Hamburg LESEN – Der Buchpreis der Staatsbibliothek

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Preisträger 2016 | Fotografien des Hamburger Hafens 1930-1970

Buchpreis 2017. Die Staatsbibliothek vergibt seit 2013 den Preis für ein Buch, das sich in herausragender Weise mit dem Thema Hamburg befasst.


Aus knapp 200 Büchern (Vorschlagsliste) wählte die Auswahlkommission 30 hervorragende Publikationen (Longlist) aus. Von diesen hat ein Expertenteam des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens Hamburgs die sieben besten Titel ermittelt, die der Jury vorgeschlagen werden.

Shortlist 2017

Diese sieben Titel sind für den Buchpreis HamburgLesen 2016 nominiert:

BUCH | Jass, Holger: Mein Onkel Pö

Gebundene Ausgabe
144 Seiten
29 Kapitel mit 71 zum größten Teil unveröffentlichten Fotos

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Am 31.12.1985 lief die allerletzte Session in Onkel Pös Carnegie Hall in Hamburg Eppendorf. Pünktlich zum 30. Jahrestag dieses traurigen Ereignisses erscheint das Buch MEIN ONKEL PÖ. Holger Jass, von 1979 – 85 Wirt und Macher vom Onkel Pö, erzählt in lockerem Ton, wie es hinter den Kulissen des legendären Live-Clubs zuging. Es ist sein ganz persönlicher Blick über den Tresenrand hinweg auf das Zentrum der Hamburger Szene in den siebziger und achtziger Jahren.

Die 29 Kapitel mit 71 zum größten Teil unveröffentlichten Bildern auf 144 Seiten sind amüsanter Lesestoff für alle, die dabei waren und jene, die es verpasst haben, weil sie nicht reinkamen, nicht so lange aufbleiben durften oder noch gar nicht geboren waren.

Im Pö gaben sich lokale Größen, spätere Weltstars und echte Legenden ihrer Zeit auf derselben kleinen Bühne die Ehre. Oft platzten zu später Stunde noch Musiker herein und spielten spontane Sessions bis in die frühen Morgenstunden vor glücklichen Fans, die es gar nicht fassen konnten, dass z. B. plötzlich Joe Cocker auf der Bühne stand und wegen Stromausfalls seine kleine Privatvorstellung bei Kerzenlicht gab.

Holger Jass war immer ganz nah am Geschehen, ganz gleich, ob er Schmalzbrote für zukünftige irische Superstars schmierte, einer Jazz-Legende in die Hose half, gegen Nazis oder mit Bierfässern kämpfte und auch sonst auf vielerlei Weise dafür sorgte, dass die Legende rockte.


 

BUCHWeiss, Rainer-Maria (Hrsg.):
Die Harburger Schloßstraße: Archäologie in Hamburg

Mehr Infos | Ausgegraben. Harburg archäologisch
Neue Erkenntnisse zur Harburger Siedlungsgeschichte

Im Rahmen der aktuellen Stadtplanung „Wohnviertel Schlossinsel“ ergab sich für die Archäologen die einmalige Gelegenheit, historisch bedeutsames Gelände zu erforschen. Das Archäologische Museum Hamburg führte seit dem Frühjahr 2012 bis Ende August 2014 umfangreiche Ausgrabungen auf der Harburger Schlossinsel und im Bereich der Harburger Schlossstraße durch.

Auf dem 11.450 m² großen Baugebiet am Kaufhauskanal fand eine der bisher größten  Stadtkerngrabungen Hamburgs statt und gehört zu den größten archäologischen Grabungsprojekten dieser Art in Deutschland. Schon in den 1960er Jahren wurden auf der Schlossinsel erste Sondagen durchgeführt. Große Flächen sind aber bis heute unberührt. Der Kernbau des Harburger Schlosses wurde 1988 als Baudenkmal unter Schutz gestellt.

 


 

BUCHHamburger Kunsthalle
in Zusammenarbeit mit den Freunden der Kunsthalle e.V. (Hrsg):
Kunst aus acht Jahrhunderten: ein Führer durch die Sammlung

343 Seiten
Illustrationen
Verlag: Hamburger Kunsthalle
Sprache: Deutsch

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Hamburg, ein eiskalter Novembermorgen im Jahr 1815. Bastian Plüsch betritt seine Backstube zu früher Stunde – und findet eine Leiche im Backtrog. Alle Spuren deuten auf Mord.

Um nicht selbst in Verdacht zu geraten, muss der Bäcker den toten Körper heimlich entsorgen.

