TAG DES offenen DENKMALS Harburg

TAG DES offenen DENKMALS Harburg

Harburger Schloss, 1850 | Copyright: Helms-Museum
Vielleicht im nächsten Jahr dabei, oder im nächsten Jahr, oder im nächsten Jahr...  :(

Einmal im Jahr öffnen europaweit die Denkmäler ihre Türen und Tore. Am Tag des offenen Denkmals sind alle Bürgerinnen und Bürger von FR 07 – SO 09 SEP 18 dazu eingeladen, Baukulturgeschichte zu entdecken und zu erleben. Dazu stehen auch in Harburg dieses Jahr viele Denkmäler offen, zu denen sonst der Zutritt meist nicht möglich ist. 


Der Tag des offenen Denkmals steht unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. In der Hansestadt öffnen alljährlich um die hundert Denkmäler ihre Pforten zum Tag des offenen Denkmals. Verschiedenste Veranstaltungen wie Führungen, Vorträge, Feste, Performances, Familienprogramme und weitere Kulturangebote locken zehntausende Bürgerinnen und Bürger in die Denkmäler der Hansestadt. Oftmals sind diese nicht öffentlich zugänglich und nur an diesem Wochenende geöffnet. Viele der gezeigten Denkmäler wurden mit Unterstützung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg restauriert oder gar gerettet.

Entdecken, was uns verbindet

Tag des offenen Denkmals 2018

FR 07 – SO 09 SEP 18 | Eintritt frei

Das komplette Hamburg-PROGRAMM ansehen [ pdf ]

Das bundesweite Motto „Entdecken, was uns verbindet“ greift den Leitgedanken des Europäischen Kulturerbejahres 2018 vom gemeinsamen Erbe („Sharing Heritage“) auf. Ein gemeinsamer Blick soll auf unser kulturelles Erbe geworfen werden. Wechselseitige Einflüsse sollen entdeckt und viele Fragen gestellt werden: Wo und in welcher Form haben (ausländische) Baumeister, Planer, Handwerker und Künstler ihre Spuren, neue Ideen und technische Innovationen in der lokalen Architektur hinterlassen und wie umgesetzt? Aber auch die Frage, was das Spezifische an Hamburgs Denkmälern ist.

Der Stadtteil Hamburg-Harburg selbst ist ein SOZIALES DENKMAL
für gelungene Integration

unserer Mitbürger und dem friedlichen Miteinander unterschiedlichster Kulturen.
Hier gibt es jeden Tag VIEL „zu Entdecken, was uns verbindet“. Das internationale Harburger Flair ist ein ALLEINSTELLUNGSMERKMAL in der Hansestadt und vergleichbar mit dem Stadtbild von z.B. London.

——–

Die “Internationale Bauausstellung Hamburg” und das Denkmalschutzamt Hamburg haben im Oktober 2008 ein mit historischem Bildmaterial versehenes Buch über den Harburger Binnenhafen veröffentlicht.

Denkmalwelt Harburger BinnenhafenDenkmalwelt Harburger Binnenhafen

Buch im PDF-Format, kostenlos
Download / Herunterladen /
Öffnen des Buches
51 Seiten, 4.8MB

Gedruckte Ausgabe, gebunden
Denkmalschutzamt Hamburg
100 Seiten

Das reich bebilderte, unkonventionelle Denkmalbuch über den Harburger Binnenhafen umfasst sowohl fachliche als auch persönliche Beiträge von Denkmaleigentümern, Investoren und Architekten – es ist ein Buch über Denkmäler und Menschen.

Vorgestellt wird ein breites Spektrum von Denkmalprojekten, die besonders innovativ, beispielgebend oder auch typisch sind. Die Palette umfasst in den letzten Jahren realisierte Bauvorhaben, aktuelle Beispiele und Denkmäler, deren Umwidmung noch aussteht und deren Perspektiven aufgezeigt werden.

