Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Bereits seit mehr als 100 Jahren wird an diesem Tag weltweit auf Frauenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter und bestehende Diskriminierungen aufmerksam gemacht.
„Eine freiberufliche Pressefotografin versucht mit einer Frauenfotogruppe, einen offiziellen Auftrag zur Dokumentation der Stadt Berlin dazu zu nutzen, kritisch auf vernachlässigte Aspekte hinzuweisen. Sie stößt aber bald an persönliche und politische Grenzen ihres Engagements. Erster Langfilm von Helke Sander, der in seiner Kombination von Fiktion und Dokumentarismus, in seiner essayistischen Argumentationsweise und in seiner trockenen Selbstironie an Alexander Kluge erinnert – allerdings erweitert um eine feministische Perspektive, die den Film zu einem gelungenen und wichtigen Dokument weiblicher Bewusstwerdung macht.“ (Filmdienst.de)
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KONZERT
Wilhelmsburg | SA 07 MRZ 26 | Honigfabrik 20 Uhr | SOPHIA OSTER Quartett | Konzert: Jazz mit Klassik, Gospel und brasilianischen Einflüssen
Landkreis Harburg Jesteburg | SO 08 MRZ 26 | Kunststätte Bossard 11 Uhr | »Malen bis zum Schluss! LOTTE LASERSTEIN, die Menschenmalerin«, mit Kunsthistoriker Dr. Thomas Carstensen | Vortrag zum Internationalen #Frauentag | Eintritt 17,- | Vor dem Hintergrund aktueller Debatten zu Gender und Diversität beeindruckt vor allem Lasersteins souveräner Blick auf die großstädtischen, selbstbewussten Frauen ihrer Zeit.
Harburg | SO 08 MRZ 26 | Revolte am Internationalen Frauentag: Demonstrationsumzug in Harburg 12–14 Uhr, Treffpunkt BIFF Neue Straße 59, 21073 Hamburg | Auch dieses Jahr erheben wir unsere Stimmen: für Frauenrechte, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung – und entschieden gegen Gewalt an Frauen. Bei unserem Demonstrationsumzug ziehen wir zusammen durch die Harburger Innenstadt. Gemeinsam sind wir stark! Treffpunkt ist bei biff vor der Haustür.
Planet HARBURG | SO 08 MRZ 26 | METROPOLIS Resident-Kino 17.30 Uhr | TICKETS § 218 UND WAS WIR DAGEGEN HABEN BRD 1977, Regie: Sabine Eckhard, 42 Minuten, 16mm-Archivfilm | FSK: Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Paragraphen 218 und seiner Vorläufer kommen drei Frauen zu Wort, die in unterschiedlichen sozialen Bereichen leben. Der Dokumentarfilm spiegelt die Lage, in der sich die betroffenen Menschen befinden, und das Thema, welches heute noch genau so wichtig ist wie in den 70er Jahren, authentisch wider.
CALL JANE US 2022, Phyllis Nagy, 121 minutes | FSK: 12 Cast: Elizabeth Banks, Sigourney Weaver, Chris Messina US-American original version with German subtitles (US-amerikanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Chicago, late 1960s: Joy, a housewife and mother, becomes pregnant again. The doctor warns her that the late pregnancy poses a serious risk to her life. But abortions are illegal, and the male clinic director refuses to make an exception for Joy. No one can help her – until she meets the „Janes“, a group fighting underground to give women like Joy a choice. The „Janes“ not only save Joy’s life, but also give it a new purpose: to fight intensively for women’s rights, to fight against male domination in conservative America and to help other women.
Chicago, Ende der 1960er-Jahre: Joy, Hausfrau und Mutter, wird erneut schwanger. Der Arzt warnt sie, dass die späte Schwangerschaft eine ernsthafte Gefahr für ihr Leben darstellt. Doch Abbrüche sind gesetzlich verboten, und der männliche Klinikvorstand will bei Joy keine Ausnahme zulassen. Niemand kann ihr helfen – bis sie auf die „Janes“ trifft, eine Gruppe, die im Untergrund dafür kämpft, Frauen wie Joy eine Wahl zu ermöglichen. Die „Janes“ retten nicht nur Joys Leben, sondern geben diesem auch eine neue Bestimmung: sich intensiv für die Rechte der Frauen zu engagieren, gegen die Männerherrschaft in den konservativen USA zu kämpfen und anderen Frauen zu helfen.
Britta Schmeis from epd Film writes in her review that the fact that it is precisely the well-off, conservative housewife who begins to rebel, ultimately even helping to shape political upheavals, and then returns to her suburban home empowered, holds few surprises as a film: „The real dangers to which the group of women expose themselves, their fears and their despair are hardly given any space. […] The subject matter deserved a more critical, serious approach instead of being cast in a saccharine self-discovery story.“
Britta Schmeis von epd Film schreibt in ihrer Kritik, dass ausgerechnet die wohlsituierte, konservative Hausfrau zu rebellieren beginnt, am Ende gar politische Umbrüche mitgestaltet und dann selbstermächtigt in ihr Vororthäuschen zurückkehrt, berge als Film wenig Überraschungen: „Den realen Gefahren, denen sich die Frauengruppe aussetzt, ihren Ängsten und ihrer Verzweiflung wird kaum Raum gegeben. […] Das Thema hätte einen kritischeren, ernsteren Ansatz verdient, anstatt es in eine zuckrige Selbstfindungsgeschichte zu gießen.“ [Kritik lesen ]
Interessant in diesem Zusammenhang könnte auch ein Blick auf die Harburger Künstlerin MONICA BOHLMANN sein