Ausgegraben. Harburg archäologisch | Neue Erkenntnisse zur Harburger Siedlungsgeschichte

Harburg | Archäologisches Museum Hamburg | Ergebnisse der Grabung auf der Harburger Schlossinsel / Harburger Schlossstraße | Die Ausgrabung brachte eine Fülle von neuen Erkenntnissen zur Harburger Siedlungsgeschichte. „Die große Bandbreite der archäologischen Spuren und die Anzahl und Qualität der einzelnen Funde belegen die hohe Bedeutung, die der Region seit hunderten von Jahren nicht nur als Siedlungsgebiet, sondern auch als Verkehrsknotenpunkt zukam“, so Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums und Landesarchäologe von Hamburg. Es wurden neue Einblicke zum Hausbau, zum Werftbetrieb, zu Handel und Handwerk sowie zahlreichen anderen Bereichen des täglichen Lebens gewonnen.

Uta FALTER-BAUMGARTEN – Stationen

Die Harburger Künstlerin Uta Falter-Baumgarten wurde 2013 mit der Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet. Sie gehört zusammen mit Karl Hartung (1908–1967), Franz Hötterges (1912–1993), Jutta Bossard (1903–1996) und Alwin Blaue (1896–1958) zu den wichtigsten von Johann Bossard ausgebildeten Bildhauern. „Mit 16 begann sie, in Hamburg Bildhauerei zu studieren, mit 20 ritt sie junge Pferde für das Militär, mit Ende 70 hatte sie noch ein eigenes Reitpferd und heute [ 2015 ] – mit 91 Jahren – macht die Hamburger Künstlerin Uta Falter-Baumgarten immer noch Kunst, Portraits, Plastiken und steht stundenlang mit den Gießern in der Bronzewerkstatt.“ [ Radio Bremen ]

Die letzte Fahrt der Straßenbahn – HARBURG 1971

Am Sonntag, 23. Mai 1971, mehr als 40 Jahre ist es her, fuhr mit Beginn des Sommerfahrplans die letzte Straßenbahn (Linie 12) durch Harburg. Einige 10 000 Menschen säumten die Straßenränder, der Hausbrucher Jugendspielmannszug spielte auf, die Rönneburger Schützenbrüder und der Fanfarenzug marschierten und Holsten und Astra schenkten Freibier aus. | Thomas Lüders dokumentierte dieses Ereignis in einem Dokumentarfilm.

Zur Geschichte des Wartesaals im Harburger Fernbahnhof

Der denkmalwürdige Ausstellungsraum des Kunstvereins Harburger Bahnhof wurde im späten 19. Jahrhundert erbaut. Es handelt sich um den letzten vollständig erhaltenen Hamburger Bahnhofswartesaal dieser Zeit. Der Kunstverein Harburger Bahnhof zog 1999 in einen der ehemaligen Wartesäle des Harburger Fernbahnhofs ein. Dieser beeindruckende Raum mit über 300 Quadratmetern Fläche und einer sieben Meter hohen Kassettendecke aus Holz wurde 1897 für die Wartenden erster Klasse erbaut. Nach verschiedenen Nutzungen bis Ende der neunziger Jahre steht heute junge, zeitgenössische Kunst im Fokus. Dabei bleiben Historie, Architektur und Bahnhofskontext als Anknüpfungspunkte für die künstlerische Produktion vor Ort relevant.

JON KESSLER – In der medialen Vorhölle

Harburg | Phoenix-Hallen | The Palace at 4 A.M. lautet der Titel der variablen Videoinstallation, die Jon Kessler auf 1000 qm in den Räumen der Sammlung Falckenberg installiert hat. 2005/2006 wurde sie bereits im Projektraum P.S.1 des MoMA in New York gezeigt und untersucht die gesellschaftliche Rolle der Medien als Instrument der Meinungsbildung und der Überwachung in Politik und Werbung.