Maximiliane BAUMGARTNER & Laura ZIEGLER – Aha | Kunstverein Harburger Bahnhof

Maximiliane BAUMGARTNER & Laura ZIEGLER - Aha | Abb.: Courtesy the artists

Laura Ziegler und Maximiliane Baumgartner verwandeln in ihrer Ausstellung Aha! den Kunstverein Harburger Bahnhof in einen doppelt oder gar dreifach künstlichen Park.


Darin ereignet sich ein freundinnenschaftlicher Dialog zwischen zwei Malerinnen, die konkrete Handlungsansätze erproben und untersuchen: bei Ziegler oftmals in Puppenbühnen und für ihren Filmklub, bei Baumgartner als fahrende Aktionsräume und -settings in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Dabei beziehen sich die beiden Künstlerinnen in ihren jeweils eigenen erweiterten Malereibegriffen auf Figuren wie Vagabund:innen, Pädagoginnen, Bänkelsänger:innen und Ziereremit:innen, die in öffentlichen Räumen, in Parks und auf Plätzen künstlerisch tätig waren und dort Positionen einnahmen, die in einem Spannungsverhältnis zu ihrem gesellschaftlichen Umraum standen.

Diese Figuren sind Teil des Dialogs von Baumgartner und Ziegler, den sie über Rollenbilder von Künstler:innen, Formen von Wissensproduktion und Selbstorganisation ebenso führen wie über Betrachter:innenrollen und künstlerische Handlungsformen.


VIDEO | Maximiliane Baumgartner – Nominiert für PERSPEKTIVEN 2021

Maximiliane Baumgartner entwickelt forschungsbezogene Werkserien im Medium der Malerei. Ausgangspunkte bilden hierbei urbane Kontexte und ihr Interesse an möglichen Formen von Gegenöffentlichkeit, die sie sowohl als Produktions- als auch als Austragungsort versteht.


Kunstverein Harburger Bahnhof
Im Fernbahnhof über Gleis 3 & 4

www.kvhbf.de

Maximiliane BAUMGARTNER & Laura ZIEGLER – Aha!

Laura Ziegler und Maximiliane Baumgartner verwandeln in ihrer Ausstellung Aha! den Kunstverein Harburger Bahnhof in einen doppelt oder gar dreifach künstlichen Park.

Kuratiert von Annette Hans

Ausstellung: bis 22.8.2021

FR 09 JUL 21, Soft Opening 19 – 23 Uhr

Bitte beachten Sie die Informationen zum Schutz- und Hygienekonzept des Veranstaltungsortes, zur Eindämmung der Corona-Epidemie.

Öffnungszeiten:
MI – FR von 14 – 18 Uhr
SA + SO von 11 – 18 Uhr
Eintritt frei

Der Kunstverein Harburger Bahnhof versteht sich als lebendiger Kunstraum im Süden Hamburgs, der sich der jungen Hamburger Kunstszene ebenso verpflichtet fühlt wie den internationalen Entwicklungen der aktuellen Kunstproduktion. Seit seiner Gründung 1999 befindet sich der Kunstverein im ehemaligen Wartesaal der 1. und 2. Klasse, des 1897 in Betrieb genommenen Bahnhofs. Er ist Präsentations- und Produktionsort für junge lokale, nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler und ein offen zugänglicher Raum für alle interessierten Besucher:innen (der Eintritt zu den Ausstellungen und Veranstaltungen ist traditionell frei).

Sei 2019 werden auch erstmals vier Wandvitrinen in das Ausstellungsprogramm des Kunstvereins mit einbezogen, die sich auf Gleis 3 und 4 als jederzeit öffentlich zugängliche Ausstellungsflächen befinden. Für diesen neuen Spielort werden über das Jahr immer wieder Projekte realisiert, die sich konkret mit der Bahnhofsrealität und ihren zeitlichen, infrastrukturellen, emotionalen und sozialen Gefügen auseinandersetzen.

Florian Deeg & Jáno Möckel – Leerlauf und: Warten auf Durchzug
10.7. – 15.8.2021 @ KVHBF VitrinenSoft Opening, 9.7.2021, 19 – 23 Uhr

In ihrer Ausstellung in den Vitrinen des Kunstvereins beschäftigen sich Florian Deeg und Jáno Möckel mit dem Vergessen von Orten, Gegenständen und menschlichen Begegnungen. Dabei hinterfragen sie den doppelten Charakter von Vitrinen, einerseits als museale Präsentationsform für Kunst und andererseits als Werbeformat für Waren des Konsums. In ihrer multimedialen Installation verbinden Deeg und Möckel den Konservierungsprozess von Erinnerung mit der Ästhetik des Verfalls. Dafür eignen sie sich Gegenstände und Orte des Alltags an. Die vertraut wirkenden Objekte und Räume werden durch Verfremdung des Materials oder ungewohnte Perspektiven surreal inszeniert. Hinter den Glasscheiben der Vitrinen wirken sie dem Alltagsleben seltsam entrückt.

Kuratiert von Marie Kuhn
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