Die Pianistin, Sängerin und Komponistin Sophia Oster zählt zu den spannenden Stimmen der jungen Jazzgeneration und performt ihren aktuellen Tonträger PRAISE in der Wilhelmsburger Honigfabrik.

Sophia Oster Quartett © Matthias Kuhaupt
Das Album „Praise“ wurde eingespielt mit einem hochkarätig besetzten Quartett: dem vielfach ausgezeichneten Saxophonisten Konstantin Herleinsberger, dem erfahrenen US-Bassisten Paul Imm (bekannt durch Tourneen mit Lee Konitz und Rosemary Clooney) und dem virtuosen, aufstrebenden brasilianischen Drummer Rafael Müller.
Zwischen Jazz, Klassik, Gospel und brasilianischen Einflüssen entfaltet sich ein persönlicher Sound – mal zart, mal kraftvoll, stets berührend. Ein Abend voll lebendiger Improvisation und starker musikalischer Stimmen.
VIDEO | Sophia Oster Quartett – Bala Com Bala (João Bosco/ Aldir Blanc)
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PRAISE
Mit „Praise“ legt die Sängerin, Pianistin und Komponistin Sophia Oster ein neues Album vor. Zusammen mit Konstantin Herleinsberger (Flöte, Saxophon), Paul Imm (Bass) und Rafael Müller (Schlagzeug) entfaltet Oster auf sechs Stücken eine musikalische Reise zwischen zeitgenössischem Jazz, lyrischer Intimität und rhythmischer Raffinesse.
AUDIO
Den Auftakt macht das titelgebende Doppelstück Praise / Strong Woman, das mit einem ruhigen, fast meditativen Klavierintro beginnt. Daraufhin öffnet sich das Arrangement wodurch Osters Vokalisen, Herleinsberger Saxophon und Müllers perkussives Schlagzeugspiel gemeinsam ein eindrucksvolles Klangbild erschaffen. Schließlich übernimmt die Flöte elegant die melodische Führung, bevor das Stück sich zu einem klassischen Jazzpart mit klarer Rollenverteilung zwischen Rhythmusgruppe und Solisten wandelt. Ein intensives Klaviersolo zeigt Osters dynamisches Spiel, das zwischen lyrischer Feinfühligkeit und entschlossener Energie changiert. Das Finale bringt alle Stimmen noch einmal in einem emotional aufgeladenen Crescendo zusammen.
Freedom Song, ebenfalls aus Osters Feder, lebt vom Wechselspiel zwischen groovenden Rhythmen und ruhigen, introspektiven Passagen. Herleinsbergers Saxophon tritt hier sowohl als Dialogpartner wie auch als expressiver Solist in Erscheinung, während das Klavier immer wieder Ruhepole setzt.
Mit dem zweiten Doppelstück Woodstock / Go, einer eindrucksvollen Kombination von Joni Mitchells ikonischem Song und Wayne Shorters Komposition, zeigt das Quartett seine improvisatorische Stärke. Der bildreiche Text über Sternenstaub und Rückkehr zur Natur wird durch Osters Gesang intensiv transportiert. Besonders berührend tritt hierbei das dialogische Zusammenspiel zwischen ihrer Stimme und dem Saxophon in einem Vokalise-Part, das in emotionale Soli von Saxophon und Klavier mündet, in Erscheinung.
No Mind, eine Komposition von Steve Allee mit Text von Sophia Oster, schlägt leisere Töne an. Ein gezupfter Bass, zurückhaltende Besenarbeit am Schlagzeug und Osters Stimme entfalten eine fast balladenhafte Atmosphäre – klar, reduziert und doch tief berührend.
Das folgende My Kind Of Blues zeigt das Quartett von seiner rhythmisch wildesten Seite. In hohem Tempo wechseln sich Saxophonlinien, energetisches Klavierspiel und ein geradezu tanzender Schlagzeugeinsatz ab. Die Struktur bleibt wandelbar, die Energie hoch, das Zusammenspiel präzise und mitreißend.
Mit dem brasilianischen Klassiker Carinhoso (Pixinguinha/Braguinha) findet das Album einen zärtlichen Ruhepunkt. Osters Gesang – auf Portugiesisch – wird hier von einem sanften, fast intimen Saxophonspiel begleitet. Ein kurzes, behutsam gezupftes Bass-Solo von Paul Imm setzt beim Schlusslicht dieses Albums einen besonders warmen Akzent.
HONIGFABRIK, Wilhelmsburg
Sophia Oster Quartett | Jazz
SA 07 MRZ 26 | Einlass 19 Uhr / Konzert 20 Uhr | AK 15€ / VVK 13€
Sophia Oster: Vocals
Kostantin Herleinsberger: Saxophone
Paul Imm: Double Bass
Rafael Müller: Drums





