SCHAUSPIELHAUS Hamburg | Theater-STREAM

Aufzeichnungen können eine gemeinsam mit Ihnen und von Ihnen inspirierte Vorstellung nicht ersetzen, aber erinnern an das, was uns in Zukunft wieder erfreuen wird. Die Vorstellungen wurden bei uns kurz vor den Premieren mitgeschnitten, genau genommen besuchen Sie also Proben, die wir technisch sehr unaufwendig – eigentlich nur für den internen Gebrauch – dokumentiert haben. Auch hier danken wir allen Beteiligten, den Schauspieler*innen und Regieteams, für ihre Zustimmung, diese Dokumente nun als SchauSpielHausBesuch veröffentlichen zu dürfen.


SchauspielHausBesuch

PROGRAMM [ Änderungen vorbehalten. Das Programm wird laufend erweitert ]

TRAILER

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Fr, 29/5 & Mi, 3/6 ab 18.00 Uhr / für 24 Stunden online

The Who and the What

von Ayad Akhtar
Regie: Karin Beier
Premiere: 14/01/2017

Es spielen: Lina Beckmann, Paul Herwig, Josefine Israel, Ernst Stötzner
Regie: Karin Beier, Bühne: Franz Dittrich, Kostüme: Maria Roers,
Musik: Arvild J. Baud, Licht: Rebekka Dahnke, Dramaturgie: Jörg Bochow, Ton: Shorty Gerriets, André Bouchekir

Es handelt sich um die Aufzeichnung der Generalprobe. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Ton- und Bildqualität nicht in jedem Fall unseren eigentlichen Ansprüchen genügt.

Zarina, eine junge Frau aus einer pakistanischen Einwandererfamilie in Atlanta, schreibt ein Buch über den Propheten. Sie stellt die Frage, wer war er als Mensch, welche Leidenschaften trieben ihn um, und was für ein Bild hat sich der Islam von ihm gemacht. Das Thema ist konfliktgeladen, auch für die fiktive Autorin in Ayad Akhtars neuem Stück. Ihr Vater, ein strenggläubiger Muslim, hat es in Amerika zu etwas gebracht, ihm gehören ein Drittel der Taxis der Stadt. Seine Frau ist gestorben, so gilt seine ganze Fürsorge seinen Töchtern. Er versucht sie zu verheiraten, für Zarina gibt er sogar eine Kontaktanzeige mit ihrem Profil auf, und er prüft persönlich die möglichen Heiratskandidaten. Alles geht gut, bis ihm Zarinas Manuskript in die Hände kommt. Er verstößt sie wegen der vorgeblichen Blasphemie ihres Buches, die Familie zerbricht.

FAZ

„Die deutschsprachige Erstaufführung am Schauspielhaus Hamburg besticht durch ihren Mut im Umgang mit der heiklen Themenmischung, indem sie sich selbstbewusst und gut gelaunt zu nichts als Kunst bekennt. […] Karin Beier nimmt Ayad Akhtars melancholisch-boulevardeske Tragikomödie zupackend beim ungenierten Wort und beim nonchalanten Ton, folgt der Entwicklung der Personen und den Sprüngen der Handlung. […] Mit diesem klugen und humorvollen Abend erweist sich das Schauspielhaus Hamburg erneut als meinungsstarkes Stadttheater im offenen Dialog mit seinem Publikum.“


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Fr, 5/6 ab 18.00 Uhr / für 24 Stunden online

Goethes Faust, Wurzel aus 1+2

von Christoph Marthaler
Regie: Christoph Marthaler
Premiere: 4/11/1993
Eingeladen zum Theatertreffen 1994

Es spielen: Josef Bierbichler, Jacques Ullrich, Martin Pawlowsky, Annelore Sarbach, Siggi Schwientek, Özlem Soydan, Catrin Striebeck, Edmund Telgenkämper, Ulrich Tukur, Albi Klieber, Ueli Jäggi, Inka Friedrich, Matthias Bernhold, Jean-Pierre Cornu, Graham F. Valentine

Regie: Christoph Marthaler, Bühne und Kostüme: Anna Viebrock. Musikalische Einrichtung: Christoph Marthaler, Licht: Dierk Breimeier, Dramaturgie: Stefanie Carp

Es handelt sich um die Aufzeichnung der Generalprobe. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Ton- und Bildqualität nicht in jedem Fall unseren eigentlichen Ansprüchen genügt.


