Hamburg LESEN – Der Buchpreis der Staatsbibliothek

Hamburg LESEN – Der Buchpreis der Staatsbibliothek

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Preisträger 2016 | Fotografien des Hamburger Hafens 1930-1970

Die Staatsbibliothek vergibt seit 2013 den Preis für ein Buch, das sich in herausragender Weise mit dem Thema Hamburg befasst.


Aus bis zu 200 Büchern (Vorschlagsliste) wählt die Auswahlkommission 30 hervorragende Publikationen (Longlist) aus. Von diesen hat ein Expertenteam des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens Hamburgs die sieben besten Titel ermittelt, die der Jury vorgeschlagen werden.

Preisträger 2018

Der mit 5.000 € dotierte Buchpreis der Staatsbibliothek HamburgLesen 2018 geht an «Speicherstadt Story: Geschichten von Menschen und Handel» von Michael Batz.

BUCH | Speicherstadt Story: Geschichten von Menschen und Handel

Blick ins Buch

Gebundene Ausgabe
288 Seiten
350 Farbfotos und historische Aufnahmen
Verlag: Koehlers
Sprache: Deutsch
23,3 x 2,7 x 30,2 cm

„…Michael Batz, bekannt durch seinen in der Speicherstadt inszenierten „Hamburger Jedermann“, erzählt in einem prächtig gestalteten Bildband Geschichten von dünkelhaften Kaffeehändlern und ausgebeuteten Arbeitssklavinnen.“ [SPIEGEL Online / Artikel lesen ]

Batz lässt aber auch die großen Ereignisse der Speicherstadt nicht aus: Er berichtet vom Hamburger Aufstand, als ein Pfund Kaffee im Oktober 1923 drei Milliarden Mark kostet, und vom Brand 1892, bei dem der Kaispeicher A, auf dem heute die Elbphilharmonie „thront“, fast vollständig zerstört wird. Er erzählt von der Vertreibung jüdischer Kaufleute und von der Rettung Dutzender Menschen, die in der Speicherstadt versteckt, auf Schiffen ausgeschleust und so vor dem sicheren Tod bewahrt wurden.


Preisträger 2017

BUCH | Jass, Holger: Mein Onkel Pö

Gebundene Ausgabe
144 Seiten
29 Kapitel mit 71 zum größten Teil unveröffentlichten Fotos

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Am 31.12.1985 lief die allerletzte Session in Onkel Pös Carnegie Hall in Hamburg Eppendorf. Pünktlich zum 30. Jahrestag dieses traurigen Ereignisses erscheint das Buch MEIN ONKEL PÖ. Holger Jass, von 1979 – 85 Wirt und Macher vom Onkel Pö, erzählt in lockerem Ton, wie es hinter den Kulissen des legendären Live-Clubs zuging. Es ist sein ganz persönlicher Blick über den Tresenrand hinweg auf das Zentrum der Hamburger Szene in den siebziger und achtziger Jahren.

Die 29 Kapitel mit 71 zum größten Teil unveröffentlichten Bildern auf 144 Seiten sind amüsanter Lesestoff für alle, die dabei waren und jene, die es verpasst haben, weil sie nicht reinkamen, nicht so lange aufbleiben durften oder noch gar nicht geboren waren.

Im Pö gaben sich lokale Größen, spätere Weltstars und echte Legenden ihrer Zeit auf derselben kleinen Bühne die Ehre. Oft platzten zu später Stunde noch Musiker herein und spielten spontane Sessions bis in die frühen Morgenstunden vor glücklichen Fans, die es gar nicht fassen konnten, dass z. B. plötzlich Joe Cocker auf der Bühne stand und wegen Stromausfalls seine kleine Privatvorstellung bei Kerzenlicht gab.

Holger Jass war immer ganz nah am Geschehen, ganz gleich, ob er Schmalzbrote für zukünftige irische Superstars schmierte, einer Jazz-Legende in die Hose half, gegen Nazis oder mit Bierfässern kämpfte und auch sonst auf vielerlei Weise dafür sorgte, dass die Legende rockte.


PREISTRÄGER 2016

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BUCH | Der Hafen: Fotografien des Hamburger Hafens 1930-1970
Gustav Werbeck, John Holler, Germin, Harald Zoch

Gebundene Ausgabe
256 Seiten
Verlag: Junius Hamburg
Sprache: Deutsch
25,5 x 3 x 31,5 cm

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Der Hafen ist die Lebensader Hamburgs, seit jeher prägt er den Charakter der Stadt als Handelsplatz und ihr Selbstverständnis als weltoffene Metropole. Die Bewohner Hamburgs hat er früh mit fremden Gebräuchen und exotischen Handelsgütern in Berührung gebracht, hat den Takt ihrer Arbeit bestimmt und ist stets ein Sehnsuchtsort für ein besseres Leben in der Ferne gewesen.

Das Fotobuch Der Hafen zeigt diesen zentralen Schauplatz von Hamburgs Geschichte und Gegenwart aus einer besonderen Perspektive. Es lässt uns den Hafen mit den Augen von vier der bedeutendsten Hamburger Hafenfotografen des 20. Jahrhunderts sehen und geht damit über eine historische Bilddokumentation weit hinaus.

Mit der jeweiligen Motivwahl und Bildsprache der Fotografen setzt jedes Kapitel einen eigenen thematischen und fotografischen Akzent. Den Auftakt macht Gustav Werbeck, der als Grafiker bei der HHLA tätig war und fast vierzig Jahre für das Unternehmen fotografierte. Seine Aufnahmen zeigen den Hafen der Vorkriegszeit und den Wiederaufbau nach dem Krieg.

Die Bilder von John Holler und Germin (Gerd Mingram) rücken in eindrücklichen Porträts die Menschen und ihre Arbeit im Schiffbau in den Blick. Harald Zoch, der als Fahrer des HHLA-Vorstandsvorsitzenden im Hafen zu fotografieren begann, schließlich zeigt uns den Übergang vom Stückgutumschlag zum Einsatz des Containers, der tiefsten Zäsur in der Hafenentwicklung des 20. Jahrhunderts.

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