen Zuhörerin schon einmal passiert sind. Solo und in kleinem Rahmen tritt Simon auf dem Hof des Kultur Palastes auf und hat einen ganzen Koffer an Musik für alle mitgebracht. Das Konzert richtet sich an Kinder ab 5 Jahren bzw. im Vorschulalter.


HipHop Academy – coming soon
Trainings & Workshops

Wir planen im Herbst 2022 die ersten Trainings für Anfänger und Fortgeschrittene. In den Bereichen Breaking, Newstyle, Rap, Beatbox, Producing und Graffiti kann mit Profis getanzt, gebreakt und gestaltet werden.


KULTUR PALAST Rieckhoffstraße

Das Bürgerhaus Harburg / KULTUR PALAST Rieckhoffstraße ist ein Kulturzentrum in Hamburg-Harburg. Er verfügt über einen Veranstaltungssaal für bis zu 1000 Personen sowie 6 Gruppenräume. Es werden Veranstaltungen verschiedener Art angeboten, darunter Konzerte, Theater, Comedy, Kabarett, Partys und Flohmärkte. Seit dem 11. Juni 2021 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Ab Sommer 2022 schränken umfangreiche Baumaßnahmen die Nutzung des Gebäudes stark ein. Es werden jedoch kulturelle Angebote und Veranstaltungen geboten, sofern die Umbaumaßnahmen dies zulassen. Der Normalbetrieb mit vollem Programm startet voraussichtlich im März 2023.

www.kulturpalast-rieckhoffstrasse.de

Bürgerhäuser

sind Einrichtungen, die im Auftrag des Bezirksamtes einen besonderen Begegnungsort schaffen, der allen Menschen und Personengruppen offen steht, die kulturell, sozial und/oder stadtteilentwicklungspolitisch aktiv sind oder dies sein möchten.

Bürgerhäuser entwickeln eigene Angebote und unterstützen Stadtteilentwicklungsprozesse. Sie bieten Vereinen und Initiativen die Möglichkeit, Räume zu nutzen und Kurse oder Veranstaltungen etc. durchzuführen. Außerdem fördern sie aktiv das generationenübergreifende Miteinander sowie den interkulturellen Austausch. Dabei sollen sie insbesondere dazu beitragen, dass die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen und Personengruppen aktiv gefördert wird. Zudem sollen sich Bürgerhäuser aktiv daran beteiligen, dass soziale, ethnische und geschlechtsspezifische, religiöse sowie weltanschauliche Benachteiligungen und solche aufgrund von Behinderungen, des Alters oder der sexuellen Identität abgebaut werden. Die Wünsche und Anregungen der Bevölkerung werden im Wege einer regelmäßigen und aktiven Beteiligung und Mitgestaltung aufgegriffen.


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