THINKBOAT | Seenotrettungsschiff SEA-EYE im Harburger Museumshafen

Sea-Eye

Die Sea-Eye, ein Technik-Oldtimer aus DDR-Zeiten, einst als Fischkutter »Sternhai« auf den Weltmeeren unterwegs, fuhr von 2016 bis 2018 im Mittelmeer als Rettungsschiff der NGO Sea-Eye e.V. – Rund 400 Freiwillige bewahrten knapp 12.000 Schiffbrüchige vor dem Ertrinken. Das Schiff, das für die Seenotrettung nicht mehr geeignet ist, liegt jetzt im Museumshafen Harburg und dient für Besucher als Erinnerungs-, Dokumentations- und Veranstaltungsort „ThinkBoat“.


Sea-Eye – Seenotrettung auf dem Mittelmeer

Im Jahr 2014 stellte die italienische Regierung auf Druck von europäischen Staaten (darunter Deutschland) die »Operation Mare Nostrum« ein, die 150.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet hatte. Trotzdem begeben sich verzweifelte Menschen auf den lebensgefährlichen Weg übers Meer. Tausende sind schon ertrunken. Daher machten sich Schiffe wie die Sea-Eye auf den Weg, um das zu tun, was Pflicht aller Staaten wäre: Schiffbrüchige zu suchen und zu retten.

An diese humanitäre Katastrophe erinnert die Sea-Eye, die nun als schwimmendes Museum im Harburger Binnenhafen am Kanalplatz festgemacht hat.

Das Schiff Sea-Eye ist ein ehemaliger Fischkutter, der im Jahr 2014 von Sea-Eye e.V. gekauft wurde, um Leben zu retten: Das Seenotrettungsschiff war drei Jahre im südlichen Mittelmeer im Einsatz, in erster Linie zwischen Malta und Libyen. Dank zahlreicher Rettungseinsätze haben etwa 12.000 Menschen dem alten Fischkutter ihr Leben zu verdanken – nun steht das 60 Jahre alte Schiff als Thinkboat im Museumshafen und erinnert an die Taten der Helfer. Aber die Sea-Eye gedenkt auch der vielen Menschenleben, die nicht gerettet werden konnten, und schafft somit ein Mahnmal und einen Erinnerungsort zugleich.

An Bord des 26 Meter langen Schiffes informieren Tafeln etwa über die provisorische Krankenstation und die Arbeit auf der Brücke. Die „Sea-Eye“ solle als Informations- und Erinnerungsstätte rund um die Arbeit der Seenotretter und die Situation der flüchtenden Menschen auf dem Mittelmeer dienen.

MI 04 MRZ 2020 | Kanalplatz Museumshafen | Rettungsschiff der NGO Sea-Eye e.V. | 17 Uhr Besichtigung der Sea-Eye, 19.30 Uhr Lesung vom Ankerherz-Verlag zugunsten „Sea-Eye Thinkboat“.

Kapitäne!: Glaube, Liebe, Hoffnung: Seeleute erzählen ihre besten Geschichten

Vorgestellt wird das Buch vom Verleger des Ankerherzverlags und Herausgeber Stefan Kruecken. Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit Kapitän Schmidt über sein Leben – und seine Einschätzung zur aktuellen Situation der Seenotrettung. Das Buch kann vor Ort erworben werden und der Gewinn wird dem Verein zur Rettung der Sea-Eye zur Verfügung gestellt.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, um Spenden für die Rettung von Menschen im Mittelmeer wird gebeten, und es können auch Schiffspatenschaften übernommen werden.


Für den Besuch der Sea-Eye muss kein Eintritt gezahlt werden. Tagsüber kann mit Mitarbeitern das Schiff betreten werden.

sea-eye-thinkboat.de

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