Über 140 Veranstaltungen laden ein, bekannte und unbekannte Denkmäler der Hansestadt zu erkunden. Mehr als ein Drittel davon wurden mit Unterstützung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg restauriert oder gar gerettet.

Die Besucher können feiern, lernen oder einfach nur genießen – das Programm ist bunt: Rundgänge, Führungen, Vorträge, spezielle Familienangebote und weitere Kulturangebote sowie Kaffee & Kuchen werden von zahlreichen Ehrenamtlichen speziell für den Tag des offenen Denkmals angeboten.

In Bergedorf wird es eine Ringlinie mit einem historischen Omnibus geben.


Die Harburger Denkmäler sind auch in diesem Jahr wieder mit dem beliebten Barkassen-Shuttle zu erreichen.

Am Sonntag, 09. September 2018 öffnen die Harburger Denkmäler von 12–18 Uhr und ein Shuttle lädt ein zu einer reizvollen Barkassenfahrt, vom Hamburer Hafen zur Harburger Schlossinsel (Kanalplatz) und zurück.

Barkassen-Shuttle [ Hansa III ]

Ponton Hohe Brücke 2 – Harburger Binnenhafen
Harburger Binnenhafen – Ponton Hohe Brücke 2

Fahrzeit 75 Minuten

Fahrplan:
10.30 / 13.30 / 16.30 Uhr ab Ponton Hohe Brücke 2 („Mäuseturm“ ggü. Miniaturwunderland)
bis Kanalplatz, Harburger Binnenhafen
12 / 15  / 18 Uhr ab Kanalplatz, Harburger Binnenhafen,
bis Ponton Hohe Brücke 2

Fahrpreise:
Einfache Fahrt 12 Euro, Hin- und Rückfahrt 19 Euro (Kinder 50 %).
Reservierung unter: [email protected].
Restkarten an Bord.


Otto Ewerien - Das zerbombte Harburger Rathaus [ November 1944 ]
Copyright: Helms-Museum

Freitag

Das Harburger Rathaus

wurde 1892 nach Entwürfen des Architekten Christoph Hehl im Stil der flämischen Renaissance fertig gestellt. In diesem Jahr feiert das Rathaus also seinen 125. Geburtstag. Der Backsteinbau besitzt eine prachtvoll geschmückte Fassade, die sich in einen vorspringenden Mitteltrakt und zwei kleinere Seitenrisalite gliedert. Der Rundgang zum Denkmaltag führt in den Großen Sitzungssaal mit historischen Buntglasfenstern, in das große Treppenhaus und auf den Dachboden, wo das Uhrwerk der Turmuhr untergebracht ist, die an die Stelle des Harburger Wappens getreten ist.

Rathaus-Führung anlässlich des Tages des offenen Denkmals am FR 07 SEP 18 | ACHTUNG Teilnahme NUR MIT vorheriger ANMELDUNG für zwei Termine: 11.30 Uhr und 13.30 Uhr bis zum 05 SEP 18 per e-mail bei „[email protected]“ oder per Tel. 040-428713505


Sonntag

Wartesaal Kunstverein Harburger Bahnhof

Zur Geschichte des Wartesaals im Harburger Fernbahnhof [ mehr Infos ]

Der Fernbahnhof Harburg wurde 1872 an seinem jetzigen Standort in Betrieb genommen. 1896/97 wurde das Bahnhofsgebäude von Hubert Stier als Backsteinrohbau mit romanischen und norddeutsch-gotischen Formen errichtet. Im prunkvollen 300 qm großen ehemaligen Wartesaal 1. Klasse mit Holz-Kassettendecke befindet sich heute der Kunstverein Harburger Bahnhof, der dort zeitgenössische Kunst präsentiert. Der Raum ist neben dem Literaturhaus einer der wenigen erhaltenen Versammlungsräume mit freistehender Deckenkonstruktion in Hamburg und zugleich die letzte historische Bahnhofswartehalle.

