Hamburger Camerata | SCHUBERT-Abend mit dem Solisten Sergej Malov

Der Multiinstrumentalist Sergey Malov stellt in der Friedrich-Ebert-Halle das Werk Franz Schuberts in den Mittelpunkt, u.a. mit dem Violoncello da spalla: Ein Instrument, auf dem Johann Sebastian Bach wahrscheinlich seine Cellosuiten selbst gespielt hat.

Sergey Malov interpretiert am 15.12.25 Schubert | Foto: Julia Wesely

Unter dem Motto „Flüsse“ präsentiert Sergey Malov als „Principal Guest“ der Hamburger Camerata einen Schubert-Abend mit Bearbeitungen von Werken des Komponisten. Malov stellt sich dem Publikum außerdem noch als Viola-Spieler und Arrangeur vor. Liedbearbeitungen aus seiner Feder zeigen den Erzromantiker Schubert dabei aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts.


Malov spielt virtuos Violine, Viola, Violoncello, Barockvioline und ein heute fast vergessenes Instrument, das wahlweise als Viola pomposa oder Violoncello da spalla bezeichnet wird. Der Sache und dem Klang nach ist das ein kleines Cello, das ähnlich wie Violine oder Viola an der Schulter und nicht zwischen den Knien gehalten wird.

Das Besondere an diesem Abend ist, dass Malov drei verschiedene Instrumente zum Einsatz bringt: Auf seinem Violoncello da spalla (Schultercello) interpretiert er die „Arpeggione“-Sonate in einer Fassung für Violoncello und Streicher. Anschließend lässt er auf der Bratsche den Gesangspart seiner eigenen Bearbeitung von sechs Liedern aus dem Zyklus „Die Winterreise“ hören, und zum Schluss präsentiert er als Geiger die weiteren Teile des Programms, darunter das späte Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“.

VIDEO | Sergey Malov interpretiert F. Schubert: Sonate für Arpeggione oder Violoncello und Klavier a-Moll D 821 »Arpeggione«


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Programm
F. Schubert: Sonate für Arpeggione oder Violoncello und Klavier a-Moll D 821 »Arpeggione« /
Bearbeitung für Violoncello und Streichorchester
F. Schubert: Lieder aus der »Winterreise« / Bearbeitung für Viola und Streichorchester
F. Schubert: Streichquartett d-Moll D 810 »Der Tod und das Mädchen« / Bearbeitung für Streichorchester
J. Brahms: Trio Nr. 1 H-Dur

„Oft als biedermeierlicher »Liederfürst« abgetan, wird die Vielfalt des Schaffens von Schubert bis heute unterschätzt. Als Arrangeur fügt Malov dabei den diversen Aufführungsvarianten der »Arpeggione«-Sonate mit seinem Schultercello eine neue Lesart hinzu. Liedern aus der »Winterreise« entlockt er ganz ohne Worte ungeahnte Dimensionen, und auch das hochdramatische, so gar nicht biedermeierliche Streichquartett »Der Tod und das Mädchen« lässt er in neuem Licht erscheinen.“ [via Elbphilharmonie]


Friedrich-Ebert-Halle

www.musikgemeinde-harburg.de

Hamburger Camerata.
Flüsse: Ein Schubert-Abend

MO 15 DEZ 25 | Klassikkonzert 19.30 Uhr

Restkarten für das Konzert können (auch von Nicht-Mitgliedern der Musikgemeinde Harburg!) eine halbe Stunde vor der Veranstaltungen an der Abendkasse (20 €, ermäßigt 10 €) erworben werden, Vorbestellung unter Telefon: 0157-33082827.

Sergej Malov, Cello da spalla, Viola und Leitung

„Der aus St. Petersburg stammende Geiger Sergey Malov gilt als ebenso vielseitig wie virtuos: Er spielt gleichermaßen Violine, Viola, Barockvioline und Violoncello da spalla – das Instrument, auf dem Johann Sebastian Bach wahrscheinlich seine Cellosuiten selbst gespielt hat.“ (https://www.weigold-boehm.de/de/kuenstler/sergey-malov)

Der Verein Musikgemeinde Harburg bietet neben Veranstaltungen im Helms-Saal des Harburger Theaters und an anderen Veranstaltungsorten mindestens 10 Konzerte jährlich in der für ihre Akustik berühmten Friedrich-Ebert-Halle: Vom Klavierabend über Kammermusik mit Ensembles verschiedener Größe bis zum großen Orchesterkonzert; Ensemble Resonanz, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg und die Symphoniker Hamburg gastieren regelmäßig in Harburg.


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