Omar Amiralay – Alltag in einem syrischen Dorf | Dokumentarkino im Archäologischen Museum Hamburg

Omar Amiralay – Alltag in einem syrischen Dorf | Dokumentarkino im Archäologischen Museum Hamburg

Standbild aus dem Dokumentarfilm "Everyday Life in a Syrian Village"

Das Archäologische Museum Hamburg zeigt im Rahmen seiner Foto-Sonderausstellung „SYRIEN. Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit“ in Kooperation mit dem mobilen Filmprojekt „Fexibles Flimmern – Filme in Bewegung“ den Film des syrischen Filmemachers Omar Amiralay „Everyday Life in a Syrian Village“.


Der Film wird am 8. und 9. Mai im Theatersaal des Museums am Museumsplatz 2 im Original mit englischen Untertiteln, jeweils um 20 Uhr gezeigt ( Einlass 18.30 Uhr ). Die Kuratoren der Ausstellung, Claus Friede und Mathias von Marcard, geben vor dem Film, der im Original mit englischen Untertiteln gezeigt wird, eine thematische Einführung.

An beiden Abenden ist eine thematisch korrespondierende Fotoausstellung zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro (Filmvorführung und Ausstellungsbesuch). Das Museumsrestaurant „Helms Lounge“ bietet das passende kulinarische Rahmenprogramm.

Das Archäologische Museum Hamburg zeigt noch bis zum 16. Juni 2019 die Ausstellung „SYRIEN. Fragmente einer Reise, Fragmente einer Zeit“ mit Fotografien von Yvonne von Schweinitz (1921-2015). Die Fotografin reiste 1953 und 1960 nach Syrien in die heute weitgehend zerstörten Städte Damaskus, Homs, Hama und Aleppo, mit Abstechern in die Wüstenoase Palmyra und ins Alawitengebirge. Die Ausstellung lädt den Besucher ein, sich auf die Pfade der Reisefotografin Yvonne von Schweinitz zu begeben. Zu sehen sind über 80 Schwarz-Weiß-Fotografien und zahlreiche Farbdiapositive, die sie mit ihrer Rolleiflex und verschiedenen Kleinbildkameras aufgenommen hat. Ergänzendes Material vermittelt einen Eindruck von der aktuellen, vom Bürgerkrieg erschütterten Situation Syriens.


VIDEO | Everyday Life in a Syrian Village
Al Hayatt al Yawmiyah fi Quariah souriyah
Alltag in einem syrischen Dorf
Syrien 1974, Omar Amiralay, 35mm, 94 Min.
Original mit englischen Untertiteln


„Anfang der 1970er Jahre startete die regierende Baath-Partei unter Hafiz al-Assad ein umfassendes Reformprogramm, um die Lebenssituation der syrischen Landbevölkerung zu verbessern.

In diesem beeindruckenden filmischen Dokument kommen nicht nur die staatlichen Gesundheitsbeamten und Polizeikräfte zu Wort, die die Reformen durchsetzen, sondern auch erstmals die Bauern selbst, die von ihnen profitieren sollten. In der Gegenüberstellung dieser Perspektiven wird ein Missverhältnis zwischen der Fremd-und der Selbstwahrnehmung der syrischen Landbevölkerung sichtbar und eine wachsende Distanz zwischen Regierung und Volk angedeutet.

Der „Vater des syrischen Dokumentarfilms“, Omar Amiralay, realisierte den Film gemeinsam mit dem syrischen Dramatiker Saadallah Wannous und begründete mit ihm die Schule eines sozialkritischen Dokumentarfilms, der die Frage der Gerechtigkeit in den Mittelpunkt des filmischen Schaffens stellt und die syrische Gesellschaft gnadenlos seziert.

Es verwundert deshalb nicht, dass die meisten Filme Amiralays bis heute in Syrien nicht gezeigt werden können und er selbst bis zu seinem Tod 2011 vornehmlich in Frankreich lebte und arbeitete.“ [ via Kinemathek Karlsruhe ]


ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM HAMBURG
Museumsplatz 2
21073 Hamburg

Syrisches Dokumentarkino im Archäologischen Museum Hamburg:
„Everyday Life in a Syrian Village“

Termine: Mittwoch 8. Mai 2019 (Einführung mit Claus Friede) und Donnerstag 9. Mai 2019 (Einführung mit Mathias von Marcard)
Uhrzeit: Einlass 18.30 Uhr, Beginn 20 Uhr, die Ausstellung ist an beiden Tagen bis 20 Uhr geöffnet
Eintritt: 12 Euro (Filmvorführung und Ausstellungsbesuch), Reservierungen bitte per Email an: [email protected]

Das Museumsrestaurant „Helms Lounge“ bietet das passende kulinarische Rahmenprogramm.

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