MOZART | Große Messe in c-Moll

MOZART | Große Messe in c-Moll

Mozart-Porträt, in Anlehnung an das Familiengemälde von 1780/81, Ausschnitt,
postum gemalt von Barbara Krafft im Jahr 1819,
[Public domain], via Wikimedia Commons

Wolfgang Amadeus Mozarts „Grosse Messe in c-Moll“ (KV 427) ist eines der großen Rätsel der Musikgeschichte. Man weiß einiges über die Uraufführung am 25.8.1783 in der Salzburger Stiftskirche St. Peter, aber über ihre Entstehung und vor allem, warum die Messe unvollendet blieb, darüber wird bis heute gerätselt.


Der Komponist ist jungvermählt und lebt in Wien, freischaffend. Und die Opernaufträge kommen! Wozu komponiert er dann ohne Auftrag eine Messe? Vermutlich hat er es für seine Frau getan, Constanze, die dann auch bei der Uraufführung eine Solopartie sang. Constanze hat er ohne Einwilligung des Vaters geehelicht und um sie diesem nachträglich vorzustellen, unternimmt er 1783 eine Reise nach Salzburg, bei der die Messe zur Aufführung gelangt.

„Die c-Moll-Messe ist ein Monumentalwerk, das den Rahmen der bisherigen Messkompositionen Mozarts sprengte. In jenen Jahren setzte sich Mozart mit den Werken Johann Sebastian Bachs auseinander, die er durch die Vermittlung des Baron Gottfried van Swieten kennenlernte und die eine schöpferische Krise und Überwindung dieser Krise bei Mozart auslösten. Nicht nur Bach steht hinter diesem Werk. Die Italiener des 18. Jahrhunderts erscheinen gleichfalls transfiguriert. Die Fugen am Ende des „Gloria“ und des „Sanctus“ zeigen, in welch hohem Maße Mozart den kontrapunktischen Stil mit eigenem Geist erfüllt hat.

Die „Große Messe in c-Moll“ ist Mozarts ehrgeizigste Komposition in dieser Gattung.“

[ Seite „Große Messe in c-Moll“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. Juli 2017, 20:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gro%C3%9Fe_Messe_in_c-Moll&oldid=167445987 (Abgerufen: 7. Oktober 2018, 16:36 UTC) ]

Wolfgang Amadeus Mozart „Grosse Messe in c-Moll“ KV 427

Harburg | SA 17 NOV 18 | St. Johanniskirche 19 Uhr
Klassisches Konzert
Harburger Kantorei mit dem Harburger Kammerorchester
Eintrittskarten ab 15,- unter www.harburger-kantorei.de
bzw. Tel. 069 – 407 662 – 0


VIDEO | Wolfgang Amadeus Mozart – Grosse Messe in c-Moll, KV 427

Eine Aufzeichnung des Eröffnungskonzerts der „Tage Alter Musik Regensburg“ in der Stiftskirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg vom 29. Mai 2009

Mit Mozarts großer Messe in c-Moll ehrten die Regensburger Domspatzen ihren ehemaligen Domkapellmeister Georg Ratzinger, der den Chor 30 Jahre lang von 1964 bis 1994 geleitet hatte.

„Das älteste, echteste und schönste Organ der Musik, das Organ, dem unsere Musik allein ihr Dasein verdankt, ist die menschliche Stimme.“ So enthusiastisch äußerte sich Richard Wagner zum Gesang. Und tatsächlich ist der menschlichen Singstimme eine Wahrhaftigkeit gegeben, die unmittelbar Emotionen freisetzt, bewegt und anrührt. Im wahrsten Sinne des Wortes spricht die Vokalmusik direkter an, als es Instrumenten möglich ist.

Dies liegt nicht nur am mitgeteilten Text, an den gesungenen Worten. Es liegt auch am besonderen Klang. Die Faszination der Stimme inspirierte Komponisten aller Epochen und Nationalitäten. Ludwig van Beethoven durchbrach sogar das eigentlich rein instrumentale Konzept der Symphonie, indem er in seiner „Neunten“ Chor und Solisten das berühmte „Freude schöner Götterfunken“ anstimmen ließ. Sein Mitteilungsbedürfnis hatte eine Größe und Bedeutung erreicht, der er ohne den Gesang nicht gerecht werden konnte. [ via BR-KLASSIK ]


St. Johannis Kirche
Bremer Str. 9,
21073 Hamburg

In diesem Video von Levin Hübner stellt sich die Harburger Kantorei vor. Und zu hören gibt es Ausschnitte aus dem Heilig, heilig von Mendelssohn, den Fest- und Gedenksprüchen von Brahms und dem Bògòroditse Devo von Rachmaninow.

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