KLAUS HOFFMANN | Musikalische Lesung zum 70. Geburtstag

Der bekannte Liedermacher und Schauspieler Klaus Hoffmann liest am 9. Oktober 2021 im Rieckhof aus seiner Autobiographie „Als wenn es gar nichts wär“ und aus seinem ersten Roman „Afghana“ und schmückt das Vorgetragene mit diversen Liedern.

Klaus Hoffmann | Foto: Malene Steger

Sein Roman AFGHANA ist eine Momentaufnahme des Flower-Power-Jahres 1969. Dieser erschien im Jahr 2000 und war der erste von Klaus Hoffmann. Charmant begleitet der Autor das Vorgetragene mit amüsanten, selbstironischen und auch durchaus nachdenklichen Bemerkungen. Natürlich greift er auch zu seiner Gitarre und singt. Von Sehnsucht, von Feuervögeln und von Freiheit.


Afghana

Die Geschichte handelt von dem 17-jährigen Paul Lachmann, der 1968 seine Lehre beendet und mit einem Freund zur großen Reise aufbricht. Die Sehnsucht für das Fremde und die Lust aus der deutschen Nachkriegswelt auszubrechen bringt die beiden nach Afghanistan – damals ein Mekka für Hippies und Glücksritter. Viele junge Menschen zog es hierher, in umgebauten Bussen auf abenteuerlichsten Landwegen.

BUCH | KLAUS HOFFMANN.
Afghana

Gebundene Ausgabe
450 Seiten
Verlag: Ullstein
Sprache: Deutsch
24 x 14,6 x 4,8 cm


„Sie hatte mich vom Himmel heruntergeholt und ihre Hand hatte mich aufgefangen und dann wieder freigegeben und wir waren beide zum Himmel hinaufgeflogen. Ich schaute auf das Tal von Bamiyan und mir wurde ganz leicht ums Herz und der neue Tag begann fuer mich wie ein noch nie gesungenes Lied.“ [ Klaus Hoffmann, Afghana ]

Eine musikalische Lesung

In der Lesung wird die Verbindung des Hier und Jetzt mit dem damals hergestellt. Dabei präsentiert Klaus Hoffmann seine unverwechselbaren Lieder mit humorvollem Blick auf seine Generation: das Berlin der 1968iger, der Studentenrevolte und der Sehnsucht nach einem besseren Miteinander.

Klaus Hoffmann ist bekannt für seine poetischen Abende, bei denen er musikalisch und textlich seine Gäste begeistert.

Er erzählt von seiner abenteuerlichen Reise, um das Unbekannte zu entdecken und so in dem damals noch relativ unberührten Afghanistan des Jahres 1970 zu landen. Aus seiner Heimatstadt Berlin, die er verlässt, um im VW-Käfer mit seinem Kumpel Siggi nach Goa aufzubrechen, dem „Freiland“, dem indischen Hippieparadies der 1960er-Jahre.

Die Lesung ist eine Mischung aus Rezitation, sehr persönlicher Erzählung und lockerer Plauderei: Von der Busfahrt im Doppeldeckerbus in Berlin, dem Telefonieren mit dem „Trevira-Telefon“ bei seiner „Königinmutter“, bis hin zu Christina, dem Hippiemädchen in Afghanistan, mit dem der junge Hoffmann den Sonnenaufgang über dem Tal von Bamyan erlebt, geht die unterhaltsame Reise.

In der ihm eigenen Art verknüpft Klaus Hoffmann die Lesung aus seinem Buch mit seinen Liedern. Auf der Bühne erleben wir einen Hoffmann, der seine Lieder mit Gitarre, wie zuletzt in den späten 1970ern („Ich will Gesang…“), vorträgt.

Afghana von Klaus Hoffmann

„nimmt den Zuhörer auf eine literarische Reise nach Afghanistan mit, entführt uns in ein Land, das viele Jahrzehnte lang schwer von Besatzer- und Bürgerkriegen gebeutelt wurde und allmählich ausblutete. Erst kamen die Briten, dann die Russen, danach die Taliban, schließlich die Amerikaner mit ihren Vergeltungsschlägen für die Terrorakte in New York und Washington — das Land fand einfach keine Ruhe.

Dennoch war es in der Vergangenheit immer wieder Zielort von Träumern, Weltverbesserern und Freiheitssuchenden. So zogen Anfang der 70er-Jahre tausende Hippies dorthin, um das Glück in religiösen Heilslehren und billigen Drogen zu finden. Einer von ihnen war damals Klaus Hoffmann, der als junger Mann gleich zweimal Kabul und das Umland bis hoch zum Hindukusch besuchte. Später hat er die dabei gesammelten Erfahrungen in seinem Debütroman Afghana verarbeitet.

Daraus liest er ausgewählte Passagen und macht uns auf diesem Wege mit der so anders gearteten Kultur fernab westlicher Zivilisation vertraut (im Abschnitt „Der Pferdekauf“ beispielsweise), aber auch mit den Erlebnissen eines Glücksritters, der es zu Hause nicht mehr aushielt und deshalb in die Fremde aufbrach.

VIDEO / AUDIO / Foto Slideshow

„Aufgelockert wird die Lesung von einigen Liedern aus Hoffmanns Karriere. Doch egal ob Romantext oder Song – stets ist der Musiker, Schauspieler und Autor hemmungslos autobiografisch. Und doch können sich die Anhänger darin immer ein Stück weit wiedererkennen. Wenn der Berliner von den Momenten des Glücks, seinen Wünschen und Sehnsüchten erzählt, wenn er die Welt aus der Perspektive eines Staunenden und Träumers betrachtet, drückt er genau das aus, was auch viele Fans fühlen und denken.“  [Harald Kepler]


Klaus Hoffmann

Autobiographie | Als wenn es gar nichts wär

Seine Kindheit verbrachte Klaus Hoffmann im Nachkriegsberlin, seine Jugend war geprägt von der 68er-Zeit. Die ersten Schritte als Sänger wagte er in Berliner Szenekneipen. Er stellte sich vors Publikum und begann zu singen – als wenn es gar nichts wär. Für seine Rolle als Edgar Wibeau in der Plenzdorf-Verfilmung Die neuen Leiden des jungen W. wurde Hoffmann gefeiert. Und doch ist immer die Musik seine große Leidenschaft geblieben.

Klaus Hoffmann erzählt von glücklichen und unglücklichen Lieben, von seiner engen Freundschaft zu Reinhard Mey, von seiner Begeisterung für die Lieder von Jacques Brel.


Rieckhof-Kulturzentrum

KLAUS HOFFMANN

Eine musikalische Lesung zum 70. Geburtstag

SA 09 OKT 21
ca. 80 Minuten, ohne Pause
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

TICKETS im VORVERKAUF

TICKETS im Vorverkauf  € 25,83


Artikel weiterempfehlen | SOCIAL MEDIA anonym durch Einsatz des c't-Projektes Shariff

Harburger Kultur | Artikel-Tipps