KATHARINA SIEVERDING | Fotografien, Projektionen, Installationen 2020-1966

Katharina Sieverding
Schlachtfeld Deutschland XI/78, 1978
Aus der Serie Das Denkmal, 1975–1986
Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin,
Eigentum des Landes Berlin © Katharina Sieverding VG Bild-Kunst Bonn, 2020

Die großangelegte Ausstellung FOTOGRAFIEN, PROJEKTIONEN, INSTALLATIONEN 2020 – 1966 in der Sammlung Falckenberg zeigt rund 100 Arbeiten und spannt einen Bogen durch alle Werkphasen der Künstlerin: Von den frühen großformatigen Fotografie-Montagen der 1960er Jahre über die bildgewaltigen Selbstporträt-Serien und filmischen Werke der 1970er bis 1990er Jahre bis in gegenwärtige Produktionen.


Dies umfasst auch ganz neue, bisher ungezeigte Arbeiten, wie den dokumentarischen Film Metroboards über Sieverdings Kunst im öffentlichen Raum sowie das Werk Gefechtspause, das sich mit dem Lockdown während der Corona-Krise beschäftigt.

Die Ausstellung legt einen besonderen Fokus auf die ungebrochen hohe Aktualität früherer Werke und das Interesse der Künstlerin installative Zugänge zum Medium Fotografie zu schaffen.


MONOGRAFIE | Katharina Sieverding.
Kunst und Kapital

LESEPROBE

Gebundene Ausgabe
256 Seiten
300 Abbildungen
Verlag: Hirmer
Sprache: Deutsch
25,1 x 2,7 x 28,7 cm

Der von Sieverding selbst maßgeblich mit konzipierte Band stellt 42 Werkgruppen aus der Zeit von 1967–2017 vor. In Werkabbildungen, Details und Installationsfotos sowie Texten zu Mediennutzung, Selbstbildnis sowie analoger und digitaler Fotografie wird ihr Werk umfassend beleuchtet.

Katalog zur Ausstellung 2017 in der Bundeskunsthalle Bonn.

VIDEO


KATHARINA SIEVERDING (*1944 in Prag)

gehört seit mehr als fünf Jahrzehnten zu den Pionierinnen, die früh die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten von Fotografie erkannt haben und das Medium fortwährend inhaltlich und formal erweitern. Ihr Thema und Kunstprinzip, sagt die Künstlerin, seien »Transformationsvorgänge«, Fragen nach Identität, Gender und Race. Bekannt geworden ist Sieverding durch die beispiellose Konsequenz, mit der sie filmisch und fotografisch ihr zum Teil extrem vergrößertes und auf vielfältige Weise manipuliertes Porträt seit den 1960er-Jahren einsetzt.

Ab den 1970er-Jahren erarbeitet sie großformatige Montagen zur Weltlage, 1977 auf der documenta 6 erstmals international veröffentlicht. Dabei hinterfragt sie die beschleunigten Bildprozesse der Gegenwart kritisch im Sinne einer Verantwortung auch sich selbst gegenüber. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen die 1978 entstandene Fotoarbeit Schlachtfeld Deutschland, ein Statement zur RAF-Zeit und 1993 die Berliner Plakataktion Deutschland wird deutscher, mit der Sieverding auf die rechtsradikalen Übergriffe nach dem Mauerfall reagierte. Kurz zuvor realisierte die Künstlerin im Reichstagsgebäude die Gedenkstätte für die verfolgten Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik.

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt und sind in zahlreichen renommierten Sammlungen vertreten, u.a. im Museum of Modern Art, New York, im San Francisco Museum of Modern Art, im Stedelijk Museum, Amsterdam, in der Nationalgalerie, Berlin, im Museum Folkwang, Essen, und in der Kunstsammlung NRW. 2017 erhielt Katharina Sieverding den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste, Berlin.


VIDEO | Die Künstlerin Katharina Sieverding | Die Frau, die Kunstgeschichte schrieb
ZDF, Aspekte

„Katharina Sieverding gilt als Grande Dame der deutschen Fotokunst. Politische Statements im Großformat sind ihr Markenzeichen. Sie diskutiert soziale Konflikte im öffentlichen Raum. Im Zentrum steht die Frage, ob Kunst eine widerständige Kraft entwickeln kann.“ (Arte)


SAMMLUNG FALCKENBERG

KATHARINA SIEVERDING

Fotografien, Projektionen, Installationen 2020-1966

Ausstellung bis 04. April 2021

Eröffnung: SA 7. November 2020, 12–17 Uhr | Eintritt frei
Die Künstlerin ist anwesend. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist obligatorisch.

Die Sammlung Falckenberg wird aufgrund der aktuellen Situation und der Ausbreitung des COVID-19-Virus vom 2. November bis voraussichtlich Ende November 2020 geschlossen bleiben.

Die Sammlung Falckenberg kann unter besonderen Vorkehrungen zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen innerhalb der üblichen Öffnungszeiten zu den normalen Eintrittspreisen besucht werden. Veranstaltungen und Führungen werden jedoch bis auf Weiteres nicht stattfinden. 

EINTRITTSPREISE
10 Euro normal, 6 Euro ermäßigt, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche
bis einschließlich 17 Jahre.
Div. Gruppenpreise und Rabatte, weitere Infos unter www.deichtorhallen.de/eintrittspreise.

ÖFFNUNGSZEITEN
Sonntags, 12–17 Uhr (Es findet kein Führungsangebot statt)

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
Sammlung Falckenberg: Do/Fr 18 Uhr, Sa 12 und 15 Uhr, So 12 und 15 Uhr
(außer am 1. So im Monat).
Eintritt und Führung: 15 Euro/Person
Eine Anmeldung zu den öffentlichen Führungen in der Sammlung Falckenberg ist erforderlich über das Buchungssystem | ANMELDEN

Die Sammlung Falckenberg, Harburg ist eine Dependance der Deichtorhallen, Hamburg.

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