NAÏSSAM JALAL & RHYTHMS OF RESISTANCE – New Hamburg Festival

NAÏSSAM JALAL & RHYTHMS OF RESISTANCE – New Hamburg Festival

Die franco-syrische Flötistin kommt mit hochkarätiger Besetzung aus Paris nach Hamburg auf die Veddel und zieht Verbindungslinien zwischen ihren Heimaten und dem ganzen großen Rest der Jazzgeschichte. Das ist selbstverständlich mit musikalischen Abenteuern verbunden – und transportiert politische Statements.


Eine Meisterin der Querflöte und der im arabischen Raum bekannten Längsflöte Nay: Naïssam Jalal wurde in Paris geboren und sammelte Erfahrungen im gesamten Mittelmeerraum und darüber hinaus, bis Syrien, dem Heimatland ihrer Eltern. Dort erweiterte sie ihren musikalischen Horizont.

Zurück in Frankreich gründete Naïssam Jalal das Ensemble Rhythms of Resistance gemeinsam mit vier Kollegen aus Ungarn, Marokko, Deutschland und Italien. Mit ihnen verbindet sie Jazz- und Klassikelemente mit orientalischer und afrikanischer Musik.

NAÏSSAM JALAL & RHYTHMS OF RESISTANCE
Konzert im Rahmen des New Hamburg Festival

So, 23/09/2018/21:00 Uhr
Immanuelkirche Veddel, Wilhelmsburger Straße 73

Besetzung
Naïssam Jalal: comp, fl, nay / Mehdi Chaïb: sax, perc / Karsten Hochapfel: g, clo / Zacharie Abraham: db / Arnaud Dolmen: dr, perc

Ihre Kompositionen sind voller Dynamik und erzählen von musikalischen Reisen und der Neugier auf das Unbekannte. Dieser Reichtum kennzeichnet auch ihr jüngstes Album «Osloob Hayati».

Hier „begegnen sich Orient und Okzident auf Augenhöhe. Für Naissam Jalal ist Musik nicht nur wie eine Reise, sondern vor allem auch eine unaufhörliche Suche nach Freiheit.

Naissam Jalal wurde 1984 als Tochter syrischer Einwanderer in Frankreich geboren und hat sich schon in ganz jungen Jahren in die Flöte verliebt. Sie bekam zunächst eine klassische Ausbildung und hat dann den Jazz entdeckt, nachdem sie das Album „Olé“ von John Coltrane hörte und ihr klar wurde, dass Volksmusik und Jazz durchaus miteinander zu vereinbaren sind.

Auf der Suche nach ihren kulturellen Wurzeln reiste Naissam Jalal mit 19 Jahren in das Heimatland ihrer Eltern, studierte in Damaskus die Nay Flöte, zog dann nach Ägypten, nahm in Kairo Geigenunterricht und stand mit dem ägyptischen Jazzmusiker Fathy Salama auf der Bühne, der traditionelle arabische Musik mit Jazz und Elektronik verschmolzen hat.

Mit dieser Band vereint Naissam Jalal viele verschiedene musikalische Einflüsse: Afrikanische, indische, europäische Musik – alles kommt hier zusammen. Diese Vermischung ist durchaus als politisches Statement gedacht, denn das Aufkommen fremdenfeindlicher Stimmungen in Europa beunruhigt die Tochter syrischer Einwanderer erheblich.“[ deutschlandfunkkultur ]


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