Hannoversche Str. 85 (über Gleis 3 und 4), 21079 Hamburg
Offen: So. 12 – 18 Uhr
Führung(en): ab 12.30Uhr / stündlich


Sonnabend, Sonntag

Dreifaltigkeitskirche Harburg

Die Dreifaltigkeitskirche Harburg wurde nach Plänen der Architekten Ingeborg und Friedrich Spengelin (1962/63, Glockenturm 1966) an Stelle des 1944 zerstörten Vorgängerbaus errichtet, von dem nur Portal und Westfront (1650-52) und wenige Ausstattungsstücke erhalten sind. Seit Juni 2018 werden neue Konzepte für das Ensemble (Kirche, Höfe, Turm u. Gebäude) erarbeitet, die am Denkmaltag unter dem Motto „3falt – Kunst – Kultur – Kreativität: Erkundung, Erforschung & Erprobung der Dreifaltigkeitskirche“ vorgestellt werden. Anfang 2019 wird über die Zukunft der Kirche entschieden.

Neue Straße 44, 21079 Hamburg
Offen: So / Sa 10 – 18 Uhr
Führung: Sa. und So. 15 h und nach Bedarf

Programm/Familienprogramm:
Nachzeichnen historischer Ansichten auf diversen Maluntergründen.
Musik, Speisen und Getränke aus dem Entstehungsjahrzehnt des Kirchengebäudes


Sonntag

Speicher am Kaufhauskanal – Neues Kaufhaus

Versteckt hinter einer Gründerzeitvilla liegt der älteste Großspeicher Hamburgs aus dem Jahre 1827. Als Erweiterung des einst 1650 am südlichen Ende des Kaufhauskanals gelegenen „Alten“ Kaufhauses gebaut, musste das „Neue“ Kaufhaus 1881 dem Bau der Eisenbahn nach Cuxhaven weichen und wurde an seinen heutigen Ort transloziert. Der Fachwerkbau mit drei Lagerböden wurde 1888 um einen Comptoiranbau ergänzt. Seit 1956 als Lager genutzt wurde er bis 2015 sorgfältig restauriert. Es gilt als ältester Großspeicher Hamburgs. Heute finden im Speicher kulturelle Veranstaltungen statt.

Blohmstr. 22, 21079 Hamburg
Offen: So. 11 – 17 Uhr
Führung(en): halbstdl.


Sonntag

Kontor- und Wohnhaus Kanalplatz 6

Das Gebäude wurde 1854 in zentraler Hafenlage vom Harburger Kaufmann L. W. Brammer als Wohnhaus mit „Comptoir“ errichtet. 1906 erfolgte der Umbau zu einem repräsentativen Kontorhaus für die Reederei und Schifffahrtsgesellschaft Renck & Hessenmüller (Distel & Grubitz). Aus der nahezu 100-jährigen Nutzungsgeschichte der Harburger Traditionsfirma sind Teile der historischen Kontorausstattung erhalten. Heute wird das alte Kontor von der KulturWerkstatt Harburg genutzt. Eine private Eigentümergemeinschaft verfolgt die schrittweise und denkmalgerechte Modernisierung.

Kanalplatz 6, 21079 Hamburg
Offen: So. 12 – 18 Uhr
Führung: 15 Uhr
Verzehr / Kaffee und Kuchen


Sonntag

Portalkran am Lotsekai

Der Liebherr-Portalkran von 1972 symbolisiert die industriell-gewerbliche Epoche der etwa 1000-jährigen Geschichte des Harburger Binnenhafens. Er wurde von der Firma Mulch Güterservice bis 2006 für den Umschlag von Schüttgut genutzt. Nach Verlagerung des Betriebs ging der Kran an die KulturWerkstatt Harburg e. V. über. Mit großem ehrenamtlichem Engagement denkmalgerecht saniert, ist der betriebsbereite und begehbare „Kulturkran“ heute ein Open-Air-Veranstaltungsort. Zwei ca. 50 Jahre alte Eisenbahnwaggons, ein Schiebewandwagen, Bauart Hbis 299 und ein Güterwagen, Bauart Gbs 213, ergänzen das Ensemble.

