THALIA Theater für Zuhause | Highlights aus den vergangenen Spielzeiten

Im Moment fehlt uns allen viel − das soziale Leben, der reale Kontakt zu Menschen, Kulturerlebnisse, echtes Theater. Um ein wenig Abhilfe zu schaffen, zeigt das Thalia neue Formate und Aufzeichnungen aus dem Archiv des Theaters – jeden Abend um 19 Uhr, für 24 Stunden online. Aktuelle Repertoire-Vorstellungen, Highlights aus den vergangenen Spielzeiten und berühmte Inszenierungen aus den 1980er, 1990er und 2000er-Jahren.


The Rest is missing

PROGRAMM [ Änderungen vorbehalten. Das Programm wird laufend erweitert ]


Foto: Arno Declair

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DIE, 2. JUNI 2020 | 19 Uhr, für 24 Stunden online

Das letzte Feuer

von Dea Loher
Regie Andreas Kriegenburg
Premiere 25. Januar 2008

2008 wurde Thalia Oberspielleiter Andreas Kriegenburg (2001 – 2009) für seine Uraufführung „Das letzte Feuer“ mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie beste Regie Schauspiel ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt Dea Loher für ihr Stück den Mülheimer Dramatikerpreis. „Theater heute“ wählte „Das letzte Feuer“ zum Stück des Jahres.

Ein abgelegenes Viertel am Rande der Stadt. Bei einem Autounfall kommt ein Junge ums Leben. Rabe, der Fremde, ist der einzige Zeuge. Den ehemaligen Soldaten hat es in dieses urbane Brachland verschlagen. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Bald verändern sich die Beziehungen der Bewohner des Viertels, ihre Verhältnisse werden brüchiger, ihre Existenzen gefährdeter. Ist es das Unglück, der Tod des Kindes, der ihre Lebenswelten durchwebt? Oder entfalten Rabes Anwesenheit und sein Einfluss eine langsame, zerstörerische Wirkung? Mehr und mehr verflüchtigen sich alle Hoffnungen auf ein besseres Leben


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MI, 3. JUNI 2020 | 19 Uhr, für 24 Stunden online

Zeit zu lieben, Zeit zu sterben

von Fritz Kater
Regie Armin Petras
Uraufführung 19. September 2002
Es handelt sich um einen theaterinternen Mitschnitt. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Ton- und Bildqualität nicht den heutigen Ansprüchen genügt.

Das Stück besteht aus drei Teilen, die zusammengehören. Zwei Erzählungen, die rasant vom Leben erzählen, und sprachlose Szenen in der Schule und zu Hause. Es ist egal, wer wer ist. Es ist ein Lebensgefühl.

Teil I: Im Osten vor der Wende. Der Held ist 16: Fußball, Disco, Klassenfahrt, die Bank auf dem Spielplatz, das zweitschönste Mädchen der Klasse, erste Alkoholexzesse, Trampen nach Rumänien, Leipziger Messe, Einberufung zur Armee. Eine typische Ost-Jugend im Schnelldurchlauf. Eine typische Jugend wie überall.

Teil II: Die Eltern lassen sich scheiden. Die Brüder Peter und Ralf wachsen bei ihrer Mutter auf. Peter verliebt sich in der Tanzstunde in Adriana. Onkel Breuer kommt aus dem Knast und beginnt ein Verhältnis mit der Mutter. Adriana entscheidet sich nicht für Peter, sondern für seinen älteren Bruder Ralf. Peter macht Partys mit seinen Kumpels und einen Fluchtversuch in den verheißungsvollen Westen.

Teil III: Ein Mann hatte eine Frau und ein Kind und eine Liebe. Am Ende lebt niemand seine Liebe


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DO, 4. JUNI 2020  | 19 Uhr, für 24 Stunden online

