TAG DES offenen DENKMALS Harburg 2017

"Macht und Pracht", Erzbischof Ansgar, Trostbrücke Hamburg 
Foto: Jens Ullheimer

Einmal im Jahr öffnen europaweit die Denkmäler ihre Türen und Tore. Am Tag des offenen Denkmals sind alle Bürgerinnen und Bürger von FR 08 – SO 10 SEP 17 dazu eingeladen, Baukulturgeschichte zu entdecken und zu erleben. Dazu stehen auch in Harburg dieses Jahr viele Denkmäler offen, zu denen sonst der Zutritt meist nicht möglich ist. 

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Der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Macht und Pracht“ findet vom 08. bis 10. September 2017 in Hamburg statt. In der Hansestadt öffnen alljährlich um die hundert Denkmäler ihre Pforten zum Tag des offenen Denkmals. Verschiedenste Veranstaltungen wie Führungen, Vorträge, Feste, Performances, Familienprogramme und weitere Kulturangebote locken zehntausende Bürgerinnen und Bürger in die Denkmäler der Hansestadt. Oftmals sind diese nicht öffentlich zugänglich und nur an diesem Wochenende geöffnet. Viele der gezeigten Denkmäler wurden mit Unterstützung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg restauriert oder gar gerettet.

Macht und Pracht – Tag des offenen Denkmals 2017

FR 08 – SO 10 SEP 17 | Eintritt frei

Das komplette Hamburg-PROGRAMM ansehen [ pdf ]

Denkmalschutz und Denkmalpflege werden durch die Bürgerinnen und Bürger und die Stiftungen der Stadt unterstützt. Dieser Einsatz für das baukulturelle Erbe Hamburgs ist eine unverzichtbare Ergänzung zu der staatlichen Denkmalpflege. Oft ist es gerade das private Engagement, das den Erhalt unseres baukulturellen Erbes erst möglich macht.

Schönheit, Wohlstand, weltliche und religiöse Machtansprüche wurden seit jeher mit und durch Kunst und Architektur ausgedrückt über Form- und Materialwahl, den Einsatz neuer Techniken, die Art der künstlerischen Ausgestaltung mit Farben, Motiven und Ornamentik, den gewählten Bauplatz und die Qualität der eingebundenen Baumeister, Architekten, Künstler und Handwerker. Denkmäler, als Zeugnisse materieller Kultur, geben Auskunft über soziale und kulturelle Verhältnisse der Entstehungszeiten und ihrer Nutzung.

Auch Armut, Not, Zurückhaltung, (scheinbarer) Verzicht geben vielschichtig Auskunft über das Verhältnis der Menschen früher und heute zu ihrer geschaffenen Umwelt – u.a. der Baukultur. Gerade umgewidmete Objekte zeigen die Bandbreite von Nutzungs- und Repräsentationsbedürfnissen, aber auch von veränderten Geschmäckern und Zeitgeistern, Familienkonstellationen und Arbeitswelten.

Bezüge zum Lutherjahr kann man ebenso finden, da sich die Auseinandersetzung Luthers mit den Mächtigen seiner Zeit nachhaltig auf die Kunst und Architektur in den reformierten Gebieten ausgewirkt hat.

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Die “Internationale Bauausstellung Hamburg” und das Denkmalschutzamt Hamburg haben im Oktober 2008 ein mit historischem Bildmaterial versehenes Buch über den Harburger Binnenhafen veröffentlicht.

Denkmalwelt Harburger BinnenhafenDenkmalwelt Harburger Binnenhafen

Buch im PDF-Format, kostenlos
Download / Herunterladen /
Öffnen des Buches
51 Seiten, 4.8MB

Gedruckte Ausgabe, gebunden
Denkmalschutzamt Hamburg
100 Seiten

Das reich bebilderte, unkonventionelle Denkmalbuch über den Harburger Binnenhafen umfasst sowohl fachliche als auch persönliche Beiträge von Denkmaleigentümern, Investoren und Architekten – es ist ein Buch über Denkmäler und Menschen.

Vorgestellt wird ein breites Spektrum von Denkmalprojekten, die besonders innovativ, beispielgebend oder auch typisch sind. Die Palette umfasst in den letzten Jahren realisierte Bauvorhaben, aktuelle Beispiele und Denkmäler, deren Umwidmung noch aussteht und deren Perspektiven aufgezeigt werden.

Über 140 Veranstaltungen laden ein, bekannte und unbekannte Denkmäler der Hansestadt zu erkunden. Mehr als ein Drittel davon wurden mit Unterstützung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg restauriert oder gar gerettet.

Die Besucher können feiern, lernen oder einfach nur genießen – das Programm ist bunt: Rundgänge, Führungen, Vorträge, spezielle Familienangebote und weitere Kulturangebote sowie Kaffee & Kuchen werden von zahlreichen Ehrenamtlichen speziell für den Tag des offenen Denkmals angeboten.

Stadtteile und Denkmäler werden durch rollende Denkmäler, wie Busse oder historischer S-Bahn verbunden.