Lotsekai, Harburger Binnenhafen, 21079 Hamburg
Offen: So. 12 – 18 Uhr
Führung(en): lfd. (Kran und Waggons)

Programm: Jede volle Stunde: Kran in Bewegung
Familienprogramm: So. 12–18 Uhr Kinder malen den Kran und basteln eigene Buttons. Kinderführungen auf dem Kran in Begleitung der Eltern, sie dürfen dann einmal „Kranführer“ sein. Sackkarren-Parcours mit „Kulturkran-Sackkarrenführerschein“


Sonnabend

Fahrradtour

„Entdecken, was uns verbindet … in Harburg“

Die Tour durch Harburg mit eigenem Fahrrad steht unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Angefahren werden u. a. die „Salzburger Häuser“, die an die 1733 ausgesiedelten 42 Berchtesgardener Protestanten erinnert, sowie der Schwarzenberg mit dem 1690 angelegten Jüdischen Friedhof und wenn möglich auch einige Kirchen mit „Migrationshintergrund“ sowie der ab 1890 angelegte „Neue Friedhof“. Auf 32 ha befinden sich dort mehr als 32.000 Grabstätten, was ihn zum größten zusammenhängenden Friedhof Norddtl. in kirchlicher Trägerschaft macht.

Führung: Sa. 10 Uhr (Dauer: 4 Std., Strecke ca. 20 km). Treff: Kanalplatz 16 / Fischhalle


Sonntag

Friedrich-Ebert-Gymnasium

Friedrich-Ebert-Halle, 1930 | Foto: Kurt Foige (1888–1965) Copyright: Helms-Museum

Das Friedrich-Ebert-Gymnasium wurde 1928 gegründet und ist das zweitälteste Hamburger Gymnasium. 1929/30 wurden das Friedrich-Ebert-Gymnasium und die Friedrich-Ebert-Halle durch das Hochbauamt der Stadt Harburg-Wilhelmsburg errichtet. Der Entwurf stammt von Nicolas van Taack-Takranen, fertiggestellt wurden die Gebäude von Otto Kleeberg. Der Backsteinbau steht in der Tradition der Bauhausarchitektur und folgt Prinzipien, die der Hamburger Baudirektor Fritz Schumacher für moderne Schulgebäude gefordert hatte. Die Restaurierung des Gebäudekomplexes wurde Anfang 2018 abgeschlossen.

Ausstellung  von Fotos des Harburger Fotografen Kurt Foige (1888–1965), der den Gebäudekomplex mit der städtischen Festhalle unmittelbar nach der Fertigstellung fotografisch dokumentierte. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium. Sie wurde gemeinsam mit Schülern entwickelt und will die Verbindung von Geschichte und Architektur eines Gebäudes zeigen.
Bis zum 31. Dezember 2018 ist die Ausstellung mit Exponaten aus dem Archiv des Stadtmuseums Harburg am originalen Ort im Foyer der Friedrich-Ebert-Halle zu sehen. Die Öffnungszeiten nach dem Denkmaltag erfahren Sie unter https://amh.de/ausstellungen/zeitwende-das-friedrich-ebert-gymnasium-in-fotografien-von-1930/.

Alter Postweg 30–38
Offen: So. 14-17 Uhr
Führung: So. 14-17 Uhr, lfd. nach Bedarf. Treff: Foyer im linken Flügel des Hauptgebäudes
Familienprogramm: So. 14 Uhr, Führung für Familien von Schülerinnen und Schüler

Programm: So. 14-17 Uhr Orgelmusik (Ebert-Halle)


———

SOCIAL MEDIA anonym durch Einsatz des c't-Projektes Shariff

Harburger Kultur | Artikel-Tipps