Sammlung Falckenberg 2020 – Das Ausstellungsprogramm

Sammlung Falckenberg - Foto: Henning Rogge, Deichtorhallen

Das Ausstellungshaus der Sammlung Falckenberg in den Phoenix Fabrikhallen in Hamburg-Harburg wurde 2008 eröffnet und ist seit 2011 wichtiger Bestandteil der Deichtorhallen Hamburg. Auf über 6.000 qm und fünf Etagen wird dort die Privatsammlung von Harald Falckenberg präsentiert, deren Schwerpunkt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst ab den 1980er-Jahren liegt.

Die Ausstellungen der Sammlung Falckenberg können im Rahmen von Führungen besucht werden. Diese finden immer donnerstags bis sonntags statt. Außerdem haben Sie jeden ersten Sonntag im Monat von 12 bis 17 Uhr die Gelegenheit, die Sammlung Falckenberg auch ohne Anmeldung zu besuchen.


ERÖFFNUNG DES AUSSTELLUNGBETRIEBES

Wieder offen! Hamburger Museen und Ausstellungshäuser nehmen am DO., 7. Mai 2020 Publikumsbetrieb auf

Die Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg können ab diesem Zeitpunkt wieder unter besonderen Vorkehrungen zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen innerhalb der üblichen Öffnungszeiten zu den normalen Eintrittspreisen besucht werden. Veranstaltungen und Führungen werden jedoch bis auf Weiteres nicht stattfinden. 






AUSSTELLUNGEN 2020

INSTALLATIONEN AUS 25 JAHREN SAMMLUNG FALCKENBERG

30. November 2019 bis 30. August 2020

INSTALLATIONEN AUS 25 JAHREN SAMMLUNG FALCKENBERG

Die installativen und skulpturalen Arbeiten, die Harald Falckenberg in den letzten Jahrzehnten eingekauft hat, sind auch international ein Highlight. Eine Eruption von COUNTERCULTURE Bürgerschreck-Kunst mit der Falckenbergschen Punk-Attitüde, die seine Sammlung, vor der Deichtorhallen-Phase, legendär gemacht hat. Die Ausstellung präsentiert rund 100 Werke von über 60 international renommierten Künstler*innen wie Monica Bonvicini, Olaf Breuning, Jimmie Durham, Mark Dion, Thomas Hirschhorn, Jon Kessler, Jessica Stockholder, Diana Thater, Cosima von Bonin, Franz West, Mike Kelley, General Idea und Erwin Wurm.


Hamburger Arbeitsstipendien für bildende Kunst

13. Juni bis 23. August 2020

In Kooperation mit den Deichtorhallen Hamburg werden die zwanzig Künstler*innen, die in den Jahren 2018 und 2019 von der Behörde für Kultur und Medien mit einem Arbeitsstipendium für bildende Kunst ausgezeichnet wurden, in der Sammlung Falckenberg in Harburg dem kunstinteressierten Publikum einen spannenden Einblick in ihr künstlerisches Schaffen geben. Damit stellen erneut zwei Jahrgänge der Stipendiat*innen nach Beendigung der Stipendienzeit ihre Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung aus.

Die Hamburger Arbeitsstipendien für bildende Kunst wurden 1981 eingerichtet, um bildenden Künstler*innen nach Beendigung ihrer Ausbildung auf dem Weg in ihre berufliche Zukunft eine Starthilfe zu geben. Mit den Stipendien werden seitdem jährlich über Expertenjurys zehn Hamburger Künstler*innen für ein Stipendium ausgewählt, deren Arbeiten einen besonders förderungswürdigen eigenständigen und innovativen Ansatz sowie ein herausragendes künstlerisches Potential erkennen lassen.

Jahrgang 2018: Angela Anzi, Andrea Becker-Weimann, Maya Connors, Jenny Feldmann, Anna Grath, Eva Könnemann, Franziska Opel, Volker Renner, Stella Rossié und Jenny Schäfer.