Stadtteilübergreifende Shuttles / Fahrten

Mit einem historischen Omnibus durch Hamburg
Der Hamburger Omnibus Verein e.V. (HOV) erhält über 30 historische Hamburger Stadt-, Schnell- und Kleinbusse aus den Jahren 1954-97. Dazu zählt auch ein Schnellbus, ein VÖV-Standardlinienbus I, der in Hamburg von 1969-84 beschafft und zwischen 1984-94 bei der HHA im Einsatz war. Am Denkmaltag fährt der HOV mit einem seiner Busse auf den Spuren der ehem. Straßenbahnlinie 18 um die Alster und passiert dabei auch das eine oder andere Baudenkmal.

Fahrten: So. 12, 13.30 und 15 h. Treff: U Borgweg. Nur Sitzplätze. Fahrpreis 10 Euro (Kinder 5 Euro). Weitere Infos unter www.hov-bus.de

Historischer Omnibus – Blankeneser Bergziege
Die historische „Blankeneser Bergziege“ ist ein Linienbus von 1981. Bis in die 1990er Jahre fuhr er auf der Linie 48 durch das Blankeneser Treppenviertel. Dort können in den schmalen und engen Straßen nur spezielle Kleinbusse eingesetzt werden. Da die „48“ eine HVV-Schnellbus-Linie ist, erklärt sich die Lackierung des Busses in der damaligen Produktfarbe hellbeige-rosa. Seit 1999 ist der Bus Museumsfahrzeug der VHH und nur zu besonderen Anlässen unterwegs. Am Wochenende pendelt der Bus zwischen S-Mittlerer Landweg, und dem Maler- und Lackierermuseum.

Fahrplan unter www.vhhbus.de

Die Harburger Denkmäler sind auch in diesem Jahr wieder mit dem beliebten Barkassen-Shuttle zu erreichen.

Am Sonntag, 10. September 2017 öffnen die Harburger Denkmäler von 12–18 Uhr und ein Shuttle lädt ein zu einer reizvollen Barkassenfahrt, von Sandtorhöft/Kehrwiederspitze (Hafencity) zur Harburger Schlossinsel (Kanalplatz) und zurück.

Barkassen-Shuttle [ Wappen von Harburg ]

Sandtorhöft/Kehrwiederspitze – Harburger Binnenhafen
Harburger Binnenhafen – Sandtorhöft/Kehrwiederspitze

Fahrzeiten:
10.30 / 13.30 / 16.30 Uhr ab Sandtorhöft/Kehrwiederspitze (Hafencity),
bis Kanalplatz, Harburger Binnenhafen

12 / 15 Uhr ab Kanalplatz, Harburger Binnenhafen,
bis Sandtorhöft/Kehrwiederspitze (Hafencity)

Fahrpreise:
Einfache Fahrt 10 Euro,
Hin und Rück 16 Euro
(Kinder 50%)
Fahrkartenverkauf an Bord, max. 44 Gäste
Fahrzeit 75 Min

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ewerien-info

Otto Ewerien - Das zerbombte Harburger Rathaus [ November 1944 ]
Helms-Museum, Hamburg-Harburg

Freitag

Das Harburger Rathaus

wurde 1892 nach Entwürfen des Architekten Christoph Hehl im Stil der flämischen Renaissance fertig gestellt. In diesem Jahr feiert das Rathaus also seinen 125. Geburtstag. Der Backsteinbau besitzt eine prachtvoll geschmückte Fassade, die sich in einen vorspringenden Mitteltrakt und zwei kleinere Seitenrisalite gliedert. Der Rundgang zum Denkmaltag führt in den Großen Sitzungssaal mit historischen Buntglasfenstern, in das große Treppenhaus und auf den Dachboden, wo das Uhrwerk der Turmuhr untergebracht ist, die an die Stelle des Harburger Wappens getreten ist.

Führungen: Fr. 11 und 12 Uhr,
nur nach Anmeldung bis Mi. 6.09.17 bei [email protected]
oder unter Tel.: 040-42871-3505


 

Sonnabend, Sonntag

Wartesaal Kunstverein Harburger Bahnhof

Zur Geschichte des Wartesaals im Harburger Fernbahnhof [ mehr Infos ]

Der Fernbahnhof Harburg wurde 1872 an seinem jetzigen Standort in Betrieb genommen. 1896/97 wurde das Bahnhofsgebäude von Hubert Stier als Backsteinrohbau mit romanischen und norddeutsch-gotischen Formen errichtet. Im prunkvollen 300 qm großen ehemaligen Wartesaal 1. Klasse mit Holz-Kassettendecke befindet sich heute der Kunstverein Harburger Bahnhof, der dort zeitgenössische Kunst präsentiert. Der Raum ist neben dem Literaturhaus einer der wenigen erhaltenen Versammlungsräume mit freistehender Deckenkonstruktion in Hamburg und zugleich die letzte historische Bahnhofswartehalle.