Quijote. Trip zwischen Welten

Regie Stefan Pucher
Premiere 14. Januar 2012
Dauer 1:53h

„Zu Stefan Puchers „Quijote. Trip zwischen Welten“, einem „Projekt nach Miguel de Cervantes“ mit dramatisierten Romanpassagen, haben fünf Autoren – Jörg Albrecht, Diedrich Diederichsen, Roland Schimmelpfennig, Ginka Steinwachs und Juli Zeh – zusätzliche Texte geschrieben. Pucher jedoch begnügt sich bei der szenischen Umsetzung mit seiner schlechten, alten popkulturellen Ironie und feiert Quijote einerseits als bizarre Ikone der Freiheit, lässt ihn andererseits wie einen verklemmten Besserwisser kauzig vor sich hin lamentieren. “ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ein Mann beschließt, als fahrender Ritter in eine Welt zu ziehen, in der es längst keine Ritter mehr gibt. Er sucht das Abenteuer, liest die Welt anders, deutet sie um zu einem Werk von Zauberern und Dämonen, gegen die er ankämpfen wird,um den Schwachen zu helfen und ein längst vergessenes Ideal gegen die Windmühlen der Wirklichkeit zu setzen. Wir alle kennen diese Geschichte des langen dürren Mannes auf einem Pferd  und seines kleineren dicken Begleiters auf einem Esel.

Wir haben fünf zeitgenössische Autoren gebeten, Szenen für die Inszenierung von Stefan Pucher zu schreiben. Entstanden sind Texte von Jörg Albrecht, Diedrich Diederichsen, Roland Schimmelpfennig, Ginka Steinwachs und Juli Zeh, die jeweils neue Perspektiven und Interpretationen auf das Phänomen Don Quijote werfen, ein bunter Fächer Rezeptionsgeschichte meets die Figur Don Quijote. Stefan Pucher, der bereits „Andersen. Trip zwischen Welten“ am Thalia Theater inszeniert hat, setzt in dieser Arbeit seinen „Trip“ fort, zusammen mit den Thalia Schauspielern und dem Musiker Carsten „Erobique“ Meyer.


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FR, 5. JUNI 2020 | THALIA INTERNATIONAL | 19 Uhr, für 24 Stunden online

Coriolanus

von William Shakespeare
Regie: Josie Rourke
mit Tom Hiddleston in der Titelrolle
Eine Produktion des Donmar Warehouse, London
aufgezeichnet von National Theatre Live
In englischer Sprache


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SA, 6. JUNI 2020 | 19 Uhr, für 24 Stunden online

Der Boxer

nach dem Roman von Szczepan Twardoch
Bearbeitung Jarosław Murawski
Aus dem Polnischen von Olaf Kühl
Regie Ewelina Marciniak
Uraufführung 14. September 2019
Dauer 2h

„Ewelina Marciniak erzählt den Roman aus der Perspektive der Frauen, die Shapiros Leben teilen. Diese Perspektive verleiht der Inszenierung einen zutiefst menschlichen Blick, der geleitet wird von der Sehnsucht nach Halt in unruhigen Zeiten, nach Orientierung im anschwellenden Chaos.“ – Katrin Ullmann, nachtkritik.de, 15.09.2019

Im Warschau der 30er Jahre kämpft der jüdische Boxer Jakub Shapiro mit der Kraft und Geschicklichkeit seines Körpers darum, dem Elend seiner Herkunft zu entkommen. Er arbeitet für den Paten Jan Kaplica, der über Warschau herrscht wie Al Capone über Chicago. Der Großganove kontrolliert die Bordelle, treibt Schutzgeld ein und genießt das Leben in dicken Autos und dunklen Bars. Shapiro begleitet Kaplica und erledigt für dessen Imperium die Drecksarbeit. Bald werden die mafiösen Geschäfte und das süße Leben überschattet vom Kampf gegen die polnischen Nationalisten, die in der Stadt die Macht übernehmen wollen. „Der Boxer“ zeichnet ein eindringliches Bild der Stadt Warschau – kurz bevor die deutsche Wehrmacht einmarschiert.


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SO, 7. JUNI 2020 | 19 Uhr, für 24 Stunden online

Die Blechtrommel

von Günther Grass
Regie Luk Perceval
Premiere 28. März 2015

„Kühl modelliert, dabei liebevoll erschlossen, so abstrakt wie plastisch bringt Luk Perceval seine Version der „Blechtrommel“ auf die Bühne. Nicht Wort für Wort, aber von allen Seiten, nicht buchstabengetreu, aber ergreifend gut getroffen.“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

An seinem dritten Geburtstag beendet Oskar Matzerath sein Wachstum und wird als scheinbar harmloses Kind Zeuge der historischen Ereignisse seit den 1920er Jahren in Danzig und Deutschland.  Er berichtet von Ehebruch und Pädophilie, von Naziparaden und Pogromnacht und dem Aufbruch in Richtung Westen.

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