Jahrgang 2019: Farideh Jamshidi, Gerrit Frohne-Brinkmann, Mona Herrmann, Magdalena Los, Marko Mijatovic, Fion Pellacini, Judith Rau, Pablo Schlumberger, Saskia Senge und Goscha Steinhauer.


KATHARINA SIEVERDING

26. September 2020 bis 14. März 2021

Seit mehr als fünf Jahrzehnten gehört KATHARINA SIEVERDING (*1944) zu den Pionierinnen, die früh die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten von Fotografie erkannt haben und das Medium fortwährend inhaltlich und formal erweitern. Ihr Thema und Kunstprinzip, sagt die Künstlerin, seien »Transformationsvorgänge«, Fragen nach Identität, Gender und Race.

Bekannt geworden ist Sieverding durch die beispiellose Konsequenz, mit der sie filmisch und fotografisch ihr zum Teil extrem vergrößertes und auf vielfältige Weise manipuliertes Porträt seit den 1960er-Jahren einsetzt.

Ab den 1970er-Jahren erarbeitet sie großformatige Montagen zur Weltlage, 1977 auf der documenta 6 erstmals international veröffentlicht. Dabei hinterfragt sie die beschleunigten Bildprozesse der Gegenwart kritisch im Sinne einer Verantwortung auch sich selbst gegenüber. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen die 1978 entstandene Fotoarbeit Schlachtfeld Deutschland, ein Statement zur RAF-Zeit und 1993 die Berliner Plakataktion Deutschland wird deutscher, mit der Sieverding auf die rechtsradikalen Übergriffe nach dem Mauerfall reagierte. Kurz zuvor realisierte die Künstlerin im Reichstagsgebäude die Gedenkstätte für die verfolgten Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik.


SAMMLUNG FALCKENBERG
Wilstorfer Straße 71 | Phoenix-Hallen / Hamburg-Harburg

Die Ausstellungsräume der Sammlung Falckenberg befinden sich in den Phoenix-Hallen in Hamburg-Harburg.

ÖFFNUNGSZEITEN UND PREISE

  • Sonntags, 12–17 Uhr (Es findet kein Führungsangebot statt)
    Eintritt: 10 Euro/erm. 6 Euro
  • donnerstags und freitags um 18 Uhr, samstags um 15 Uhr und sonntags um 12 und 15 Uhr im Rahmen von öffentlichen Führungen.
  • Jeden Samstag um 12 Uhr finden zusätzlich Führungen mit Blick in die Jonathan-Meese-Räume und das Schiebelager der Sammlung statt. Begrenzte Teilnahmezahl, Buchung erforderlich unter www.tickets.deichtorhallen.de
    Eintritt: 15 Euro/erm. 12 Euro, inkl. Führung

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN AN DEN FEIERTAGEN
Jeweils um 12 und 15 Uhr an den gesetzlichen Feiertagen. Begrenzte Teilnahmezahl, Buchung erforderlich unter www.tickets.deichtorhallen.de

INDIVIDUELLE FÜHRUNGEN
Führungen für Gruppen und Schulklassen können beim Museumsdienst Hamburg gebucht werden: Telefon 040/4281310, [email protected]
Für weitere Infos erreichen Sie uns per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter Telefon 040/32506762 (Di – Do, 10–12 Uhr und 14–16 Uhr).

ANFAHRT
mit Fernbahn/Nahverkehr: Ab HH-HBF, S3 Richtung Neugraben, Buxtehude, Stade oder mit der S 31 Richtung Harburg Rathaus, Neugraben bis Bahnhof Harburg (13 Min.). Von dort (S-Bahn-Ausgang Moorstr.) sind es etwa 10 Min. zu Fuß zur Sammlung Falckenberg. Mit dem Auto: A253 Abfahrt Hamburg-Wilstorf, A1 Abfahrt Hamburg-Harburg

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