DUCKOMENTA – MomEnte der Weltgeschichte in Harburg

Che Duckevara 
[ kurz vor der Hamburger Invasion an der Piratenbucht 
des Harburger Stadtparks an der Außenmühle am 17. April 1961 ]

Entenhausen ist überall – jetzt auch in Harburg mit einer „unterhaltsamen, witzig frechen und künstlerisch anspruchsvollen“ Schau. Alle Epochen der Menschheitsgeschichte werden aus dem Paralleluniversum der Enten heraus betrachtet. Von der Steinzeit bis zur Mondlandung zeigen die Objekte augenzwinkernd die Welt- und Kulturgeschichte der Enten-Zivilisation. 


Die Duckomenta ist eine Wanderausstellung, deren Name eine Parodie auf die documenta ( der weltweit größten Ausstellung zeitgenössischer Kunst ) ist. In ihr werden Bilder und Plastiken ausgestellt, die berühmten Werken nachempfunden sind, nur dass die dargestellten Figuren Enten im Stil von Donald Duck daherkommen.

So gibt es zum Beispiel die Mona Lisa als Ente, vereinzelt auch Figuren im Stil von Micky Maus. Es finden sich Parodien zu Kunstwerken aus fast allen Epochen, so etwa zu Thutmosis’ Nofretete bis zu Miró.

Die Schau tourt durch ganz Europa – stets leicht verändert und auf den jeweiligen Ausstellungsort zugeschnitten. Im Archäologischen Museum Hamburg werden mehr als 200 dieser „Kunst-Klassiker aus allen Epochen“, wohlvertraut und doch gänzlich neu, zu sehen sein.

Speziell für die Präsentation in Hamburg werden neue Werke angefertigt.


SONDERVERANSTALTUNG

Vortrag: Was in Entenhausen an den Wänden hängt

Die Duckomenta zeigt uns die Kunstgeschichte aus Entenhausener Perspektive. Aber würden die Bürger der Stadt selbst sich solche Bilder an die Wand hängen? Andreas Platthaus, Ehrenmitglied der D.O.N.A.L.D. und Erforscher der Ästhetik in Entenhausen, stellt vor, was die Familie Duck für ein Kunstverständnis hat.

Termin: Mittwoch, 20.12.17, 18 Uhr

Ort: Harburger Theater, Museumsplatz 2

Kosten: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro

Eine Anmeldung zu der Vortragsveranstaltung ist erforderlich unter: 040 42871 2497

Die Kunstgeschichte aus Entenhausener Perspektive

Eine der vermutlich kuriosesten Vereinigung in der Bundesrepublik ist wohl die „Deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus“, kurz D.O.N.A.L.D. genannt. Die Familie Duck und die Welt, in der sie leben, liegt den Donaldisten besonders am Herzen. Die Person Donald Duck, sein Leben und seine Schicksalsschläge, seine Niederlagen und seine Erfolge stehen im Mittelpunkt ihres Interesses. Pflege und Förderung donaldistischen Sinn- und Gedankengutes und deren Verkündung in allen Bereichen der Gesellschaft haben sie zu ihrem Ziel erklärt.

Der Referent, Andreas Platthaus, ist Ehrenmitglied der D.O.N.A.L.D. sowie Erforscher der Ästhetik in Entenhausen und gleichzeitig Redakteur im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“). In Deutschlands wichtigster Tageszeitung hinterlässt er immer wieder „donaldistische“ Spuren. Ebenso bereichert mit seinen Beiträgen das Vereinsblatt „Der Donaldist“, wo Experten die onomatopoetischen Äußerungen („krächz“, „würg“, „schnurch“) der anthropomorphen Tiergestalten analysieren oder mit wissenschaftlicher Akribie nahe liegenden Fragen nachgehen – etwa warum Enten nur in Entenhausen, nicht aber in der realen Welt Zähne haben.

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KATALOG | Art of the Duckomenta

Gebundene Ausgabe
520 Seiten
Verlag: Nünnerich-Asmus
Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch
24,8 x 4 x 27,7 cm

Der Katalog zur Ausstellung – ein Überblick über das Gesamtwerk der Künstler der Gruppe ‚interDuck‘.

Wie sähen die berühmtesten Werke und Funde der Kunst- und Kulturgeschichte aus, wenn sie nicht von Menschen-, sondern von Entenhand erschaffen worden wären? Die neue erweiterte Auflage des Bestsellers mit 40 zusätzlichen Kunstwerken!

Ursprünglich als Fingerübung innerhalb eines Kunstseminars entstanden, erschuf die Künstlergruppe interDuck mit der DUCKOMENTA ein imaginäres Weltkultur-Enten-Erbe und begeistert damit nicht nur die Fans von Donald, Daisy, Dagobert und Co.