Hannoversche Str. 85 (über Gleis 3 und 4), 21079 Hamburg
Offen: Sa. und So. 14 – 18 Uhr
Führung(en): Sa. 15 Uhr und 17 Uhr, So. 15 Uhr und 17 Uhr
Verzehr / Kaffee und Kuchen


 

Sonntag

Fachwerkhaus Karnapp 5

Das Fachwerkhaus „De Graue Esel“ wurde um 1645 erbaut und ist damit eines der ältesten derartigen Gebäude in Hamburg. Seit Mitte des 18. Jh. wurde es für Wohn- und Werkstattzwecke genutzt und 1987/88 vollständig restauriert. Bis heute sind zahlreiche Details des Originalzustands zu finden, wie die gartenseitige Stilgiebelfassade, ein Katzenkopfpflaster im Eingangsbereich, das ursprüngliche Raumgefüge in der Fachwerkkonstruktion und Holzbauelemente mit Schnitzereien.

Karnapp 5, 21079 Hamburg
Offen: So. 11 – 17 Uhr


 

Sonntag

Speicher am Kaufhauskanal – Neues Kaufhaus

Versteckt hinter einer Gründerzeitvilla liegt der älteste Großspeicher Hamburgs aus dem Jahre 1827. Als Erweiterung des einst 1650 am südlichen Ende des Kaufhauskanals gelegenen „Alten“ Kaufhauses gebaut, musste das „Neue“ Kaufhaus 1881 dem Bau der Eisenbahn nach Cuxhaven weichen und wurde an seinen heutigen Ort transloziert. Der Fachwerkbau mit drei Lagerböden wurde 1888 um einen Comptoiranbau ergänzt. Seit 1956 als Lager genutzt wurde er bis 2015 sorgfältig restauriert. Heute finden im Speicher kulturelle Veranstaltungen statt.

Blohmstr. 22, 21079 Hamburg
Offen: So. 10 – 17 Uhr
Führung(en): halbstdl. Treff: im Hof neben der Kita


 

Sonntag

Kontor- und Wohnhaus Kanalplatz 6

Das Gebäude wurde 1854 in zentraler Hafenlage vom Harburger Kaufmann L. W. Brammer als Wohnhaus mit „Comptoir“ errichtet. 1906 erfolgte der Umbau zu einem repräsentativen Kontorhaus für die Reederei und Schifffahrtsgesellschaft Renck & Hessenmüller (Distel & Grubitz). Aus der nahezu 100-jährigen Nutzungsgeschichte der Harburger Traditionsfirma sind Teile der historischen Kontorausstattung erhalten. Heute wird das alte Kontor von der KulturWerkstatt Harburg genutzt. Eine private Eigentümergemeinschaft verfolgt die schrittweise und denkmalgerechte Modernisierung.

Kanalplatz 6, 21079 Hamburg
Offen: So. 12 – 18 Uhr
Verzehr / Kaffee und Kuchen


 

Sonntag

Portalkran am Lotsekai

Der Liebherr-Portalkran von 1972 symbolisiert die industriell-gewerbliche Epoche der etwa 1000-jährigen Geschichte des Harburger Binnenhafens. Er wurde von der Firma Mulch Güterservice bis 2006 für den Umschlag von Schüttgut genutzt. Nach Verlagerung des Betriebs ging der Kran an die KulturWerkstatt Harburg e. V. über. Mit großem ehrenamtlichem Engagement denkmalgerecht saniert, ist der betriebsbereite und begehbare „Kulturkran“ heute ein Open-Air-Veranstaltungsort. Zwei ca. 50 Jahre alte Eisenbahnwaggons, ein Schiebewandwagen, Bauart Hbis 299 und ein Güterwagen, Bauart Gbs 213, ergänzen das Ensemble.

Lotsekai, Harburger Binnenhafen, 21079 Hamburg
Offen: So. 12 – 18 Uhr
Führung(en): lfd.
Programm: Jede volle Stunde: Kran in Bewegung
Familienprogramm: So. 12–18 h Kinder malen den Kran, basteln eigene Buttons und dürfen einmal „Kranführer“ sein


 

Sonntag

Fahrradtour

„Historische Überreste – bekannte und unbekannte Kulturdenkmäler“

Auf der Tour werden markante, bekannte und unbekannte Kulturdenkmäler einiger Harburger Stadteile angefahren: Vom Kanalplatz geht es in die Innenstadt, über Eißendorf, Marmsdorf nach Sinstorf und dann über Langenbek und Wilstorf zurück. Ziel sind Industriebauten des 19. Jahrhunderts, repräsentative Bauten der aufstrebenden Industriestadt Harburg, die vor dem 1. Weltkrieg entstanden, sowie Beispiele des „Neuen Bauens“ der Weimarer Republik, dörfliche Kulturdenkmäler, Kirchen, alte Schulbauten und Arbeiterwohnhäuser.

Führung: So. 10 h (Dauer: 4 Std.), nur nach Anm. bis 6.09. bei [email protected]. Treff: Kanalplatz

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