Der NUSSKNACKER | Russische Klassische Ballett-Ensembles in der Friedrich-Ebert-Halle

Ein Standardtermin im Winter und die Gelegenheit, noch einmal in die zauberhafte Atmosphäre dieses Balletts einzutauchen. Im Dezember wird es in Harburg gleich zweimal aufgeführt.

Das Klassische Ballett verführt mit dem Werk „Der Nussknacker“ zur traumhaften Musik von Tschaikowski in die bunte Märchenwelt vom Nussknacker, der Prinzessin und dem bösen Mäusekönig. Herausragende Tanzdarbietungen werden in prächtigen Kostümen vor handgemalten Bühnenbildern präsentiert.


„Im Mittelpunkt des Balletts steht Clara, im russischen Original Mascha. Sie bekommt am Weihnachtsabend von ihrem Patenonkel Droßelmeier einen Nussknacker geschenkt. In der Nacht träumt sie von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit ihrer Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt und mit ihr in das Reich der Süßigkeiten reist. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet. Zuletzt erwacht Clara aus ihrem Traum.“ [ via wikipedia.org/wiki/Der_Nussknacker ]

Allein in der Zeit der Kindheit, in der Traum und Wirklichkeit so untrennbar verbunden sind, ist es möglich, sich von einem Moment zum anderen in die wunderbare Märchenwelt zu begeben, in den schönen Prinzen zu verlieben, der die Gefühle selbstverständlich erwidert, aber auch ungewöhnliche Abenteuer am Weihnachtsbaum zu erleben. Der mitternächtliche Stundenschlag kündigt sodann die Erfüllung der unglaublichsten Wünsche an.

Von Peter Tschaikowsky im Jahr 1892 komponiert, nach einer literarischen Vorlage des romantischen Märchens von E.T.A. Hoffmann, hat „Der Nussknacker“ sofort die Herzen des Publikums weltweit erobert.

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Mit dem Russischen Klassischen Staatsballett gelangt der Zuschauer in eine wunderbare Welt, in der lebendig gewordene Puppen tanzen, die bewaffneten Mäusescharen unter dem Druck der Spielzeug-Armee zurückweichen, und am Ende das Gute und die Liebe triumphieren. Die berauschende Schönheit der Musik, das tänzerische Können der Tänzerinnen und Tänzer sowie die exquisite klassische Choreographie bescheren nicht nur den erfahrenen Liebhabern des klassischen Balletts ein wahres Fest!

Der Nussknacker ist Ballett und Weihnachtstradition, erzieherisch gedachte Parabel wie niveauvolle Entspannung, verheißungsvoller Kindertraum und beschaulicher Rückblick der Älteren sowie Vieles mehr zugleich.


Sollte man den „Nussknacker“ noch spielen?

„Wir brauchen eine kritische Revision“

Christiane Theobald, kommissarische Intendantin des Berliner Staatsballetts, über Cancel Culture, Kolonialismus und Klischees in den Klassikern | Artikel im Berliner Tagesspiegel lesen

In Berlin wurde im Dezember 2021 der Nussknacker aus dem Programm genommen – wegen einer Darstellung von Stereotypen. Theobald forderte im Berliner „Tagesspiegel“ eine kritische, kulturhistorische Auseinandersetzung mit klassischen Ballettwerken wie dem „Nussknacker“ oder „Don Quixote“. Man müsse genauer hinschauen, was bei den klassischen Repertoires aus einer kolonialen Entstehungszeit problematisch sei. Das betreffe eine Vielzahl von Titeln. Es gehe um Klischees von Ländern und ihrer Bevölkerung, die gezeigt werden. „Warum sollten wir daran festhalten?“, fragte die Kulturmanagerin. „Ich finde, man sollte sich die Freiheit nehmen, über diese Art der Darstellung nachdenken zu dürfen.“ Es seien meist Fantasien, die die damaligen Choreografen dargestellt haben, ohne dass sie selbst je in die dargestellten Länder gereist waren.

Im „Nussknacker“ findet Theobald, dass unter anderem der chinesische Tanz in dem Stück mit kleinen Trippelschrittchen ein Stereotyp transportiere. Auch der orientalische Tanz mit Haremsdamen und einem Solisten mit brauner Körperschminke könne so heute nicht mehr gezeigt werden.


Friedrich-Ebert-Halle

DER NUSSKNACKER.
Ballett in zwei Akten und vier Szenen,

nach einem Märchen von E.T.A. Hoffmann

Das Klassische Russische Ballett aus Moskau

SO 12.12.2021 | 15 Uhr

TICKETS im VORVERKAUF

Libretto: Wjatscheslaw Gordejew
Choreographie: Wjatscheslaw Gordejew
Bühnenausstattung: Igor Nezhny
Kostüme: Tatjana Tulubieva

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Das Russische Klassische Staatsballett

MO 27.12.2021 | 19 Uhr

TICKETS im VORVERKAUF

Libretto: Konstantin Ivanov
Choreographie: Konstantin Ivanov
Bühnenbild: Leon Tiracuian
Kostüme: Tatjana Izucheva


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