InterDuck

ist eine Gruppe von Künstlern, die sich seit 1986 dazu berufen fühlt, die Geschichte der Welt in Form eines Enten-Paralleluniversums zu erzählen. Dabei handelt es sich um eine Reise durch die Jahrtausende, vom Mesozoikum über die Eiszeit in die Antike und bis in die Gegenwart.

Auf dieser Reise entstand eine Wanderausstellung, die um die 400 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Fotografien umfasst, und im Lauf der Jahre über eine Million Besucher verzeichnen konnte. In dieser hochwertigen mehrsprachigen Werkschau kommt das komplette Oevre der Gruppe zum Abdruck.

VIDEO | Art of the Duckomenta

InterDuck stellt die Frage, welche Werke die wichtigsten Künstler der Vergangenheit wohl hinterlassen hätten, hätten auch sie diese Comic-Charaktere gekannt und geliebt. Die Kunst- und Kulturgeschichte müsste wohl umgeschrieben werden. Genau dieses hat sich interDuck vorgenommen.

Dabei werden die Mittel des künstlerischen Zitats und der Verfremdung genutzt. InterDuck nimmt ihre Vorbilder ernst. Bei den Bildern handelt es sich nicht um Computermanipulationen, sondern um reale Malerei, Graphik und Skulptur. Seit 1986 stellt interDuck seine ständig wachsende Sammlung im In- und Ausland aus. Bisher haben sich mehr als eine Million Besucher überzeugen lassen: Die Ver-Entung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten!

Von Dötzi bis Duckfretete, von Mona Lisa bis Che Duckevara präsentiert die Ausstellung über 200 Meisterwerke und große Persönlichkeiten in einer frechen Neuinterpretation. Hier sind wichtige Namen der Leipziger Geschichte wie Luther, Bach, Napoleon und Goethe im Federkleid vereint. Aber auch vor den Ikonen des 20. Jahrhunderts wie Picasso, Lenin und Marilyn Monroe macht die Verfremdung nicht Halt.

Che Duckevara

[ von 1956 bis 1959 ein zentraler Anführer (ComandEnte) der Entenarmee der Harburger Revolution und neben Fidel Duckstro deren wichtigste Symbolfigur ]

Die Invasion in der Harburger Piratenbucht des verwunschenen Stadtparks an der Außenmühle war ein von den Vereinigten Enten Hamburg organisierter militärischer Angriff harburgischer Entilanten auf Harburg. Sie wurde am 17. April 1961 mit verdeckter Unterstützung der CIA von rund 1300 seit 1959 aus Harburg geflohenen Freiwilligen von Blankenese aus durchgeführt und hatte den Sturz der Revolutionsregierung unter Fidel Duckstro zum Ziel. Die Invasion markierte einen ersten Höhepunkt der gegen die Duckstro-Regierung gerichteten Aktionen der Vereinigten Enten Hamburg.

Die Bandbreite der Exponate verdeutlicht die erstaunliche Ähnlichkeit der Entenwelt mit der unsrigen und erinnert daran, dem Ernst der großen Geschichte einen humorvollen Spiegel entgegenzuhalten und die Perspektiven auf sich selbst und die eigene Kultur hin und wieder zu relativieren, ohne sie dabei aus dem Blick zu verlieren.

Selbst archäologische Funde zeugen von der rätselhaften Zivilisation des Entenvolkes. Jedes der Exponate ist ein überraschendes Wiedersehen mit bekannten Kunst- und Kulturobjekten von Weltrang.

Die Begleittexte zu den Exponaten enthüllen die Hintergründe ihrer geheimen Entstehung, zum Beispiel zur Duckfretete: „Fundort dieser Büste sind die Ruinen einer ägyptischen Bildhauerwerkstatt. Es handelt sich vermutlich um eine Darstellung Königin Duckfretetes, die bis heute als eine der schönsten Enten der Welt gilt.“

VIDEO | Duckomenta-Ausstellung in Mannheim | Kunscht – Reportage 2015

 


DUCKOMENTA

Archäologisches Museum Hamburg

Ausstellungslaufzeit: 9. Juni 2017 bis 4. Februar 2018

Ort: Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10-17 Uhr

Eintritt: 6,- / Kinder frei

Die Duckomenta ist eine Wanderausstellung, deren Name eine Parodie auf die documenta ( der weltweit größten Ausstellung zeitgenössischer Kunst ) ist.

In ihr werden Bilder und Plastiken ausgestellt, die berühmten Werken nachempfunden sind, nur dass die dargestellten Figuren Enten im Stil von Donald Duck daherkommen.

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