Corporation of people’s situations (COPS)

Courtesy: COPS

Wie ist es möglich, vielen Stimmen gerecht zu werden, die unterschiedliche Positionen vertreten und doch einen Lebensraum teilen? Wie kann das Divergente organisiert werden, ohne zu homogenisieren und auszuschließen? Wie beeinflussen abstrakte Konzepte wie Global Economy, Eigentum, Staatszugehörigkeit, internationale Abkommen, Immobilienspekulation und Privatisierung die konkreten Möglichkeitsräume für gemeinschaftliche Handlungen und die Verwirklichung von gesellschaftlichen Zukunftsvisionen?


Corporation of people’s situations (COPS)

Kunstverein Harburger Bahnhof

17. Juni – 23. Juli 2017 und 16. September 2017

Aktivierung am Freitag, 16. Juni 2017, 19 Uhr

mit Jennifer Bennett, Alice Peragine, Lene Benz, Balz Isler, Ida Roscher, Jo Zahn, Katja Lell, Carl Gerber, Daniel Loick, Justin Francis Kennedy, Signe Koefoed, Christin Zarzinsky, Choreographie und Widerstand (Josephine Findeisen und Sonja Hornung), Archipel, GARDEN, Patricia Carolin Mai u.a.

PROGRAMMkvhbf.de/program/=exhibition/162-corporation-of-people-s-situations-cops

Mit einer von Funktionalität, Provisorium und Zukunftsversprechen geprägten Formensprache schaffen Corporation of people’s situations (COPS) im Kunstverein Harburger Bahnhof eine Raumsituation aus Materialien und Elementen, die auf Baustellen zum Einsatz kommen, sowie Geräten und Komponenten aus Sport und Freizeit. Baugerüste, Folien, Gurte und Matten werden verwendet und zweckentfremdet für Turnübungen, als Versammlungsorte und Infrastruktur für ein offenes Archiv.


Im Sinne einer modularen Toolbox, die sich nach Bedarf verschieben, ausklappen und zu verschiedenen Parkouren arrangieren lässt, wird die Installation Rahmen und Ausgangspunkt für zahlreiche von COPS initiierte Situationen.

Gemeinsam mit eingeladenen Künstler_innen und Gästen provozieren COPS mit Vorträgen, Workshops, Screenings und Körperübungen den Umgang mit der Frage des Gemeinsamen und erproben, wie aktuelle globale und lokale Zusammenhänge thematisiert und sinnlich erfahren werden können.

Auf ästhetischer, theoretischer und körperlicher Ebene wird ein Zusammen oder ein Kollektiv imaginiert, inszeniert und letztlich performativ realisiert.


Corporation of people’s situations arbeiten seit 2015 in wechselnden, interdisziplinären Formationen und entwickeln Situationen, Performances und Lectures zum thematischen Cluster Besitz, Eigentum, Gemeinschaft und kollektivem Handlungsraum.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei immer auch die Konzeption bestimmter räumlicher Situationen, in denen Besucher_innen als Produzent_innen und Kompliz_innen Teil der Versuchsanordnung werden. Partizipation wird als offenes Angebot praktiziert, das seine Bedingungen und die Entscheidungsprozesse der Gruppe mit thematisiert und als work in progress stetig weiterentwickelt.

Projekte wurden bereits realsiert u.a. auf Einladung von Flutgraben e.V., Berlin (2016), Radio Archipel, Hamburg (2016), Stadtkuratorin Hamburg, Hamburg (2015), Motel Spatie, Arnheim, Niederlande (2015).


Kunstverein Harburger Bahnhof
Harburger Fernbahnhof
Hannoversche Str. 85 (über den Gleisen 3+4)

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 14 – 18 Uhr, Eintritt frei

Am Sonnabend, 01. Juli 2017 sowie am Sonnabend, 16. September 2017 finden begleitend zur Ausstellung zwei Veranstaltungen der Reihe Track Academy statt, mit performativen, diskursiven und filmischen Beiträgen zu den Themen Eigentum und Gemeinschaft.

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