Nur wenig später taucht eine vermummte Gestalt auf, die den unbescholtenen Hamburger vor die Wahl stellt: Entweder gelingt es ihm, das Rezept jenes Zimtbrötchens herauszufinden, das seit kurzem in aller Munde ist, oder die Polizei wird vom Fund der Leiche erfahren …

BUCH | Ingwersen, Sören:
Der Fremde im Backtrog: ein Franzbrötchen-Krimi

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„Der Fremde im Backtrog“ ist ein exzellent recherchierter historischer Roman, bei dem sich die Zutaten einer spannenden Mördersuche und humorvollen Milieustudie zur idealen (Back-)Mischung verbinden: dem weltersten Franzbrötchen-Krimi.

 


 

BUCHWiegandt, Jochen:
Hallo, hier Hamburg! Lieder und ihre Geschichte(n) von Waterkant und See

256 Seiten
Verlag: Edel Germany; Auflage: 1 (6. April 2017)
Sprache: Deutsch
13,6 x 2,5 x 20,8 cm

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In seinem neuen »Liederatur«-Buch nimmt der Hamburger Musiker und »Ur-Liederjan« Jochen Wiegandt Maritimes – Schiffe, Häfen, Flüsse, Meere und die Menschen von der Waterkant – unter die Lupe.

Auf ebenso spannende wie unterhaltsame Weise erzählt er in seinen Liedgeschichten von Gassenhauern, Seasongs, Seefahrtsliedern, Shanties und Salzwasser-Schlagern. Dabei führt er uns zu den Orten und Plätzen in Hamburg, die mit den Geschichten verbunden sind, und fördert reichlich Unbekanntes und Rätselhaftes zutage.

Begleitet wird er von Michael Zapf, dem Hamburg-Fotografen, der die Stadt wie kein Zweiter kennt und mit seinen Bildern die Stadt aus einer ganz neuen Perspektive zeigt.

 


 

BUCH | Blecher, Sebastian:
60 Jahre moderne Stadt(t)räume in Hamburg.
Das Grindelquartier und die Gartenstadt am Hohnerkamp –
gescheiterte Siedlungsmodelle oder Modellsiedlungen mit Zukunft?

208 Seiten
Verlag: Kassel University Press
Sprache: Deutsch
18,4 x 2 x 24,3 cm

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Das Quartier der Grindelhochhäuser und die Gartenstadt am Hohnerkamp, die beiden Hamburger Modellsiedlungen der frühen Nachkriegszeit, strahlen auch 60 Jahre nach ihrer Entstehung den Geist ihrer städtebaulichen Entwürfe aus: die Idee eines modernen Hochhausquartiers und die Idee einer organischen Gartenstadt.

Dieses Buch beleuchtet die Nutzungsgeschichten und den Wahrnehmungswandel der beiden besonderen Stadtbausteine von ihrer Entstehungszeit bis heute.

 


 

BUCH | Wiechmann, Ralf: Kein Bier ohne Alster:
Hamburg – Brauhaus der Hanse

 


PREISTRÄGER 2016

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BUCH | Der Hafen: Fotografien des Hamburger Hafens 1930-1970
Gustav Werbeck, John Holler, Germin, Harald Zoch

Gebundene Ausgabe
256 Seiten
Verlag: Junius Hamburg
Sprache: Deutsch
25,5 x 3 x 31,5 cm

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Der Hafen ist die Lebensader Hamburgs, seit jeher prägt er den Charakter der Stadt als Handelsplatz und ihr Selbstverständnis als weltoffene Metropole. Die Bewohner Hamburgs hat er früh mit fremden Gebräuchen und exotischen Handelsgütern in Berührung gebracht, hat den Takt ihrer Arbeit bestimmt und ist stets ein Sehnsuchtsort für ein besseres Leben in der Ferne gewesen.

Das Fotobuch Der Hafen zeigt diesen zentralen Schauplatz von Hamburgs Geschichte und Gegenwart aus einer besonderen Perspektive. Es lässt uns den Hafen mit den Augen von vier der bedeutendsten Hamburger Hafenfotografen des 20. Jahrhunderts sehen und geht damit über eine historische Bilddokumentation weit hinaus.

Mit der jeweiligen Motivwahl und Bildsprache der Fotografen setzt jedes Kapitel einen eigenen thematischen und fotografischen Akzent. Den Auftakt macht Gustav Werbeck, der als Grafiker bei der HHLA tätig war und fast vierzig Jahre für das Unternehmen fotografierte. Seine Aufnahmen zeigen den Hafen der Vorkriegszeit und den Wiederaufbau nach dem Krieg.

Die Bilder von John Holler und Germin (Gerd Mingram) rücken in eindrücklichen Porträts die Menschen und ihre Arbeit im Schiffbau in den Blick. Harald Zoch, der als Fahrer des HHLA-Vorstandsvorsitzenden im Hafen zu fotografieren begann, schließlich zeigt uns den Übergang vom Stückgutumschlag zum Einsatz des Containers, der tiefsten Zäsur in der Hafenentwicklung des 20. Jahrhunderts.

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