LIGHT MY FIRE | Mensch Macht Feuer

Bis 28. April 2024 präsentiert das Archäologische Museum Hamburg (Harburg) eine der wichtigsten Entdeckungen des Menschen – das Feuer.

Light my fire 1000 - LIGHT MY FIRE | Mensch Macht Feuer

FEUER prägte unsere Kulturgeschichte und war Triebfeder der unerschöpflichen Innovationskräfte des Menschen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen zu einer Reise durch die Menschheitsgeschichte, die ohne Feuer undenkbar wäre.


Pressetext: Archäologisches Museum Hamburg

Ausgehend von archäologischen Zeugnissen, wirft die Ausstellung Schlaglichter auf die technische Nutzung des Feuers sowie seine heutige Bedeutung als Grundlage des Industrie- und Informationszeitalters. In der Schau sind aber nicht nur Funde zum Thema Licht und Feuer zu sehen, sondern auch Inszenierungen und Rekonstruktionen, etwa von altsteinzeitlichen Höhlenmalereien, sowie Stationen zum Experimentieren.

Das Bedürfnis nach Licht in der Finsternis ist so alt wie die Menschheit selbst. Die ersten Hinweise auf die bewusste Erzeugung von Feuer lassen sich bereits in der Steinzeit vor etwa 500.000 Jahren finden, und schon vor 1,6 Millionen Jahren besaßen die Menschen die Fähigkeit, Feuer zu kontrollieren.

Die Sonderausstellung LIGHT MY FIRE – MENSCH MACHT FEUER beleuchtet aber nicht nur die kultur- und sozialgeschichtliche Bedeutung von Feuer und Licht, sondern auch den Fortschritt, den diese mit sich gebracht haben: Von der steinzeitlichen Tranlampe bis zur modernen LED-Leuchte wird die Entwicklung nachgezeichnet, einen Ausblick in die Zukunft eingeschlossen.

Der Funke springt über

Viele Geschichten, die sich Menschen seit Urzeiten erzählen, beginnen mit einem Funken: Im Urknall entfacht er das All, in den Schöpfungsmythen vieler Kulturen steht das Licht am Anfang allen Lebens.

Die Ausstellung knüpft genau hier an und erzählt die Geschichte der Menschheit, vorangetrieben von der Beherrschung des Feuers und seiner Energie. Von den Anfängen des Feuermachens und der physikalischen Beschaffenheit von Licht bis hin zur modernen Unterhaltungskultur mit Kino und Fernsehen wird das Phänomen auf innovative Weise beleuchtet. In der Ausstellung sind daher nicht nur archäologische Funde zum Thema Licht und Feuer zu sehen, sondern auch Inszenierungen und Rekonstruktionen, etwa von altsteinzeitlichen Höhlenmalereien, sowie Mitmach-Stationen für Experimente. Die zündenden Momente der Menschheitsgeschichte zeigen sich in der Ausstellung als Funkenschlagen, Tranlampe und Glühbirne, reichen vom Kirchenfenster zur Leuchtreklame, springen vom Feuerstein zur Lightshow. Die Ausstellung ermöglicht einen Blick in die berühmten Höhlen von Lascaux und in stillgelegte Hamburger U-Bahn-Tunnel.

Dass die stetige Weiterentwicklung der vom Menschen beherrschten Naturgewalt Feuer und die vielen neuen Erfindungen nicht nur positive Aspekte beinhalten, vermittelt die Ausstellung am Ende der Reise durch das Licht. Hier kommen die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zur Sprache, und es werden mögliche Szenarien für die Zukunft entworfen.


VORTRÄGE

Wissenschaftler und Experten beleuchten die Phänomene Feuer und Licht, berichten über ihre spannenden Forschungen, die die Anfänge, die Gegenwart und zukünftige Welten untersuchen.

Eintritt frei | ohne Anmeldung
Vortragsort: ArchaeoLogicum,
Harburger Rathausplatz 5

  • 29.02.2024, 18 Uhr
    Was ist Licht? – Forschungen und Theorien bei Licht betrachtet
    Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität Hamburg
  • 14.03.2024, 18 Uhr
    Aus jedem Fenster Helligkeit und Lärm – Altona, Sankt Pauli und eine Sinnesgeschichte der Großstadt im 20. Jahrhundert
    Dr. Henrik Eßler, Medizinhistorisches Museum Hamburg
  • 18.04.2024, 18 Uhr
    Feuer, Ritual und Kunst – Eine neue evolutionspsychologische Archäologie
    Dr. Rimtautas Dapschauskas, Universität Heidelberg

In diesem Zusammenhang erinnern wir daran, dass Feuer auch als Waffe eingesetzt werden kann.

Operation Gomorrha | Hamburg 1943

„(engl. Originalschreibweise: Operation Gomorrah) war der militärische Codename für eine Serie von Luftangriffen auf Hamburg, die vom 24. Juli bis zum 3. August 1943 von britischen und amerikanischen Luftstreitkräften im Rahmen der Combined Bomber Offensive ausgeführt wurden. Den bis dahin schwersten Angriffen in der Geschichte des Luftkrieges fielen schätzungsweise 34.000 Menschen zum Opfer. Aufgrund ihrer Intensität und besonderer Witterungsbedingungen entfachten die Flächenbombardements vor allem in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1943 in den östlichen Stadtteilen einen verheerenden Feuersturm.

Der Name der Operation bezieht sich auf die biblische Geschichte von Sodom und Gomorrha, in der Gott beide Städte zur Strafe für ihre Sündhaftigkeit durch einen Regen aus „Schwefel und Feuer“ vernichtet.“

[Seite „Operation Gomorrha“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24. Juli 2023, 22:26 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Operation_Gomorrha&oldid=235785932 (Abgerufen: 10. Oktober 2023, 15:08 UTC)]

Vor 80 Jahren: Bombennacht in Hamburg fordert 30.000 Tote

Bettina Lenner und Thomas Luerweg für den NDR | Artikel lesen

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NS-Geschichte und Gaza: Wer Gaza sagt, muss Dresden sagen

Deutsche Täter sind keine Opfer, hieß es nach den Bombardements deutscher Städte 1943. Wie hängt das mit der Wahrnehmung von Gaza zusammen?

Steffen Greiner für die TAZ | Kommentar lesen

„Bis heute bleibt der Bombenkrieg gegen deutsche Städte eine Grauzone, rechtlich wie emotional. Wer von diesen Toten redet, muss auch die anderen erwähnen, die Grausamkeiten, die erst dafür sorgten, dass Menschen solche Vernichtungsstürme auszulösen für denkbar halten, den Holocaust, den brutal geführten Krieg gegen europäische Nachbar*innen.

Die Angriffe trafen Säuglinge und Kom­mu­nis­t*in­nen im Widerstand genauso wie die vielen Mit­läu­fe­r*in­nen und Profiteur*innen. Gleichzeitig sind die Bombardierungen Teil der Geschichte des Bezwingens des deutschen Faschismus.

Nicht der heroischste Teil, aber dennoch einer, für den Menschen in der deutschen Demokratie sogar Dankbarkeit schulden. Dass faschistische Gewalt nicht mit Friedensbotschaften und Appeasement zu vernichten ist und gleichzeitig Empathie mit den Opfern einfordern – das sagt sich leicht.“


Archäologisches Museum Hamburg

LIGHT MY FIRE. Mensch Macht Feuer

Laufzeit: 11.10.2023 – 28.04.2024

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 10 – 17 Uhr
Ort: Archäologisches Museum Hamburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg



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