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Mi, 10/6 und Fr, 19/6 / jeweils ab 18.00 Uhr für 24 Stunden

Hysteria – Gespenster der Freiheit

nach Motiven von Luis Buñuel
Regie: Karin Beier
Uraufführung am 17/9/2016

Es spielen: Paul Behren, Yorck Dippe, Sachiko Hara, Jonas Hien, Josefine Israel, Markus John, Angelika Richter, Kate Strong, Sayouba Sigué, Julia Wieninger, Michael Wittenborn

Regie: Karin Beier Bühne und Kostüme: Johannes Schütz Musik: Jörg Gollasch Sounddesign: Dominik Wegmann Licht: Annette ter Meulen Dramaturgie: Christian Tschirner

Inspiriert von Luis Buñuel wird Karin Beier zur Eröffnung der Spielzeit eine Gesellschaft in Angst inszenieren: Eine Familie kehrt aus Asien zurück, wo sie aus beruflichen Gründen lange Zeit gelebt hat. Mit Kollegen, Freunden, Nachbarn soll Einzug gefeiert werden. Doch die Unsicherheit ist groß: Ist die Rückkehr nach Deutschland Abstieg oder Aufstieg? In was für ein Land kehren sie zurück? Worauf müssen sie sich einstellen, worauf können sie sich verlassen? Was sind das für Menschen da draußen? Und dieser neue Nachbar, was will er?

Das Fundament des neu bezogenen Hauses steht offenbar auf schwankendem Boden und der Blick durch die gläserne Fassade auf das, was Heimat war und nun wieder werden soll, begegnet rätselhaften Zeichen. Vertraute Sätze klingen plötzlich bedrohlich, Gedanken enthüllen Verschwörung und Meldungen handeln von Katastrophen. Eigenes wie politisches Leben entpuppt sich als endloser Krisenzusammenhang. Es braucht nicht viel, um aus Unsicherheit Angst und aus Angst Hysterie werden zu lassen.


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Fr, 12/6 im nachtkritikstream ab 18:00 Uhr

John Gabriel Borkman

von Henrik Ibsen
Regie: Karin Henkel
Eingeladen zum Theatertreffen 2015
Premiere: 21/09/2014

Es spielen: Lina Beckmann, Matthias Bundschuh, Jan-Peter Kampwirth, Josef Ostendorf, Kate Strong, Julia Wieninger, Gala Othero Winter

Regie: Karin Henkel Bühne: Katrin Nottrodt Kostüme: Nina von Mechow Musik: Arvild J. Baud Licht: Annette ter Meulen Dramaturgie: Sybille Meier

Mitschnitt von ZDF/3Sat

Tief gefallen ist John Gabriel Borkman, ehemaliger Bankdirektor und Unternehmer. Seit seiner Rückkehr aus dem Gefängnis vor acht Jahren, in dem er wegen Veruntreuung von Geldern einsaß, lebt er mit seiner Frau Gunhild im Haus der Schwägerin Ella: er oben, seine Frau unten, ohne jeglichen Kontakt miteinander. Eines Abends erscheint die sterbenskranke Ella, die Borkman damals geliebt, aber für seine Karriere geopfert hat. Ella fordert den Sohn der Borkmans zurück, da sie ihn einst aufgezogen hatte. Doch Gunhild verfolgt eigene Pläne mit Erhart, wie sich auch Borkman einen Neubeginn durch ihn erhofft – der Sohn als Erlöser, als Rächer, als Hoffnungsträger einer Generation, die nurmehr ein Schattendasein führt und unfähig zum verantwortlichen Handeln ist. Doch der Junge verweigert die ihm zugewiesene Rolle und will nur eins: das eigene Glück.

»John Gabriel Borkman«, das zweitletzte Stück, das Ibsen vor seinem Tod 1906 geschrieben hat, gilt als eines der Meisterwerke des norwegischen Dichters. Die Fülle der Themen, die ihn zeit seines Lebens umtrieben, führt er hier noch einmal dicht zusammen. Die Lebenslüge oder der „Wille zum Schein, zur Illusion“ als existentielle Grundbedingung der Menschen wird darin ebenso verhandelt wie ihre Beziehungen untereinander, die in diesem Kosmos nur noch von den Gesetzen des Marktes bestimmt sind: Alles wird zur Handelsware – die Liebe, der Sohn, das eigene Leben.

Eingeladen zum Theatertreffen 2015

Lina Beckmann wurde im Rahmen des Berliner Theatertreffens für ihre Darstellung der Ella mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet und war mit dieser Rolle für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Darsteller/in Schauspiel“ nominiert. Gala Winter erhielt, ebenfalls im Rahmen des Theatertreffens, für die Rolle der Frida Foldal den Alfred-Kerr-Darstellerpreis.

Süddeutsche Zeitung

„Entgegen jeder üblichen Ibsen-Spielweise traut Karin Henkel sich, nicht Charaktere zu entwickeln, sondern in die Grauzone von Zuständen einzutauchen, die das psychische Zuhause für gewöhnlich sorgsam verbirgt. Sie stülpt das Drama um und zeigt, was im Schatten der Selbstzensur an Fantastik gedeiht. Wohin uns unsere unverdauten Aggressionen führten, wenn wir der Höflichkeit und dem Respekt Ade sagen würden. Zugleich lässt einen der Abend intensiv staunen, was für beeindruckende Monster wir doch sind.“


 

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