SVEN REGENER – Wiener Straße

SVEN REGENER | Foto (C) CHARLOTTE GOLTERMANN

Longlist Deutscher Buchpreis 2017: Ein großer Roman voll schräger Vogel in einer schrägen Welt. Derbe, lustig und bizarr wie seine Protagonisten. „Wiener Straße“ von Sven Regener ist für den Deutschen Buchpreis 2017 nominiert und erscheint am 7. September 2017.


Wiener Straße beginnt im November 1980 an dem Tag, an dem Frank Lehmann mit der rebellischen Berufsnichte Chrissie sowie den beiden Extremkünstlern Karl Schmidt und H. R. Ledigt in eine Wohnung über dem Café Einfall verpflanzt wird, um Erwin Kächeles Familienplanung nicht länger im Weg zu stehen.

Österreichische Aktionskünstler, ein Fernsehteam, ein ehemaliger Intimfriseurladen, eine Kettensäge, ein Kontaktbereichsbeamter, eine Kreuzberger Kunstausstellung, der Kampf um die Einkommensoptionen Putzjob und Kuchenverkauf, der Besuch einer Mutter und ein Schwangerschaftssimulator setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die alle ins Verderben reißen.
Außer einen!

AUDIO

7 Min. | Quelle: Deutschlandfunk Kultur

Sven Regener: „Wiener Straße“ – Der Mythos des alten Kreuzbergs ist auserzählt

Kreuzberg, Anfang der 1980er Jahre – das war ein kreativer Urknall, eine surreale Welt aus Künstlern, Hausbesetzern, Freaks, Punks und Alles-frisch-Berlinern. Jeder reibt sich an jedem. Jeder kann ein Held sein. Alles kann das nächste große Ding werden. Kunst ist das Gebot der Stunde und Kunst kann alles sein. Ein Schmelztiegel der selbsterklärten Widerspenstigen, die es auch gerne mal gemütlich haben, ein deutsches Kakanien in Feindesland.

Wer könnte böser und zugleich lustiger und liebevoller darüber schreiben als Herr-Lehmann-Erfinder Sven Regener?

Sven Regener

www.svenregener.de

ist Musiker (Element of Crime) und Schriftsteller. 2001 veröffentlichte er seinen ersten Roman, Herr Lehmann, der sich über eine Million Mal verkaufte. Es folgten die Romane Neue Vahr Süd (2004), Der kleine Bruder (2008) und Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (2013). Die Verfilmung von Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt kommt im Sommer 2017 ins Kino.

BUCH | SVEN REGENER – Wiener Straße

LESEPROBE

Gebundene Ausgabe
304 Seiten
Verlag: Galiani-Berlin (7. September 2017)
Sprache: Deutsch

Ein großer Roman voll schräger Vögel in einer schrägen Welt. Derbe, lustig und bizarr wie seine Protagonisten.
Erscheint am 7. September 2017 – auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis!

AUDIO | Sven Regener liest „Wiener Straße“ – Hörprobe

 


 

„Mir gefällt heute noch vieles“

ZEIT online | Interview: David Hugendick | www.zeit.de/2017/36/sven-regener-herr-lehmann-wiener-strasse-kreuzberg

In seinem ersten Roman schlurfte der legendäre „Herr Lehmann“ durch das West-Berlin der Mauerjahre. Jetzt hat Sven Regener wieder ein Buch über diese Ära geschrieben. Wie passen der beglückende Geist der Dilettanten von damals und das hippe Kreuzberg von heute zusammen?

ZEIT: Es ist auch ein Roman über den Hedonismus dieser Zeit. Junge Menschen, die in Berlin an das Große der Kunst glauben und etwas romantisch und naiv sind. Wie kann man es sich dort zu dieser Zeit vorstellen?

Regener: Hedonismus? Ich weiß nicht. Das Interessante an Kreuzberg war, dass sich die bildende Kunst durch die Punkszene entakademisiert hatte. Das war neu. Plötzlich herrschte das Gefühl, dass jeder mitmachen konnte. Dass Kunst nicht mehr von einem gemacht sein müsse, der von der Hochschule kommt. Das war plötzlich egal.“

 


 

Interessant in diesem Zusammenhang:

Die Ausstellung in Dresden bis 19. November 2017

Geniale Dilletanten 

Ab Ende der 1970er Jahre erregte in Deutschland – im Westen wie im Osten – eine künstlerische Alternativszene mit lautstarkem Protest und gezielter Provokation Aufsehen und Anerkennung: „Geniale Dilletanten“! In der Ausstellung „Geniale Dilletanten“. Sub-Kultur der 1980er Jahre in West- und Ostdeutschland im Albertinum Dresden trifft die westdeutsche Subkultur der 1980er Jahre auf die alternative Musik- und Kunstszene in der DDR jener Zeit.

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