HEINZ STRUNK – Der goldene Handschuh

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HEINZ STRUNK - Der goldene Handschuh | Buch-Cover, Ausschnitt

Heinz Strunk liest Passagen aus seinem neuen Roman „Der goldene Handschuh“ – erst im Februar 2016 erschienen und somit brandneu. Zum ersten Mal ein Buch des Autors und Musikers, das ohne autobiografische Züge auskommt. Ein „echter Strunk“ ist es dennoch.

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Heinz Strunk erzählt die authentische Geschichte von Fritz Honka, der in den 70er-Jahren in Hamburg mehrere Frauen ermordet hat. Honka nahm seine Opfer aus der Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ mit.

Der Erzähler taucht tief ein in die Nachtwelt von St. Pauli und tritt dicht an seine Figuren heran. So entsteht ein zwar tristes, doch äußerst lebendiges Bild vom Milieu der Reeperbahn vor 40 Jahren. Mit gnadenlosem Realismus und treffsicher stellt Strunk eine in Teilen verrohte Gesellschaft dar, die die Nazizeit noch nicht verarbeitet hat.

Unter insgesamt 15 Autoren wurde Heinz Strunk für den Preis der Leipziger Buchmesse 2016 nominiert.

Die Jury:

„Heinz Strunk findet eine kunstvolle Sprache, um von den Abgehängten der Gesellschaft zu erzählen. Das Leben des Frauenmörders Fritz Honka taucht die helle Welt der alten Bundesrepublik in ein düsteres Licht.“

Heinz Strunk – „Der goldene Handschuh“, Autorenlesung

Harburg | DIE 03 MAI 16 | Bücherhalle Eddelbüttelstraße, 20 Uhr | AUSVERKAUFT!

 

Heinz Strunk - Der goldene Handschuh

 

BUCH | Heinz Strunk – Der goldene Handschuh

Gebundene Ausgabe
256 Seiten
Verlag: Rowohlt (26. Februar 2016)
Sprache: Deutsch

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Dieser phantastisch düstere, grell komische und unendlich traurige Roman ist der erste des Autors, der ohne autobiographische Züge auskommt. Ein Strunkbuch ist es trotzdem ganz und gar. Sein schrecklicher Held heißt Fritz Honka – für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, ein Würstchen, wie es im Buche steht, geistig und körperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ mit.

Strunks Roman taucht tief ein in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht. Mit erzählerischem Furor, historischer Genauigkeit und ungeheurem Mitgefühl zeichnet er das Bild einer Welt, in der nicht nur der Täter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglücklichen Opfer. Immer wieder unternimmt der Roman indes Ausflüge in die oberen Etagen der Gesellschaft, zu den Angehörigen einer hanseatischen Reederdynastie mit Sitz in den Elbvororten, wo das Geld wohnt, die Menschlichkeit aber auch nicht unbedingt. Am Ende treffen sich Arm und Reich in der Vierundzwanzigstundenkaschemme am Hamburger Berg, zwischen Alkohol, Sex, Elend und Verbrechen: Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glück.

Hitze, Honka, HSV

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Heinz Strunk, 1962 in Hamburg-Harburg geboren, ist Schriftsteller, Musiker und Schauspieler. Zusammen mit Rocko Schamoni und Jacques Palminger bildet er die Comedy-Gruppe “Studio Braun“. Sein Erstlingsroman Fleisch ist mein Gemüse (Rowohlt, 2004) wurde ein großer Erfolg und ist Vorlage für ein preisgekröntes Hörspiel, ein Theaterstück und einen Kinofilm. 2014 hat Heinz Strunk Texte von Botho Strauß in der Anthologie Der zurück in sein Haus gestopfte Jäger herausgegeben (Rowohlt).

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Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstr. 47a, 21073 Hamburg

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